Interview mit Johann Sebastian Bass vor dem Electric Spring Festival

Von Sarah van den Berg
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Johann Sebastian Bass treten beim 1. Electric Spring Festival auf.
Johann Sebastian Bass treten beim 1. Electric Spring Festival auf. - © APA
“Solange der Bass basst”, würden sie überall auftreten, meinen die Bandmitglieder von Johann Sebastian Bass. Im Interview vor dem Electric Spring Festival berichten sie, dass ihr Konzertkalender “voller und voller” wird und 2015 in Sachen Live-Auftritte das Jahr des größten Erfolgs in der Bandgeschichte ist.

VIENNA.at: 2015 scheint für Wien das Jahr der neuen Festivals zu sein: Mit dem Electric Spring Festival gibt es jetzt auch ein Festival für elektronische Musik bei freiem Eintritt. Hat so eine Veranstaltung eurer Meinung nach noch gefehlt?

Johann Sebastian Bass: Diese Kombination ist ausgesprochen wohlklingend und als wir die Möglichkeit erhielten beim Electric Spring zu konzertieren, hüpften unsere Perücken vor Freude. Es kann gar nicht genug Festivals dieser Art geben!

Gleich bei der ersten Ausgabe des neuen Festivals habt ihr einen ganz prominenten Platz im Timetable bekommen – ist 2015 auch das Jahr des größten Erfolgs in eurer Bandgeschichte?

Was unsere Live-Auftritte betrifft definitiv, worüber wir sehr dankbar sind. Was unser kreatives Schaffen betrifft war bisher 2014 mit der Fertigstellung unseres ersten Albums unser prägendes Jahr. Aber die Finger jucken bereits wieder und wir werden noch in diesem Jahr das Notenpapier und die Feder zücken, um an unserem nächsten Album zu arbeiten.

Gibt es beim Festival einen Act, auf den ihr euch besonders freut und den ich euch anschauen/ anhören werdet?

Das Line-Up ist insgesamt bezaubernd und an den drei Tagen spielen einige Freunde von uns. Wir werden am Donnerstag und Freitag versuchen so viel wie möglich zu sehen, aber am Samstag geht es bereits mit der Kutsche weiter nach St. Pölten für ein Konzert. Da verpassen wir leider das Electric Spring.

Auch Nazar, der als Coach im ESC-Vorentscheid mitgewirkt hat, ist beim Festival dabei – haltet ihr guten Kontakt oder kommt ihr aus zu verschiedenen Musikrichtungen?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Musik verbindet und die Stilrichtung keine große Rolle spielt. Unser Brudi Nazar, der uns ja auch zum Verwechseln ähnlich sieht, ist uns sehr ans Herz gewachsen und unsere Wege werden sich bestimmt noch öfter kreuzen.

Wenn ihr bei „Wer singt für Österreich?“ gewonnen hättet, wäre jetzt vermutlich keine Zeit mehr für kleine Festivals – was überwiegt: Die Freude über Neues oder die Enttäuschung?

Die Enttäuschung war nicht allzu groß. Diese kleineren Festivals zu bespielen ist eine wichtige Phase für uns und wir sind sehr zufrieden über die momentane Entwicklung. Unser Konzertkalender wird voller und voller. Was gibt es schöneres für eine Musikkapelle!

Was war eigentlich anstrengender: Der ESC-Vorentscheid oder eure „Zeitreise“?

Der Vorentscheid war ein Spaziergang im Vergleich zur Zeitreise. Auch der anfängliche Schock über die Zeit in der wir gelandet sind, saß sehr tief. Aber das legte sich bald als wir auf unserem ersten Elektrocembalo spielten durften und wir genießen mittlerweile das 3. Jahrtausend in vollen Zügen. Wir haben ein Riesenglück in diesem Land leben zu dürfen.

Glaubt ihr, dass es durch größere Bekanntheit bald auch Nachahmer geben wird und auch andere Bands ihr Glück mit „Elektrokoko“ versuchen?

Da die Zeitmaschinen im 18. Jahrhundert noch nicht so gut funktionierten, gehen wir nicht davon aus, dass es noch einmal drei Brüder aus dem Rokoko in die Jetztzeit verschlägt. Das wäre doch eher unwahrscheinlich.

Könntet ihr euch auch vorstellen auf ganz anderen Festivals, wie zum Beispiel dem Donauinselfest, aufzutreten? Oder gibt es irgendeine Location in Wien, in der ihr schon immer einmal spielen wolltet?

Ob klein oder groß. Ob schlicht oder prunkvoll. Alles hat seinen Reiz für uns, solange der Bass basst.

Am Freitag, den 17. April 2015, treten Johann Sebastian Bass beim Electric Spring Festival im Wiener Museumsquartier auf. Der Eintritt ist frei.

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