Kleines Glücksspiel in Wien: Eigene Gastro-Konzessionen angedacht

Für die Gastronomie könnte es eigene Spielautomaten geben
Für die Gastronomie könnte es eigene Spielautomaten geben - © dpa (Sujet)
Peter Dobcak, der Fachgruppenobmann für Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer, will das Urteil des Verfassungsgerichtshofes zum Verbot des Kleinen Glücksspiels in Wien als “Neuanfang” begreifen.

Es sei eine Gelegenheit, eigene Gastronomie-Konzessionen für Automaten zu entwerfen, erklärte Dobcak am Donnerstag.

Glücksspiel-Verbot oft Aus für Lokal

Denn für viele Wirte habe das Verbot des Kleinen Glücksspiels auch das Aus für das Lokal bedeutet. “Es geht um die Interessen des Spielerschutzes, aber gleichzeitig auch um das Überleben der Gastronomen”, erklärte der Fachgruppenobmann. Der beste Spielerschutz sei aber ohnehin der Gästeschutz, betonte Dobcak. Denn Gastronomen würden ihre Gäste kennen – und sie gegebenenfalls auch vom übermäßigen Spielen abhalten, zeigte er sich überzeugt.

Automaten mit Limit als Gastro-Variante

Natürlich müsse es dafür eigens adaptierte Automaten geben, die etwa begrenzte Einsatz- und Gewinnsummen sowie eine limitierte Spielzeit aufweisen würden. Auch Verdoppelungstasten und ähnliche Einrichtungen, die hohe Einsätze in kurzer Zeit erlauben, soll es in der Gastro-Variante nicht geben.

“Das Hauptaugenmerk muss aber auf der Gastronomie liegen”, so der Fachgruppenobmann. Deshalb soll es pro Lokal auch maximal zwei Automaten geben. Derzeit werde die eigene Gastro-Konzession jedenfalls einmal kammerintern geprüft, dann werde man weitere Schritte setzen.

(apa/red)

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