Kleiner Fuchs verfing sich in Mödling in Fußballtor: OP für “Robert Almer”

Der kleine Fuchs brauchte eine OP
Der kleine Fuchs brauchte eine OP - © WTV
Kleines Wildtier in großer Not: Am Dienstagnachmittag kümmerte sich der Wiener Tierschutzverein (WTV) um einen ganz besonderen Patienten. Ein junges Fuchsmännchen hatte sich in einem Privatgarten in Mödling mit den Beinen im Netz eines Kinderfußballtores verfangen.

Das Wildtier konnte sich aus eigener Kraft nicht daraus befreien. Die umsichtigen Hausbesitzer alarmierten umgehend die Feuerwehr Mödling, die das Tier aus dem Netz befreite und ins Wiener Tierschutzhaus nach Vösendorf brachte.

Kleiner Fuchs brauchte OP: Zehe amputiert

Dort wurde das völlig entkräftete Jungtier gründlich untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich das auf rund vier Monate geschätzte Tier (es hat noch seine Milchzähne) beim Befreiungskampf einen Teil eines Zehs an einer Hinterpfote abgerissen hatte. Bei der nachfolgenden Operation wurde die Zehe amputiert und die Wunde fachmännisch versorgt.

Besondere Rücksicht nahm der behandelnde WTV-Tierarzt dabei auf die Tatsache, dass es sich um ein Wildtier handelt. So wurden dem Fuchs Depot-Antibiotika verabreicht und selbstauflösende Nähte verwendet, um dem Tier jeden weiteren menschlichen Kontakt zu ersparen. Denn: Gerade bei Wildtieren ist so wenig Kontakt von Menschenhand wie nur möglich wichtig, da diese dadurch ihre natürliche Scheu, die überlebenswichtig ist, verlieren können.

Fuchs “Robert Almer” wird wieder genesen

Der Tiermediziner geht davon aus, dass der Fuchs wieder ganz gesund wird und der fehlende Zeh auch seine Laufleistung nicht beeinträchtigt. Kommt die medizinische Freigabe, so kann das Tier in rund zwei Wochen wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Bis dahin wird der Fuchs, der leicht abgemagert ist, vom WTV-Pflegepersonal noch ordentlich aufgepäppelt.

Aufgrund seiner Fundumstände und der Tatsache, dass auch im WTV schon das EURO-Fieber ausgebrochen zu sein scheint, wurde das Tier nach ÖFB-Teamkeeper Robert Almer benannt. Vielleicht ein gutes Omen: Auch sein menschlicher Namensgeber laborierte vor einiger Zeit an einer Verletzung am Bein, genauer gesagt am Knie und ist mittlerweile wieder topfit.

>>Der kleine Fuchs am OP-Tisch

 

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