Liveticker zur Flüchtlingskrise: 20.000 Flüchtlinge am Wochenende nach Österreich gekommen

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Flüchtlinge in Ungarn auf dem Weg in Richtung Westen.
Flüchtlinge in Ungarn auf dem Weg in Richtung Westen. - © APA
Der Flüchtlingsstrom durch Österreich reißt nicht ab. Auch am Sonntag berichten wir live über die aktuellen Geschehnisse zur Flüchtlingskrise.

Die wichtigsten Tagesmeldungen im Überblick

  • Sonntagfrüh knapp 5.000 Flüchtlinge an den Grenzen im Burgenland
  • Faymann sieht auch USA und Golfstaaten in der Pflicht
  • Militärbischof: Grenzzäune sind “Symptom der Hilflosigkeit”
  • Notunterkünfte Sonntagvormittag in der Steiermark ausgelastet
  • 7.000 Flüchtlinge in Nickelsdorf, weitere 2.000 erwartet
  • Helfer stoßen an ihre Grenzen
  • A4 wieder gesperrt
  • Prognose fürs Wochenende: 20.000 Flüchtlinge

Helfer: “Ressourcen werden bald am Ende sein”

Die wochenlange Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe stößt auch bei den Helfern an ihre Grenzen. Nachdem sich die Lage kurzfristig beruhigt hatte, strömten am Wochenende erneut zahlreiche Menschen auf der Flucht nach Österreich. Nun ist nicht mehr Nickelsdorf alleiniger Hot-Spot, “die geografische Zerstreuung macht es schwierig”, sagte Gerry Foitik vom Österreichischen Roten Kreuz.

Die Routen der Flüchtlinge haben sich aufgrund der Kontrollen zerstreut. Neben Nickelsdorf, Wien und Salzburg sind viele Hilfesuchende in Heiligenkreuz und Spielfeld angekommen, auch der Karawankentunnel wird laut Foitik zu diesen Hot-Spots bald hinzukommen. Dadurch konnten die Kräfte des Roten Kreuzes in der letzten Zeit mehr so gut gebündelt werden. “Ablösen können nicht mehr so häufig gemacht werden. Das macht die Leute müde”, sagte der Bundesrettungskommandant. Und das, obwohl für das Rote Kreuz 70.000 freiwillige Helfer in ganz Österreich tätig sind, ihren Urlaub verschoben oder ihre Freizeit geopfert haben. “Jeden Tag sind Tausende im Einsatz”, sagte Foitik. Doch “die Ressourcen werden bald am Ende sein.”

“Die größte Schwierigkeit ist, man weiß nie, wann wie viele Menschen kommen, was eine Planung unmöglich macht”, sagte Foitik. Die Flüchtlinge würden plötzlich “da stehen”, eine Information gebe es oft erst ganz kurz zuvor.

Wieder Tausende Flüchtlinge nach Österreich

Von Freitag auf Samstag sind 14.000 Flüchtlinge nach Österreich gekommen. Die meisten – etwa 60 Prozent – kamen über Nickelsdorf, weitere 30 Prozent über den Grenzübergang Heiligenkreuz, etwa zehn Prozent reisten über die südliche Route. Daher wurde vor dem Wochenende die Hilfe in Nickelsdorf wieder verstärkt. Am Sonntag kamen dort bis zum frühen Nachmittag erneut 5.000 Menschen an. Die Infrastruktur in Heiligenkreuz bezeichnete der Bundesrettungskommandant als “relativ schlecht”, daher würden die Menschen von dort nach Graz oder Wien gebracht werden, um sie professionell unterzubringen.

Die vergangene Nacht verbrachten etwa 9.000 Menschen in betreuten Quartieren in Wien, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Kärnten. 4.500 übernachteten in Nickelsdorf in Zelten, in der Nova Rock Halle sowie unter dem Flugdach. Die Arbeit für die Helfer wird in den nächsten Stunden nicht weniger: Denn die Zahl der Flüchtlinge, die in Österreich versorgt werden müssen, würde immer mehr werden, meinte Foitik, da viele aufgrund der Grenzkontrollen nicht weiterreisen könnten.

Liveticker zur Flüchtlingskrise am Sonntag
19:40 | David Mayr

A4-Sperre aufgehoben: Die Sperre der A4 (Ostautobahn) beim Grenzübergang Nickelsdorf ist am Sonntag gegen 19.00 Uhr wieder aufgehoben worden, das teilte die LPD Burgenland und der ÖAMTC der APA am Sonntagabend mit. Die Ostautobahn war um 14.55 Uhr gesperrt worden.
19:06 | David Mayr

USA wollen mehr Flüchtlinge aufnehmen: Die USA wollen im kommenden Jahr 15.000 Flüchtlinge mehr als geplant aufnehmen. Außenminister John Kerry sagte am Sonntag nach Gesprächen mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Berlin, damit werde die Aufnahme-Obergrenze für 2016 auf 85.000 erhöht. 2017 sollten dann 100.000 Hilfesuchende in den USA Aufnahme finden.
19:05 | David Mayr

Leicht Auflockerung in Nickelsdorf: In Nickelsdorf ist die Zahl der anwesenden Flüchtlinge im Bereich des Flugdachs bei der Grenze am Abend auf 4.500 geschrumpft. "Sehr, sehr viele sind mit Taxis weitergefahren. Außerdem sind einige Busse unterwegs, mit denen die Menschen in Quartiere in anderen Bundesländer gebracht werden", sagte Polizeisprecher Gerald Pangl auf Nachfrage der APA. Man habe Quartiere "bis runter nach Kärnten". "Es lockert sich hier alles auf. Die Schlange von heute Nachmittag hat sich halbiert. Es fahren laufend Busse, viele Taxis sind unterwegs." Die Lage könnte sich allerdings bald wieder ändern. "Es gibt Gerüchte, dass 3.000 Personen in Ungarn unterwegs sind und hier herkommen. Aber bestätigt haben wir das nicht", sagte Pangl.
18:28 | David Mayr

Rotes Kreuz rechnet mit 15.000 Übernachtungen: Das Rote Kreuz hat am Sonntag mit rund 15.000 Übernachtungen von Flüchtlingen in Österreich kalkuliert. "Rund 7.000 Personen sind noch in Nickelsdorf, 9.000 sind schon unterwegs zu Quartieren", sagte Bundesrettungskommandant Gerry Foitik der APA. "Sowohl Transport- als auch Quartierkapazitäten sind mittlerweile sehr gering", sagte Foitik. So waren die Notunterkünfte in Wien beispielsweise bereits am führen Abend ausgelastet. Flüchtlinge wurden auch weiter in Unterkünfte in der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und Salzburg gebracht, sagte Foitik. Einen genauen Überblick, wie viele Schutzsuchende sich in Österreich befinden, gebe es nicht, da ja niemand registriert werde, erklärte der Bundesrettungskommandant.
18:03 | David Mayr

Landespolizeidirektor des Burgenlands: "Quartiere sind größte Herausforderung": In Nickelsdorf im Burgenland haben am Sonntagnachmittag weiterhin Tausende Flüchtlinge auf die Weiterreise gewartet. Genügend Busse sind auf Abruf da, aber die Quartiere fehlen, sagte Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil im APA-Gespräch. "Die Quartiere sind das Um und Auf. Das ist die größte Herausforderung", erklärte er.
16:45 | David Mayr

250 Flüchtlinge bei Oberradkersburg über die Grenze: Am Sonntag haben erneut Flüchtlinge die Grenze von Gornja Radgona (Oberradkersburg) nach Österreich überschritten. Rund 250 Personen kamen zu Fuß an und wurden vom Roten Kreuz versorgt. Anschließend wurden sie mit fünf Bussen nach Graz gebracht, teilte die Polizei mit. Das Bundesheer hat nun in der Steiermark zusätzlich 160 Soldaten im Sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz. Die Flüchtlinge sammelten sich zuvor wieder in einer Halle auf slowenischem Gebiet, bevor sie am Nachmittag nach Bad Radkersburg kamen, berichtete die Polizei. Sie wurden in Notunterkünfte gebracht, von wo aus die meisten nach Deutschland weiter fahren wollen.
16:45 | David Mayr

20.000 Flüchtlinge als Prognose zum Wochenende: Nickelsdorf ist am Wochenende erneut Hot-Spot für die Flüchtlingshilfe geworden. Während gestern laut Innenministerium 5.000 Flüchtlinge über den burgenländischen Grenzort zu Ungarn kamen, wurden von den Behörden am Sonntag an die 10.000 Menschen erwartet. Bis Mittag waren bereits 7.000 Hilfesuchende in Nickelsdorf eingetroffen, sagte Innenministeriumssprecher Alexander Marakovits der APA. Das Ministerium rechnete mit insgesamt 20.000 Flüchtlingen an diesem Wochenende. Am Samstag kamen über 10.000 Flüchtlinge über das Burgenland, 5.000 eben über Nickelsdorf, weitere 5.000 über Heiligenkreuz. Über Slowenien kamen am Samstag mehr als 500 Migranten in das südliche Österreich. Am Sonntag konzentrierte sich der Flüchtlingsstrom erneut auf Nickelsdorf, während über Heiligenkreuz und die südliche Route weniger Flüchtlinge verzeichnet wurden. Bis Sonntagmittag kamen nach Angaben des Innenministeriums rund 7.000 Menschen über die Grenze nach Nickelsdorf. Nach Schätzungen, die bei einer täglich abgehaltenen Koordinierungssitzung zwischen u.a. Innenministerium, Außenministerium, Verteidigungsministerium, Gesundheitsministerium, Bundeskanzleramt sowie den Hilfsorganisationen erörtert wurden, werden im Lauf des Sonntags insgesamt an die 10.000 Flüchtlinge in Nickelsdorf erwartet.
15:42 | David Mayr

A4 erneut gesperrt: Die A4 (Ostautobahn) beim Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland ist erneut gesperrt worden. Die Sperre wurde am Sonntag um 14.55 Uhr verfügt, sagte ein ÖAMTC-Sprecher der APA. Wie lange sie aufrecht bleibe, sei noch nicht abschätzbar.

#bckirche Kirchengemeinden und Privatpersonen können über Freifunk Internetzugang für Flüchtlinge anbieten. #refugeeswelcome
14:25 | David Mayr

Geografische Zerstreuung erschwert Helfern die Arbeit: Die wochenlange Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe stößt auch bei den Helfern an ihre Grenzen. Nachdem sich die Lage kurzfristig beruhigt hatte, strömten am Wochenende erneut zahlreiche Menschen auf der Flucht nach Österreich. Nun ist nicht mehr Nickelsdorf alleiniger Hot-Spot, "die geografische Zerstreuung macht es schwierig", sagte Gerry Foitik vom Österreichischen Roten Kreuz. Die Routen der Flüchtlinge haben sich aufgrund der Kontrollen zerstreut. Neben Nickelsdorf, Wien und Salzburg sind viele Hilfesuchende in Heiligenkreuz und Spielfeld angekommen, auch der Karawankentunnel wird laut Foitik zu diesen Hot-Spots bald hinzukommen. Dadurch konnten die Kräfte des Roten Kreuzes in der letzten Zeit mehr so gut gebündelt werden. "Ablösen können nicht mehr so häufig gemacht werden. Das macht die Leute müde", sagte der Bundesrettungskommandant. Und das, obwohl für das Rote Kreuz 70.000 freiwillige Helfer in ganz Österreich tätig sind, ihren Urlaub verschoben oder ihre Freizeit geopfert haben. "Jeden Tag sind Tausende im Einsatz", sagte Foitik. Doch "die Ressourcen werden bald am Ende sein". "Die größte Schwierigkeit ist, man weiß nie, wann wie viele Menschen kommen, was eine Planung unmöglich macht", sagte Foitik. Die Flüchtlinge würden plötzlich "da stehen", eine Information gebe es oft erst ganz kurz zuvor.
14:09 | Miss K

Gestern in #nickelsdorf: viele freiwillige, die helfen. Und 2 #FPÖ-Abgeordnete, die zum Flüchtling-fotografieren dort waren. #fremdschämen
13:43 | David Mayr

Flüchtlingszustrom in Salzburg: Einen regen Flüchtlingszustrom hat es Sonntagmittag wieder in Salzburg gegeben. Rund 600 Personen befanden sich zu Mittag am Bahnhof. Etwa 200 weitere wurden mit Zügen aus Wien und Graz noch erwartet. Vorsorglich aktivierte man die Notunterkünfte beim ehemaligen Asfinag-Gebäude sowie das alte Zollamt am Grenzübergang, teilte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) in einer Presseaussendung mit. Weitere 400 Personen waren in einem Sonderzug aus Nickelsdorf unterwegs. Hier werde daran gearbeitet, dass diese Menschen in einen Sonderzug nach Deutschland umsteigen können, hieß es in der Aussendung. Ziel sei die Aufrechterhaltung des geordneten Betriebes am Salzburger Hauptbahnhof.
12:57 | David Mayr

EU will nun auch Umverteilung aus Kroatien: Die EU will einem Bericht zufolge angesichts der vielen Flüchtlinge in Kroatien und Slowenien nun auch Schutzsuchende aus diesen Ländern auf die EU-Staaten verteilen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf einen Entwurf für das EU-Innenministertreffen am Dienstag berichtete, arbeiten Kommission und Ratspräsidentschaft an entsprechenden Plänen. Umsiedlungen sollten auch aus jenen "Mitgliedstaaten im Südosten, die am stärksten vom Flüchtlingsstrom auf der Westbalkanroute betroffen sind", möglich sein, heißt es darin. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte vorgeschlagen, insgesamt 160.000 Asylsuchende aus den Haupt-Ankunftsländern Griechenland, Ungarn und Italien auf die 28 EU-Mitgliedstaaten umzuverteilen. Er fordert eine verbindliche Quotenregelung für die künftige Flüchtlingsverteilung. Vergangene Woche waren die Innenminister mit dem Versuch gescheitert, sich auf die Verteilung zu einigen, nun wollen sie am kommenden Dienstag einen neuen Anlauf nehmen.
12:54 | David Mayr

Ungarn öffnet Grenzübergang zu Serbien: Ungarn hat am Sonntag den am Dienstag wegen des Flüchtlingsandranges an der Grenze zu Serbien gesperrten Autobahn-Grenzübergang Röszke-Horgos 1 geöffnet. Der Grenzübergang wurde von den Innenministern Ungarns und Serbiens, Sandor Pinter und Nebojsa Stefanovic, kurz vor 11.00 Uhr für den Personen- und LkW-Verkehr erneut für geöffnet erklärt. Am kleineren nahe liegenden Grenzübergang Horgos 2 soll künftig das Einreiseverfahren für Flüchtlinge abgewickelt werden, berichtete die serbische Presseagentur Tanjug.
12:27 | David Mayr

100 Flüchtlinge in Spielfeld über die Grenze: Rund 100 Menschen haben die Grenze bei Spielfeld in der Steiermark gegen 11:00 Uhr am Sonntagvormittag passiert, wie die Caritas der APA in Spielfeld mitteilte. Die Flüchtlinge wurden danach unmittelbar nach dem Grenzübergang in Österreich in einem Aufnahmezentrum erstversorgt. An dem früheren Rastplatz stehen ca. zehn große Zelte vom Roten Kreuz.
12:20 | David Mayr

7.000 Flüchtlinge in Nickelsdorf: Derzeit befinden sich rund 7.000 Flüchtlinge im burgenländischen Nickelsdorf an der Grenze zu Ungarn. Doch die Zahl steigt weiter an: In ein bis zwei Stunden wird erneut ein Zug nach Hegyeshalom in Ungarn mit bis zu 2.000 Personen ankommen, die wieder in Nickelsdorf zu erwarten sind, hieß es vonseiten der Einsatzkräfte vor Ort. Gleichzeitig werden laufend Flüchtlinge weitergebracht, wohin genau, ist aber nicht immer klar. Um 11:00 Uhr geht ein Sonderzug in Richtung Wien mit 450 Personen. Außerdem nutzen viele Flüchtlinge Taxis für die Weiterfahrt, die in Nickelsdorf zahlreich zu sehen sind. Trotz des großen Flüchtlingsandrangs war die Lage in Nickelsdorf am Sonntagvormittag ruhig. Die Wartenden wurden mit Verpflegung versorgt und stellten sich in Schlangen für die Weiterfahrt an.

UPDATE #refugeecrisis via @ORF currently 7.000 persons in #Nickelsdorf #Austria Many more trains are expected to arrive with goal #Germany

@HBF_Vie wisst ihr, ob/was in #Nickelsdorf gebraucht wird? Haben ein auto voll mit Gewand und Schuhen.
11:50 | Otto Reptoz

Helmut Schmidt, 2008: Wer die Zahl der Moslems erhöht, riskiert den inneren Frieden. #Nickelsdorf #Austria #ProOrban
11:15 | David Mayr

Notunterkünfte in der Steiermark ausgelastet: Die Notunterkünfte in der Steiermark sind momentan ausgelastet, teilte die Polizei am Sonntag mit. Nachdem am Samstag rund 350 Personen über Gornja Radgona und rund 300 über Spielfeld nach Österreich gekommen sind und auf die Quartiere aufgeteilt wurden, sucht man nun nach Unterbringungsmöglichkeiten in anderen Bundesländern.
10:51 | David Mayr

5.000 Flüchtlinge über Nacht in Wien: Die Nacht auf Sonntag haben insgesamt 5.000 Flüchtlinge in Notquartieren der Stadt Wien verbracht. 770 etwa übernachteten im Ferry-Dusika-Stadtion, das Platz für 1.500 Personen hätte. Die Kapazitäten waren ausreichend, eine so große Zahl an "Schutzsuchenden unterzubringen, ist aber zweifellos eine Herausforderung", sagte der stellvertretende Magistratsdirektor, Wolfgang Müller, der APA. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften, Hilfsorganisationen und NGOs sei es der Stadt wieder gelungen, dass kein einziger Flüchtling die Nacht am Bahnhof verbringen musste. In Wien gibt es insgesamt 8.000 Notschlafplätze, ca. 6.500 werden vom Fonds Soziales Wien (FSW) in Zusammenarbeit mit NGOs verwaltet. Einige Quartiere wurden auf "Stand-by" gesetzt. Wien übernehme Verantwortung, damit die Flüchtlinge einen Schlafplatz erhalten. Allerdings seien auch alle anderen Bundesländer gefordert, weitere Notquartiere zu schaffen, forderte Müller. Die Flüchtlinge sollen im Laufe des Tages zu den Bahnhöfen gebracht werden, um weiter Richtung Westen zu reisen. Ein Plan werde von der Verkehrsleitzentrale erarbeitet. Seit 10.00 Uhr steht das Kinderfreunde Tageszentrum im 3. Geschoß der Wipark-Garage beim Westbahnhof Eltern mit Kindern zur Verfügung. Neben Versorgungsstationen, Ruhebereichen und Wickelstationen, gibt es für Kinder eine große Spielfläche auf den 2.500 Quadratmeter, sagte Müller.
10:51 | David Mayr

Kärntner Polizei dementiert Gerüchte über Hungerstreik: Die Polizei fahndet nach diesen Männern.Die Kärntner Polizei hat am Samstagabend in einer Aussendung Gerüchte über einen angeblichen Hungerstreik in einer Asylwerberunterkunft in St. Kanzian (Bezirk Völkermarkt) dementiert. Die FPÖ Kärnten hatte zuvor per Aussendung vermeldet, dass sich 20 Asylwerber im Hungerstreik befinden würden, um 2.000 Euro Taschengeld im Monat und Reisepässe zu erhalten. Laut Polizeisprecher Rainer Dionisio hatte es in der Unterkunft zwar Diskussionen um Geld gegeben, dies habe aber mit dem lange dauernden Asylverfahren in Zusammenhang gestanden: "Die Asylwerber forderten nicht einfach einen fiktiven Betrag von 2.000 Euro, sondern errechneten diesen Betrag aus den in Österreich geltenden Sätzen, der ihnen und ihren Familien nach positiven Abschluss des Verfahrens, beziehungsweise nach weiteren vier Monaten in der Grundversorgung zustehen würde." Nach Gesprächen mit dem Quartiergeber haben die Asylwerber laut Polizei aber von ihrem Vorhaben abgelassen, es habe keinen Hungerstreik gegeben. Auch eine polizeiliche Intervention habe nicht stattgefunden.
10:45 | Venancia

@Gregor_Koroska heute nacht schon wieder urviele taxis in #Nickelsdorf
10:28 | David Mayr

Rund 1.000 Flüchtlinge n Slowenien angekommen: In Slowenien treffen kontinuierlich neue Flüchtlinge ein. Nach offiziellen Angaben der Polizei sind innerhalb von 24 Stunden am Samstag knapp 1.000 Menschen registriert und in Unterkünften im ganzen Land untergebracht worden. Damit kamen in den vergangenen zwei Tagen mehr als 2.000 Flüchtlinge in das Land. Der Flüchtlingsstrom fokussiert sich nach wie vor im Südosten des Landes, insbesondere an dem größten Grenzübergang mit Kroatien in Obrezje. Dort warteten am frühen Sonntagmorgen noch rund 400 Menschen, um weiter in die Aufnahmelager gebracht zu werden, so die Polizei.
09:59 | David Mayr

7.000 Flüchtlinge auf dem Weg nach Nickelsdorf: In Nickelsdorf werden sich laut Polizei in Kürze 7.000 Flüchtlinge befinden. "Vor Kurzem gab es Meldungen, dass zwei Züge nach Hegyeshalom kommen. Diese Züge mit 1.900 und 1.100 Personen dürften nun angekommen sein. Gerade treffen Flüchtlinge hier bei uns ein", schilderte Polizeisprecher Gerald Pangl heute, Sonntagvormittag, der APA die Lage. In Heiligenkreuz befinden sich aktuell 250 Personen. In der Nacht sei bereits ein Sonderzug mit 400 Personen von Nickelsdorf in Richtung Linz gefahren. "Heute um 09.00 Uhr wurden weitere 400 mit einem Sonderzug nach Salzburg gebracht", sagte Pangl. Wie schon am Samstag nutzen viele Flüchtlinge Taxis, um weiterzureisen. "Busse sind bereitgestellt, allerdings ist es sehr schwer Quartiere zu finden", erläuterte der Polizeisprecher.
09:43 | Clara

#nickelsdorf der österreichische staat ist sich zu gut. die rekruten fragen bei den helfern um essen, weil sie nichts bekommen vom heer.
09:01 | Clara

#Nickelsdorf flüchtlinge entschuldigen sich im namen aller für den müll den sie machen und helfen mit. #refugeeswelcome
08:57 | David Mayr

Militärbischof: Grenzzäune sind "Symptom der Hilflosigkeit": Grenzzäune in Europa sind ein "Symptom der Hilflosigkeit" und keine Lösung der Flüchtlingsfrage auf sozialer und politischer Ebene. Das sagte der österreichische Militärbischof Werner Freistetter am Sonntag in einem Interview mit der katholischen Presseagentur "Kathpress". Soldaten hätten eine andere Aufgabe, als Flüchtlinge davon abzuhalten, einen Asylantrag zu stellen, sie sollten vielmehr zu einer menschenwürdigen Behandlung der Geflohenen beitragen. Soldaten, die Flüchtlinge abweisen, seien ein "Bild, das mich mit Schmerz erfüllt", sagte Freistetter. "Ich kann mir das für Österreich nicht vorstellen."
08:48 | David Mayr

100 Personen warten bei Spielfeld auf Grenzübertritt: Nachdem am Samstag 200 Personen in Spielfeld von Slowenien aus nach Österreich gekommen sind, haben sich in der Nacht wieder rund 100 Menschen dort eingefunden, um die Grenze zu passieren. Sie wurden allerdings von der Polizei zurückgewiesen und blieben daher im sogenannten "Niemandsland", teilte die Polizei auf APA-Anfrage mit. Den Flüchtlingen wurde von den Beamten erklärt, sie würden Pässe brauchen, um einreisen zu können. Daraufhin gingen sie wieder zurück in das Gebiet zwischen den Grenzen und warteten. Am Vortag ließen sich jene rund 350 Menschen, die über Gornja Radgona in die Steiermark gekommen sind, von den Grenzkontrollen nicht aufhalten, sondern gingen einfach weiter. Daraufhin begleitete die Polizei die Gruppe, die dann versorgt und nach Graz gebracht wurde.
08:41 | David Mayr

Faymann sieht USA und Golfstaaten in der Pflicht: Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sieht auch die USA und die arabischen Golfstaaten in der Pflicht, ihren Beitrag zur Bewältigung der akuten Flüchtlingskrise zu leisten. Mit der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR sollten die Lager in der Türkei, im Libanon und Jordanien sofort unterstützt werden, so der Bundeskanzler in der ORF-Sendung "Hohes Haus", die am Sonntag ab 12.00 Uhr ausgestrahlt wird. "Hier braucht man keine Zeitverzögerung. Wenn die EU mit eineinhalb Milliarden Euro vorangeht, und es kommen drei bis fünf Milliarden insgesamt zusammen, dann ist das notwendiges, richtiges und gut investiertes Geld", unterstrich Faymann laut Angaben seines Büros. Eine Einbindung der USA hatte am Samstag auch Deutschlands Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) eingemahnt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Faymann und Schwedens sozialdemokratischem Premier Stefan Löfven erinnerte Gabriel auch daran, dass die USA mit dem von ihnen begonnenen Irak-Krieg einen der Grundsteine für die aktuelle Flüchtlingskrise gelegt hätten.
08:39 | David Mayr

Steiermark: Flüchtlinge nach Graz gebracht: Derzeit sind etwa 1.400 Flüchtlinge in Graz und Graz-Umgebung in Notquartieren untergebracht. 300 Personen seien in der Früh von Graz nach Salzburg gebracht worden, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Sonntag auf Anfrage der APA mit. Die Lage an den Grenzübergängen Spielfeld und Bad Radkersburg sei in der Nacht ruhig gewesen. Die insgesamt über 600 Flüchtlinge, die am Samstagabend in Bad Radkersburg und Spielfeld waren, sind mittlerweile in Notquartieren wie etwa der ehemaligen Bellaflora-Halle in Feldkirchen bei Graz untergebracht.
08:38 | David Mayr

Knapp 5.000 Menschen an Grenzen im Burgenland: Etwa 4.700 Flüchtlinge haben sich am Sonntag in der Früh in Nickelsdorf aufgehalten, wie die Landespolizeidirektion Burgenland auf Anfrage der APA mitteilte. In Heiligenkreuz hielten sich zur Zeit etwa 250 Menschen auf. Noch sei unklar, wann die Flüchtlinge weggebracht werden könnten. Es stehe noch nicht fest, welche Transportkapazitäten zur Verfügung stünden. Auch ist laut Polizei noch nicht klar, wohin die Flüchtlinge gebracht werden sollen.
07:18 | Die_Primel

#marchofhope @KlausSchwertner: 7:05 Flüchtlinge - Rund 4.700 Personen in #Nickelsdorf

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