Juwelier-Überfall bei Kornmesser: Die Täter waren organisiert

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Hier passierte der wüste Überfall in der City
Hier passierte der wüste Überfall in der City - © APA/Herbert Pfarrhofer
Keine Amateure waren beim Überfall auf den Wiener Nobeljuwelier Kornmesser am Werk. Während sich zwei Mann mit vorgehaltener Pistole den Safe öffnen ließen, stand ein dritter vor der Tür Schmiere.

Es war fast genau 12 Uhr, als die beiden Männer den Nobeljuwelier am Graben betraten. Das Timing war perfekt: Denn die Security hatte gerade die Position gewechselt und war zu einem anderen Juwelier unterwegs. Abgesprochen war die Aktion offensichtlich mittels Bluetooth-Headsets, die zumindest die beiden Täter im Kornmesser-Verkaufsraum in den Ohren hatten. Das schreibt die Tageszeitung ‘Österreich’. 

Sofort zogen sie Pistolen und bedrohten einen Angestellten (19) – Jonas Kornmesser, den Neffen des Eigentümers – in englischer Sprache. Einer der beiden schlug dem Opfer dann mit der Pistole über den Kopf und der junge Mann wurde in die hinteren Räumlichkeiten gezerrt. Dort raubten die Männer den Tresor aus, schlugen Vitrinen ein und stahlen Bargeld und Schmuck. Danach flüchteten sie aus dem Geschäftslokal.

Koordinierte Aktion in beiden Räumen

Während einer der unmaskierten Täter den jungen Angestellten zwang, den Tresor im Hinterzimmer zu öffnen, machte sich der andere im Verkaufsraum ans Werk: Er zertrümmerte Vitrinen, riss sämtliche Schmuckstücke an sich. Auch die Halskette für Hollywood-Sternchen Eva Longoria befindet sich unter der Beute.

Dem Opfer gelang es noch, den Alarmknopf zu drücken. Doch da waren die Gangster schon über alle Berge, zu Fuß ins Getümmel der City abgetaucht.

Sechsstelliger Schaden bei Juwelier Kornmesser

“Sechsstellig” beziffert Eigentümer Ernst Klimitsch den Schaden. Deshalb hat er ein Kopfgeld ausgesetzt: 50.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der drei Täter.

Täterbeschreibung

Beide Täter sind ca. 25 Jahre alt und ca. 175 cm groß, schlank bzw. athletisch gebaut; beide hatten Headsets im Ohr. Erste Erhebungen haben ergeben, dass ein dritter Täter vor dem Geschäftslokal “Schmiere” stand. Die Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Wien (Gruppe Fichtenbauer / Obstlt. Klug) sind intensiv im Gange.

So sehen die Täter aus

So sehen die Täter aus ©

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