Liveticker zur Flüchtlingskrise: Spielfeld über Nacht ruhig, 600.000 Flüchtlinge in Deutschland

Unser heutiger Liveticker zur Flüchtlingskrise.
Unser heutiger Liveticker zur Flüchtlingskrise. - © EPA, APA
Laut einem Zeitungsbericht seien zwischen Jänner und Oktober über 600.000 Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Wir halten Sie auch an diesem Sonntag über unseren Liveticker zur Flüchtlingskrise auf dem Laufenden.

Von Jänner bis September dieses Jahres sind einem Medienbericht zufolge rund 600.000 Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Diese Zahl habe das deutsche Innenministerium im Oktober an die EU-Kommission gemeldet, berichtete die Zeitung Bild am Sonntag im Voraus.

Die wahre Zahl liege jedoch rund 20 Prozent höher, schrieb das Blatt weiter unter Berufung auf Regierungskreise. Grund hierfür sei, dass Tausende Flüchtlinge illegal über die “grüne Grenze” nach Deutschland eingereist seien und sich nicht hätten registrieren lassen. Die Bundespolizei führe an der besonders frequentierten bayerisch-österreichischen Grenze nur stichprobenartige Kontrollen durch. Etwa zehn Prozent der Flüchtlinge würden überprüft und erkennungsdienstlich erfasst, hieß es weiter.

Lage in Spielfeld über Nacht ruhig

In der Sammelstelle am steirischen Grenzübergang Spielfeld ist die Lage in der Nacht auf Sonntag ruhig gewesen, wie die Polizei kurz nach 3.00 Uhr früh auf Anfrage mitteilte. Insgesamt hielten sich zu diesem Zeitpunkt rund 2.300 Flüchtlinge dort auf.

Gegen 23.00 Uhr sei am Samstag der letzte Weitertransport mit Bussen in Richtung Graz erfolgt. In den Morgenstunden gehe es dann weiter. In Bad Radkersburg hielten sich gegen 3.00 Uhr früh keine Flüchtlinge auf. Auch gebe es im Moment keinen Zustrom dorthin, sagte Polizeisprecher Christoph Grill.

Der Sonntag im Liveticker

Liveticker zur Flüchtlingskrise am Sonntag, dem 1. November
19:58 | David Mayr

Regierung begrüßt Polizeizentrum mit Deutschland: Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (S) und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) haben am Sonntagabend in einer gemeinsamen Stellungnahme ‎die deutschen Vorschläge für ein gemeinsames Grenzmanagement positiv aufgenommen. "Weiters streben wir an, dass auch die gemeinsame Zusammenarbeit mit Slowenien und Kroatien intensiviert wird", so die Regierungsmitglieder in einer ersten Stellungnahme.

"Um die Grenzregionen zu entlasten und die Flüchtlingsbewegungen geordnet und auf humanitäre Art und Weise zu bewältigen, sind die Einrichtung eines gemeinsamen Zentrums der Polizeizusammenarbeit und gemeinsame Polizeistreifen entlang der Grünen Grenze zu begrüßen", hieß es in der Aussendung weiter.
17:14 | David Mayr

Rund 2.200 Menschen in steirischen Grenzsammelstellen: Am späten Sonntagnachmittag hielten sich in den beiden Sammelzentren an der steirisch-slowenischen Grenze rund 2.200 Flüchtlinge auf, wie die Landespolizeidirektion Steiermark der APA auf Anfrage mitteilte. In Bad Radkersburg waren es an die 700 Schutzsuchende, in Spielfeld waren es etwa 1.450 Personen. Weitere Ankünfte in Spielfeld werden noch für die Abendstunden erwartet.

Insgesamt habe es in der Steiermark seit Mitternacht einen Zustrom von rund 4.100 Flüchtlingen gegeben, immer wieder sei es aber auch zu Weitertransporten gekommen, so Polizeisprecher Fritz Grundnig. An den beiden Grenzstellen sei es zu keinerlei polizeilich relevanten Vorkommnissen gekommen. In Spielfeld rechnet man mit weiteren Neuankünften in den späteren Abendstunden. Es sei jedoch davon auszugehen, dass niemand im Freien werde übernachten müssen.
13:37 | David Mayr

Laufende Weitertransporte in Spielfeld und Graz: In der Spielfelder Sammelstelle hat am Sonntag der Transport von Flüchtlingen in Notquartiere angehalten. Zu Mittag befanden sich laut Polizei rund 1.900 Menschen in der Erstversorgungsstelle am steirisch-slowenischen Grenzübergang. Allerdings halten auch die Neuankünfte an und es wurden bis zum Abend noch mehrere Tausend Menschen erwartet.

Am Vormittag konnten bereits 350 Flüchtlinge mit einem Sonderzug von Graz in Richtung Norden weiterfahren, für den Lauf des weiteren Tages waren noch zwei weitere Sonderzüge geplant. Dennoch könnte es laut Polizeisprecher Fritz Grundnig in der Nacht auf Montag "eng werden", denn es hänge immer davon ab, wie viele Menschen die Notunterkünfte österreichweit aufnehmen könne und diese seien aktuell ziemlich voll.
11:46 | David Mayr

Mindestens elf Menschen in der Ägäis ertrunken: Bei einem neuerlichen Bootsunglück in der Ägäis sind mindestens elf Flüchtlinge ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder und vier Babys. Wie die griechische Küstenwache mitteilte, war ihr Boot am Sonntag bei der Überfahrt von der türkischen Küste zur Insel Samos gekentert.

Zehn Leichen wurden den Angaben zufolge im Innern des Schiffs gefunden, die Leiche eines jungen Mädchens wurde an der Küste der Insel angespült. Etliche der griechischen Inseln in der Ägäis liegen zwar nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt, doch kommt es bei der Überfahrt immer wieder zu tödlichen Unglücken. Erst am Freitag waren nach dem Untergang von zwei Flüchtlingsbooten vor Kalymnos und Rhodos 26 Flüchtlinge ums Leben gekommen, darunter 17 Kinder.
11:45 | David Mayr

Deutsche Familienministerin: Besserer Schutz von Kindern: Nach dem gewaltsamen Tod des vierjährigen Mohamed aus Berlin hat sich die deutsche Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) für zügige gesetzliche Regelungen zum Schutz von Flüchtlingskindern ausgesprochen. "Das Gesetz muss jetzt schnell kommen", sagte sie "Spiegel Online" am Samstag. Der Kinderschutz müsse in allen Erstaufnahmeeinrichtungen, in denen sich Kinder aufhalten, gewährleistet sein.

Es müssten Standards zum Schutz vor sexuellen Übergriffen und Gewalt beachtet werden, entsprechend den Vorschriften, die auch für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gelten. Dazu gehörten zum Beispiel erweiterte Führungszeugnisse für Betreuer, aber auch die Umsetzung von Schutzkonzepten, sagte Schwesig. Über das Programm "Willkommen bei Freunden" würden die regionalen Servicebüros Länder und Kommunen bei der Umsetzung von Schutzkonzepten unterstützen.
11:17 | David Mayr

Provisorischer Flüchtlingsbahnhof in Sentilj in Betrieb: Sonntag früh ist auf der slowenischen Seite der Grenze bei Spielfeld ein separater Ausstiegsbahnhof für ankommende Flüchtlinge in Betrieb genommen worden. Der provisorische Bahnsteig zwischen den beiden Grenzbahnhöfen Sentilj und Spielfeld wurde auf Initiative der Gemeinde Sentilj in den vergangenen zwei Tagen errichtet.
11:16 | David Mayr

Slowenien: Rund 8.000 Menschen seit Samstag angekommen: Seit Samstag sind in Slowenien rund 8.000 Flüchtlinge aus Kroatien eingetroffen. Das berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Sonntagvormittag. Die Flüchtlinge seien in Zügen in der Ortschaft Dobova, die nahe der Grenze zu Kroatien liegt, angekommen, hieß es.

Die aktuellen Zahlen entsprächen in etwa den täglichen Neuankünften von Migranten aus Kroatien. In den Unterkunftszentren waren Sonntagfrüh (06.00 Uhr) laut STA mehr als 4.000 Flüchtlinge untergebracht.
10:46 | David Mayr

Bahnverkehr Tirol-Bayern erneut unterbunden: Auf, zu - die deutsche Bundespolizei passt den Transitverkehr auf der Bahnstrecke Kufstein-Rosenheim praktisch von einer Stunde auf die nächste den Aufnahmekapazitäten für die in Bayern eintreffenden Flüchtlinge an. Nachdem der Zugsverkehr Samstag um 23.40 Uhr wieder freigegeben worden war, wurde am Sonntag um 8 Uhr die neuerliche Sperre verhängt.
10:13 | David Mayr

Steirische Notquartiere waren in der Nacht voll belegt: Etwa 2.300 Flüchtlinge haben laut Polizei Sonntagfrüh in der Sammelstelle Spielfeld (Bezirk Leibnitz) in beheizten Zelten auf den Weitertransport gewartet. Heeresbusse, zivile Busse und Sonderzüge sollten im Laufe des Tages für eine raschen Abtransport sorgen. Die Notquartiere in Graz und Feldkirchen waren laut Rotem Kreuz voll. Für Sonntag wurden weitere Tausende Menschen erwartet.

Bis Mitternacht wurden laut Polizeisprecher Fritz Grundnig Flüchtlinge von Spielfeld aus mit Bussen in Notquartiere gebracht. Die volle Belegung der Notquartiere im Euroshopping-Center in Graz-Webling mit rund 2.000 Personen und der Bellaflora-Halle in Feldkirchen mit 400 Menschen bestätigte Valentin Krause vom Roten Kreuz Steiermark gegenüber der APA.
08:51 | David Mayr

Vermummte Schläger prügelten in Wismar auf Syrer ein: Vermummte Schläger haben vor einer Flüchtlingsunterkunft in Wismar auf zwei Flüchtlinge eingeprügelt und sie verletzt. Wie die Polizei in Rostock mitteilte, standen die beiden Syrer am Samstagabend vor der Notunterkunft in einer Sporthalle, als sie plötzlich angegriffen wurden.

Mehrere vermummte und mit Baseballschlägern und anderen Waffen ausgerüstete Männer seien auf sie zugekommen und hätten sie massiv bedrängt und geschlagen. Beide Flüchtlinge mussten nach dem Angriff in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Tatverdächtigen konnten unerkannt fliehen. Sofort eingeleitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen seien erfolglos geblieben, erklärte die Polizei. Der kriminalpolizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
08:28 | David Mayr

Lage in Spielfeld über die Nacht ruhig: In der Sammelstelle am steirischen Grenzübergang Spielfeld ist die Lage in der Nacht auf Sonntag ruhig gewesen, wie die Polizei kurz nach 3.00 Uhr früh auf Anfrage mitteilte. Insgesamt hielten sich zu diesem Zeitpunkt rund 2.300 Flüchtlinge dort auf.

Gegen 23.00 Uhr sei am Samstag der letzte Weitertransport mit Bussen in Richtung Graz erfolgt. In den Morgenstunden gehe es dann weiter. In Bad Radkersburg hielten sich gegen 3.00 Uhr früh keine Flüchtlinge auf. Auch gebe es im Moment keinen Zustrom dorthin, sagte Polizeisprecher Christoph Grill.
08:28 | David Mayr

600.000 kamen laut Bericht in neun Monaten nach Deutschland: Von Jänner bis September dieses Jahres sind einem Medienbericht zufolge rund 600.000 Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Diese Zahl habe das deutsche Innenministerium im Oktober an die EU-Kommission gemeldet, berichtete die Zeitung "Bild am Sonntag" im Voraus.

Die wahre Zahl liege jedoch rund 20 Prozent höher, schrieb das Blatt weiter unter Berufung auf Regierungskreise. Grund hierfür sei, dass Tausende Flüchtlinge illegal über die "grüne Grenze" nach Deutschland eingereist seien und sich nicht hätten registrieren lassen. Die Bundespolizei führe an der besonders frequentierten bayerisch-österreichischen Grenze nur stichprobenartige Kontrollen durch. Etwa zehn Prozent der Flüchtlinge würden überprüft und erkennungsdienstlich erfasst, hieß es weiter.
08:27 | David Mayr

LH-Konferenz ab Montag im Zeichen der Flüchtlingssituation: Die Landeshauptleute-Konferenz, die ab Montag in Linz tagt, wird im Zeichen der Flüchtlingssituation stehen. Weitere Themen sind unter anderem die Finanzen in allen Facetten. Beispielsweise geht es um die Länderbudgets, Finanzausgleich und die Pflegefinanzierung, schilderte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), der aktuell turnusmäßig den Vorsitz innehat, auf APA-Anfrage.

Innenministerin Johann Mikl-Leitner (ÖVP) wird beim Tagesordnungspunkt Flüchtlinge an der Konferenz teilnehmen und dabei die Perspektiven sowohl zum Transit darlegen, als auch zur Entwicklung der Grundversorgung von Asylwerbern in Österreich.
08:27 | David Mayr

Merkel, Seehofer und Gabriel beraten über Maßnahmen: Angesichts der wachsenden Spannungen in der Großen Koalition wegen der Flüchtlingspolitik in Deutschland kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag mit CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel in Berlin zusammen (09.00 Uhr). Bei dem Treffen im Kanzleramt soll über weitere Maßnahmen zur Senkung der Asylbewerberzahlen beraten werden.
08:26 | David Mayr

Rund 2.600 zurzeit in slowenischen Zentren: Insgesamt 4.258 Flüchtlinge aus Kroatien sind in Slowenien am Samstag bis 18.00 Uhr eingetroffen, das berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf die Polizei. Insgesamt 5.441 Menschen reisten demnach bis Samstagabend von Slowenien nach Österreich weiter.

2.635 Menschen hielten sich in der größten Unterkunft Sentilj in der Nähe der Grenze zu Österreich auf, während die übrigen slowenischen Zentren am Samstagabend leer waren. Die Zahl der Flüchtlinge, die in Slowenien angekommen und den österreichischen Behörden übergeben wurden, erreichte laut slowenischer Polizei seit dem 20. Oktober 97.681 Personen. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die in den vergangenen zwei Wochen nach Slowenien gekommen sind, seit Ungarn seine Grenzen schloss, liegt demnach bei 114.541 Personen.

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