Mehr als drei Millionen Besucher waren 2014 im Schloss Schönbrunn

2014 war das bislang stärkste Jahr für Schönbrunn.
2014 war das bislang stärkste Jahr für Schönbrunn. - © APA
Die Schönbrunn-Gesellschaft kann sich 2014 über ein Besucherplus freuen: Mehr als drei Millionen Menschen besuchten den Palast im Vorjahr.

Die Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) freut sich über regen Andrang. Im Vorjahr wurden die Besucherzahlen erneut gesteigert, allein im Schloss (und den weiteren Attraktionen am Areal) konnten erstmals über drei Millionen Eintritte verzeichnet werden, berichtete SKB-Geschäftsführer Franz Sattlecker am Montag in einer Pressekonferenz. Auch der Umsatz ist gestiegen.

2014 war ein starkes Jahr für Schönbrunn

2014 war mit insgesamt 3,74 Millionen Besuchern das bisher stärkste Jahr der SKB, die neben dem Schloss auch die Kaiserappartements, das Sisi Museum und die Silberkammer in der Hofburg sowie das Hofmobiliendepot in Wien-Neubau betreibt. Auch in diesen Dependancen wurden Zuwächse registriert. Allein in der Hofburg betrug das Plus 5,9 Prozent (insgesamt 670.000 Besucher, Anm.). Laut Sattlecker dürfte sich hier nicht zuletzt der neu gestaltete Eingangsbereich bemerkbar machen, der offenbar für vermehrten Zulauf sorgt. Ins Möbel-Museum kamen im Vorjahr 55.000 Menschen (2013: 54.000).

Tickets bringen das meiste Geld

Insgesamt erzielte die SKB im abgelaufenen Geschäftsjahr Erlöse in der Höhe von 43,8 Millionen Euro (2013: 43,2 Mio. Euro). Der Löwenanteil – also mehr als 50 Prozent – davon entfällt auf Ticketverkäufe, rund ein Viertel auf den Shop und der Rest auf Vermietungen und Verpachtungen, wie der stellvertretende Direktor der SKB, Alexander Keil, berichtete. “Mit diesen Umsätzen können wir uns sehr schön selbst ernähren”, versicherte er. Zudem erhält auch der Eigentümer, also der Bund, einen Anteil: 2014 wurden 11,5 Millionen Euro an Steuern, Zahlungen für Fruchtgenuss und Pacht ausgeschüttet.

Ein guter Start im Jahr 2015

Auch das heurige Jahr läuft gut, wie SKB-Chef Sattlecker verriet. In den ersten fünf Monaten betrug der Besucheranstieg im Schloss 12 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Hofburg verzeichnete ebenfalls weitere Zuwächse. Stark war demnach der März, wirklich schwach nur das Song-Contest-Wochenende Ende Mai. Denn ausgerechnet das Mega-Event sorgte für (relativ) leere Prunkräume. Laut Sattlecker dürfte dies daran gelegen sein, dass in dieser Zeit schwerer Zimmer zu bekommen waren, da die Wiener Hotels relativ große Kontingente für den ESC reserviert hatten.

Sanierungsprojekte im Wiener Schloss

Eines der wichtigsten Sanierungsprojekte derzeit ist die Restaurierung der chinesischen Kabinette, die Kaiserin Maria Theresia als Konferenz- und Spielzimmer dienten. Veranschlagt sind dafür 1,8 Mio. Euro. Die Rundräume zeichnen sich durch ihre lackierten chinesischen Holztafeln aus. Bei ihnen handelt es sich um importierte Paravents, die, um sie in die Wanddekoration einarbeiten zu können, zerschnitten wurden. “Das wäre auch eine interessante Frage für eine Forschungsarbeit, wie vor 200 Jahren mit dem Denkmalschutz umgegangen wurde”, befand Sattlecker.

Ein Großvorhaben organisatorischer Art folgt demnächst: Am 1. Juli wird (rückwirkend mit Jahresbeginn, Anm.) die Marchfeldschlösser Revitalisierungs- und Betriebsgesellschaft (MRBG) mit der SKB verschmolzen. Wobei die Paläste Schloss Hof und Niederweiden schon seit 2012 von der Schönbrunn-Gesellschaft betrieben werden. Die MRBG ist bisher jedoch als Tochtergesellschaft geführt worden. (APA)

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