10.500 Flüchtlinge Montagvormittag in Österreich

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Die Flüchtlingskrise reißt nicht ab.
Die Flüchtlingskrise reißt nicht ab. - © APA
Die Flüchtlingskrise war auch im Wahlverhalten bei der OÖ-Wahl vom Sonntag das bestimmende Thema. VIENNA.at berichtet auch am Montag live von den aktuellen Ereignissen.

Am Montagvormittag haben sich rund 10.500 Flüchtlinge in Österreich befunden. “8.000 Menschen haben in betreuten Quartieren übernachtet”, sagte Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) zur APA. “Wir gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Tagen die Zahl der nach Österreich kommenden Menschen weiter gering sein wird”, erklärte Foitik.

Die aktuell rückläufigen Zahlen ergeben sich dadurch, “dass gestern weniger Menschen nach Österreich gekommen sind als in den vorangegangenen Tagen und dass mehr als bisher ihre Reise nach Deutschland fortsetzten konnten”, erläuterte der Bundesrettungskommandant.

Lage derzeit ruhig

Eher ruhig soll es daher auch bis Mitte der Woche bleiben. “Wir wissen von den Kollegen, dass etwa auch in Kroatien die Zahlen zurückgegangen sind”, erklärte Foitik. “Es kommen aber nach wie vor etwa 7.000 Flüchtlinge pro Tag in Griechenland an, sie werden ihren Weg weiter fortsetzten”, sagte Foitik. Daher werde es auch “wieder Tage mit höheren Zahlen ankommender Menschen geben”.

Ruhig war die Lage zu Wochenbeginn auch in Wien. Nachdem in der Nacht rund 5.700 Betten in Notquartieren in der Bundeshauptstadt belegt waren, befanden sich am Vormittag rund 1.000 Personen auf dem Haupt- und Westbahnhof. “Sie werden laufend mit Sonderzügen der ÖBB Richtung Westen gebracht”, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA.

Der Ticker vom Montag zum Nachlesen:

Flüchtlingskrise: Liveticker am Montag
19:37 | jschindl

Ärzte ohne Grenzen retteten vor Libyen 373 Personen: Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat am Montag bei mehreren Rettungseinsätzen vor der libyschen Küste 373 Flüchtlinge an Bord des Schiffes "Dignity One" genommen. Wie ein MSF-Sprecher sagte, wurden die geretteten Flüchtlinge, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, nach Italien gebracht.
19:35 | jschindl

Drei Flüchtlinge auf dem Weg zur Komoreninsel Mayotte gestorben: Bei ihrer Flucht auf die zu Frankreich gehörende Komoreninsel Mayotte sind drei Menschen ums Leben gekommen. Die Flüchtlinge starben, als ein mit 29 Menschen besetztes Motorboot am Montag bei der vor Mayotte gelegenen Insel Petite-Terre kenterte, wie die Regionalzeitung "Le Journal de Mayotte" berichtete.
19:33 | jschindl

Abmachung mit Deutschland zu Sonderzügen bald aus? Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Wochenende mit seiner deutschen Amtskollegin Angela Merkel in Sachen Flüchtlingsproblematik telefoniert. Das bestätigte Faymanns Sprecherin Susanna Enk der APA am Montagabend. Dass eine Abmachung zum Transport von Flüchtlingen nach Deutschland bald auslaufen werde, wie "Die Presse" in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, bestätigte Enk allerdings nicht.
18:51 | jschindl

Slowenien stellt sich auf einen neuen möglichen Flüchtlingszustrom ein: Die Möglichkeit, dass Ungarn seine Grenze zu Kroatien schließt, sei "offen", sagte Innenministerin Vesna Gjörkös Znidar am Montag bei einer Pressekonferenz in Ljubljana. Sollte diese Maßnahme ergriffen werden, werde man Ljubljana aber rechtzeitig informieren, so laute eine Vereinbarung der Innenminister der beiden Länder.
18:21 | jschindl

Bisher 3.700 Grenzübertritte am Montag in Nickelsdorf: Am Montag haben laut Polizeiangaben seit Mitternacht rund 3.700 Flüchtlinge bei Nickelsdorf die österreichische Grenze überschritten. Damit sei die Zahl seit der Mittagszeit unverändert, so Polizeisprecher Helmut Marban gegen 17.30 Uhr zur APA. Inzwischen seien alle bereits abtransportiert worden bzw. weitergereist.
18:09 | jschindl

ÖVP weist Bodenseer-Vorschlag zurück: Die von Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer geforderte Solidarabgabe aller Österreicher zur Deckung der Flüchtlingskosten stößt in der ÖVP auf Widerstand. Sowohl aus der Bundespartei als auch aus Tirol kam am Montag Ablehnung.
18:03 | jschindl

17:53 | jschindl

Deutsche Welle bietet Online-Portal für Asylsuchende an: Die Deutsche Welle hat Online-Sonderseiten für Flüchtlinge freigeschaltet. Wie der Sender am Montag in Berlin mitteilte, soll das mehrsprachige Multimedia-Angebot Asylsuchenden den Start in Deutschland erleichtern. Zugleich wird damit ein direkter Zugang zu schon länger angebotenen Sprachkursangeboten eingerichtet.
17:44 | jschindl

Ungarns Regierung profitiert in Umfragen von Krise: Der harte Kurs in der Flüchtlingskrise bringt dem ungarischen Premier Victor Orban international zwar wenig Freunde, holt seine Partei im eigenen Land aber aus dem Popularitätstief. Orbans rechtskonservative Fidesz legt in einer Umfrage des Instituts "Nezöpont" in den vergangenen vier Wochen fünf Prozentpunkte zu, wie die Nachrichtenagentur MTI berichtet.
17:31 | jschindl

Tausende Sicherheitsleute bewachen Heime in Deutschland: Angesichts der zahlreichen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland hat der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) davor gewarnt, beim Schutz der Heime zu sparen. "Ein Sicherheitsmitarbeiter auf weit über 100 Flüchtlinge - diese Rechnung kann nicht sicher sein", erklärte Verbandspräsident Gregor Lehnert am Montag in Berlin.
17:08 | jschindl

Brasiliens Präsidentin - Freizügigkeit für Flüchtlinge: Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat als Konsequenz aus der Flüchtlingskrise Freizügigkeit für alle Menschen gefordert. "In einer Welt, in der Waren, Geld und Daten frei ausgetauscht werden, ist es absurd, den Strom von Menschen aufzuhalten", sagte Rousseff am Montag vor der UNO-Vollversammlung in New York.
16:55 | jschindl

Vorbereitungen auf Winter entlang Balkanroute laufen: Entlang der Balkanroute der Flüchtlinge nach Zentraleuropa haben die Vorbereitungen für den Winter begonnen. An der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland begannen die Behörden in Gevgelija mit dem Bau einer ersten Baracke als Aufnahmezentrum, nachdem dort bisher nur Zelte gestanden waren, wie AFP-Journalisten am Montag berichteten.
16:39 | jschindl

Mehr als 100.000 kamen seit Juni durch Mazedonien: In den vergangenen drei Monaten haben laut Polizeiangaben mehr als 100.000 Flüchtlinge Montenegro durchquert. Zwei Drittel davon waren Syrer, die vor dem blutigen Bürgerkrieg in ihrer Heimat geflohen sind, berichtete die Tageszeitung "Utrinski vesnik" am Montag auf ihrem Internetportal. Allein am Sonntag trafen erneut rund 1.600 Menschen in Gevgelija an der Grenze zu Griechenland ein.
16:30 | jschindl

Zelt für 160 Personen bei Grenze Freilassing geplant: Stadt und Land Salzburg setzen nun gemeinsam konkrete Maßnahmen, um die Versorgung der Flüchtlinge an der Grenze zu Freilassing (Bayern) zu verbessern und einen "geordneteren" Grenzübertritt zu ermöglichen. Geplant ist auch ein Zelt für 160 Personen auf dem Areal, wo die Lastwagen vom Zoll abgefertigt werden. Das Zollamt soll vorübergehend in die Nähe des Flughafens übersiedeln.
16:19 | jschindl

Deutsche Regierung legt fünf Milliarden Euro beiseite: Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise legt die deutsche Bundesregierung in diesem Jahr fünf Milliarden Euro auf die hohe Kante. Das Geld soll 2016 zur Finanzierung der Mehrausgaben von Ländern und Kommunen zur Verfügung stehen, wie aus dem Entwurf für einen Nachtrags-Haushalt hervorgeht, der Reuters am Montag in Berlin vorlag.
16:18 | jschindl

16:11 | jschindl

Ban fordert von Europa mehr Engagement: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat ein größeres Engagement Europas für die Flüchtlinge gefordert. "Ich dränge Europa, mehr zu tun. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Europa, dass die Hilfe der Welt suchte", sagte Ban am Montag zum Beginn der jährlichen Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
16:03 | jschindl

Experten in Salzburg für Aufnahmezentren an EU-Grenzen: Es brauche dringend sichere Anlaufstellen an der Schwelle zur Europäischen Union, um dort effektive Aufnahmeverfahren für die schutzsuchenden Menschen durchzuführen. Darüber waren sich die Experten der 11. Konferenz Europäischer Regionen und Städte, die derzeit in Salzburg stattfindet, einig.
15:58 | jschindl

Verteilerquartiere - Asylwerber in Transitquartieren: Ein Sprecher des Innenministeriums hat Montagnachmittag der APA bestätigt, dass die Verteilerquartiere derzeit voll ausgelastet seien. Die Antragsteller würden daher mitunter auch in (eigentlich für durchreisende Flüchtlinge vorgesehene) Transitquartieren untergebracht, erklärte Alexander Markovits.
15:54 | jschindl

USA warnen auf OSZE-Konferenz vor rassistischer Gewalt: Bei einer OSZE-Menschenrechtskonferenz in Warschau haben die USA vor einer Zunahme fremdenfeindlicher Gewalt gegen Zuwanderer gewarnt. Der US-Delegationsleiter David Kramer verwies am Montag darauf, wie sein Land von Migranten profitiert habe. "Die USA wären ohne Einwanderer nicht das Land, dass sie heute sind", sagte er auf der Veranstaltung der OSZE, der 57 Staaten angehören.
15:40 | jschindl

15:36 | jschindl

Rechtsextreme Politiker besuchten deutsches Heim: Erstmals haben in Deutschland Abgeordnete der rechtsextremen NPD offiziell ein Flüchtlingsheim besuchen dürfen. Der von der NPD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern im Landtag gerichtlich erzwungene Besuch sei eine reine Propaganda-Aktion gewesen, kritisierte der sozialdemokratische Fraktionschef Norbert Nieszery am Montag nach dem Rundgang durch die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Horst.
15:32 | jschindl

Steigende Zahl von Übergriffen auf deutsche Heime: Die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland nehmen weiter deutlich zu. Die Polizei zählte im laufenden Jahr bis zum 21. September landesweit 437 Übergriffe auf Asylunterkünfte, wie das Bundeskriminalamt am Montag auf dpa-Anfrage in Wiesbaden mitteilte. Im gesamten vergangenen Jahr waren es etwa 200 Delikte gewesen.
15:26 | jschindl

Festival-Ort und Flüchtlings-Unterkunft: "urbanize!" in Wien: "Do It Together" lautet das Motto des am 2. Oktober startenden Festivals "urbanize!" in Wien. In den vergangenen Wochen hat dieses Thema die Festivalmacher vor ganz neue Herausforderungen gestellt: Die leer stehende ehemalige Finanzlandesdirektion in der Vorderen Zollamtsstraße in Wien-Landstraße, in deren Erdgeschoß das Festival geplant war, wurde zum Notquartier für Flüchtlinge umfunktioniert.
15:19 | jschindl

Starke FPÖ-Gemeinden kaum mit Flüchtlingsquartieren: Ärger über den Umgang der Politik mit der Flüchtlingskrise war für viele FPÖ-Wähler in Oberösterreich ein Motor. Doch gerade in den blauen Hochburgen kann dieses Gefühl kaum auf persönlichen Erfahrungen beruhen, sind dort doch nur vereinzelt Flüchtlinge untergebracht. Dies zeigt eine Auswertung der ORF-Grafik über die Asyl-Betreuungsquoten in den Gemeinden.
15:12 | jschindl

15:00 | jschindl

Innsbruck stellt rund 350 neue Plätze bereit: Die Stadt Innsbruck wird in den kommenden Wochen rund 350 neue Plätze für Flüchtlinge bereitstellen. Dies sagte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer ("Für Innsbruck") bei einer Pressekonferenz am Montag. Derzeit seien in der Landeshauptstadt 1.097 Flüchtlinge untergebracht. Für wenig sinnvoll hält die Stadtchefin indes Obergrenzen bei der Aufnahme von Asylwerbern.
14:49 | jschindl

Flüchtlingsgruppen nach Massenschlägerei in Deutschland getrennt: Nach der Massenschlägerei in einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Deutschland ist wieder Ruhe eingekehrt. Die beiden streitenden Gruppen wurden nach Polizeiangaben vom Montag getrennt. Etwa 100 Pakistaner wurden mit Bussen in andere Unterkünfte gebracht. Wohin genau, sagte der Polizeisprecher nicht.
14:46 | jschindl

Syrische Community will bei Dankes-Demo Blumen verteilen: "Danke Österreich" wollen am Montagabend überwiegend syrische Flüchtlinge bei einer Kundgebung in Wien sagen. Der Organisator, Josef Alyamani, ist vor 2008 selbst aus Syrien geflüchtet. "Ich weiß, wie schwierig das ist", sagt er zur APA. "Wir wollen zeigen, dass wir Österreich dankbar sind." Daher wollen die Teilnehmer auch Blumen verteilen und die Bundeshymne singen.
14:27 | jschindl

Seniorenvertreter befürworten Asyl auf Zeit: Die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP befürworten die Pläne der Regierung für Asyl auf Zeit. Geklärt werden müsse aber vor allem die Frage des Familiennachzugs, sagten die Vorsitzenden des Seniorenrats, Karl Blecha (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP), bei einer Pressekonferenz am Montag. Gleichzeitig boten sie Hilfe bei der Integration von Flüchtlingen an.
14:07 | jschindl

Neues Transitquartier in Wieselburg: In Niederösterreich entsteht auf dem Areal der Messe Wieselburg (Bezirk Scheibbs) ein neues Transitquartier für Flüchtlinge. Es soll bereits am Dienstagnachmittag bezugsfertig sein und 400 Menschen Platz bieten, teilten das Büro des zuständigen Landesrates Maurice Androsch (SPÖ) und das Rote Kreuz NÖ am Montag auf Anfrage mit. Den Aufbau der Unterkunft unterstützten 50 Soldaten des Bundesheeres.
13:56 | jschindl

Tirols WK-Präsident fordert Solidarabgabe: Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer fordert eine Solidarabgabe aller Österreicher, um die notwendigen Ausgaben für die Integration der Flüchtlinge abgelten zu können. "Jeder Österreicher ist gefordert. Die finanzielle Last darf nicht nur auf den Unternehmen und auf der Wirtschaft hängen bleiben", meinte Bodenseer am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.
13:36 | jschindl

Davutoglu schlägt EU Bau riesiger Lager in Syrien vor: Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise schlägt die Türkei der Europäischen Union den Bau riesiger Flüchtlingslager in Syrien vor. Drei Containerstädte für jeweils 300.000 Menschen seien möglich, sagte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu laut Medienberichten vom Montag vor türkischen Journalisten am Sitz der Vereinten Nationen in New York.
13:28 | jschindl

Etwas weniger Ankünfte am Sonntag in Ungarn: Der anhaltende Flüchtlingsstrom nach Ungarn hat am Wochenende etwas nachgelassen. Laut Angaben der Polizei trafen insgesamt 6.627 Flüchtlinge am Sonntag in Ungarn ein. Die überwiegende Mehrheit kommt weiter über Kroatien in das Land: 6.428 Menschen kamen über die kroatisch-ungarische Grenze, der Rest über die serbisch-ungarische Grenze nach Ungarn.
13:20 | jschindl

Kinder und Frauen werden Sonntagabend vom Westbahnhof zu Notunterkünften gebracht (Fotos: Leserreporter Jenny B.)



13:10 | jschindl

Papst: "Mauern sind nie Lösungen": Papst Franziskus hat den Bau von Mauern und Zäunen in Europa zur Abschreckung von Flüchtlingen als destruktiv kritisiert. "Mauern sind nie Lösungen. Das Problem bleibt, aber es bleibt mit mehr Hass", sagte der Papst auf dem Rückflug von seinem neuntägigen Besuch in Kuba und den USA nach Rom in der Nacht zum Montag.
13:04 | David Mayr

Verteilerzentren voll - FPÖ tobt: Die mit viel Vorschusslorbeeren gestarteten Verteilerzentren zur Flüchtlingsbetreuung sind voll. Neue Asylwerber finden in ihnen keinen Platz, sondern sollen sich anderswo für ihr Verfahren zur Verfügung halten, geht aus einem Aktenstück des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl von vergangener Woche hervor, das FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Montag öffentlich gemacht hat. In der dem Aktenstück beiliegenden "Information für Asylwerber" heißt es: "Aus gegebenem Anlass wird darauf hingewiesen, dass es derzeit nicht möglich ist, Ihnen einen Betreuungsplatz in einem der Verteilungsquartiere des Bundes zuzuteilen." Von der Ermöglichung der kostenlosen Anreise in eine Betreuungseinrichtung des Bundes oder der Vorführung der Person in einer Erstaufnahmestelle werde daher vorerst Abstand genommen.
12:30 | David Mayr

Mehr als 1.200 Menschen in steirischen Notquartieren: Während die Lage an der steirisch-slowenischen Grenze am Montagvormittag weiterhin ruhig war, hat das Rote Kreuz über 1.200 Flüchtlinge in den beiden Notquartieren in Graz und Feldkirchen versorgt. Sie waren von burgenländischen Grenzübergängen in die Grüne Mark gebracht worden. Die Polizei hatte keine Grenzübertritte in die Steiermark verzeichnet, es würden auch am Montag keine erwartet, hieß es.
12:06 | David Mayr

Weniger Flüchtlinge als in den vergangenen Tagen: Am Montagvormittag haben sich rund 10.500 Flüchtlinge in Österreich befunden. "8.000 Menschen haben in betreuten Quartieren übernachtet", sagte Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) zur APA. "Wir gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Tagen die Zahl der nach Österreich kommenden Menschen weiter gering sein wird", erklärte Foitik. Die aktuell rückläufigen Zahlen ergeben sich dadurch, "dass gestern weniger Menschen nach Österreich gekommen sind als in den vorangegangenen Tagen und dass mehr als bisher ihre Reise nach Deutschland fortsetzten konnten", erläuterte der Bundesrettungskommandant.
11:44 | David Mayr

Scharfe Kritik aus Prag an Merkel: Der tschechische Vizepremier und Finanzminister Andrej Babis hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen deren Flüchtlingspolitik mit scharfen Worten kritisiert. Merkel sei schuld an der aktuellen Flüchtlingskrise, weil sie "alle Syrer nach Deutschland eingeladen" habe, erklärte Babis am Sonntag im tschechischen TV-Kanal "Prima". "Deutschland begeht ökonomischen Selbstmord in Live-Übertragung (...) Falls sie (Merkel, Anm.) die deutsche Wirtschaft vernichten will, soll sie es weiter so machen", erklärte der populäre Milliardär und Chef der populistischen Protestpartei ANO. "Frau Merkel will überall Syrer haben, sodass alle Araber jetzt Syrer geworden sind", so Babis weiter.
11:43 | David Mayr

EU-Sozialminister beraten Auswirkungen auf Arbeitsmarkt: Die Flüchtlingskrise beschäftigt Montag kommender Woche auch die EU-Sozialminister. Beim Beschäftigungsrat in Luxemburg geht es um die "Auswirkungen der Flüchtlingsfrage auf die Beschäftigungsmärkte und die Sozialpolitik". Außerdem stehen eine Debatte über die Integration von Langzeitarbeitslosen sowie ein Bericht über die Einkommen von Pensionisten auf der Tagesordnung. Konkret geht es dabei um "Garantien für Pensionisten über entsprechende Einkommen in einer alternden Gesellschaft". Dabei wird vor allem auf die in manchen EU-Staaten immer stärker auseinanderklaffenden Pensionshöhen von Frauen und Männern verwiesen. Generell dürften die Ausgaben für Pensionen aus dem öffentlichen Haushalt bis 2060 nicht höher sein als heute.
11:11 | David Mayr

Sonderzüge nach Deutschland fahren weiterhin: Die Sonderzüge für Flüchtlinge von Salzburg nach Deutschland fahren - wie Sonntagabend seitens des deutschen Innenministeriums angekündigt - vorerst weiter. Am Montagvormittag wurde begonnen, rund 400 Menschen in eine Garnitur einsteigen zu lassen, die dann Richtung Deutschland ausfahren soll, teilte die Stadt Salzburg kurz vor 11.00 Uhr mit. Bereits am Sonntagabend hatte noch ein Zug den Hauptbahnhof mit rund 400 Reisenden verlassen. Die zum Notquartier umfunktionierte Bahnhofsgarage konnte dadurch geleert werden, einige Dutzend Menschen verbrachten die Nacht im Bahnhofsgebäude. Heute Vormittag wird die Garage wie bereits seit längerem geplant gründlich gereinigt und desinfiziert. Sie wird dann etwa ab 22.00 Uhr wieder für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stehen.
10:51 | David Mayr

12.000 kamen über das Wochenende in Kroatien an: In Kroatien sind über das Wochenende insgesamt 12.000 Flüchtlinge angekommen, davon rund 5.000 am Sonntag. Seitdem sich vor zwölf Tagen die Flüchtlingsroute wegen der Schließung der ungarisch-serbischen Grenze nach Kroatien verlagerte, wurden in dem Land 77.000 Flüchtlinge gezählt, teilte das Innenministerium am Montag mit. Fast alle haben das Land bereits wieder verlassen. Aus dem Aufnahmezentrum in Opatovac werden die Menschen weiter kontinuierlich mit Bussen und Zügen an die ungarische Grenze gebracht. In dem Transitlager an der kroatisch-serbischen Grenze befanden sich am Montagmorgen noch rund 1.000 Menschen, hieß es.
10:19 | David Mayr

Vergleichsweise ruhige Nacht in Oberösterreich: Die vergangene Nacht verlief den Hilfseinsatz für Flüchtlinge betreffend vergleichsweise ruhiger. Das gab das Rote Kreuz Oberösterreich am Montag bekannt. Demnach hat die Hilfsorganisation 1.650 Menschen betreut. Die Kapazitäten sollen aber weiterhin aufrechterhalten werden. "Wir rechnen auch weiterhin jede Nacht mit einer Vollbelegung", stellte Stefan Neubauer vom Landesverband Oberösterreich fest. Material- sowie Personalplanungen seien bereits bis Mitte Oktober vorgenommen worden.
10:09 | David Mayr

Seit Jahresbeginn mehr als 200.000 Flüchtlinge: Seit Jahresbeginn haben bereits mehr als 200.000 Flüchtlinge Serbien passiert, schätzt das Belgrader Zentrum für Asylhilfe. Fast 140.000 davon haben Asylanträge gestellt. Praktisch alle zogen aber Richtung EU weiter. Der Flüchtlingsansturm wird auch weiterhin anhalten, auch wenn in den vergangenen Tagen täglich nur mehr rund 1.000 Flüchtlinge im südserbischen Presevo eintrafen, erklärte der Leiter der NGO Rados Djurovic am Montag gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS. Zuvor waren jeden Tag rund 4.000 Menschen eingetroffen. Serbien würden schwierige Zeiten bevorstehen, warnte Djurovic. Er befürchte einen erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen, wobei Serbien "einfach keine Kapazitäten für ihre dauerhafte Aufnahme" besitze. Die Hilfsorganisation warnt auch vor den sich verschlechternden Witterungsverhältnisse. Die Kälte setze den Flüchtlingen bereits zu und es seien sehr viele Kinder unter ihnen, so Djurovic.
07:49 | David Mayr

Rund 8.400 Grenzübertritte im Burgenland am Sonntag: Rund 8.400 Flüchtlinge sind am Sonntag im Burgenland eingetroffen. Das teilte die Landespolizeidirektion auf APA-Anfrage mit. Davon kam wieder die überwiegende Mehrheit, nämlich rund 8.000, am Grenzübergang Nickelsdorf an. Etwa 300 Menschen überschritten die Grenze bei Heiligenkreuz, 100 wurden im Hinterland aufgegriffen. Der Flüchtlingszustrom reißt auch am Montag nicht ab. Seit Mitternacht sind bis 6.00 Uhr fast 2.000 Personen im Burgenland angekommen, davon etwa 1.900 in Nickelsdorf und 90 in Heiligenkreuz.

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