Hungerstreik der Flüchtlinge in der Wiener Votivkirche wird fortgesetzt

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Am Mittwoch findet erneut eine Demo der Votivkirchen-Flüchtlinge statt.
Am Mittwoch findet erneut eine Demo der Votivkirchen-Flüchtlinge statt. - © APA

“Wir riskieren hier unser Leben, um die Chance auf ein besseres Leben zu erhalten”, so einer der Flüchtlinge in der Wiener Votivkirche. Sie haben angekündigt ihren Hungerstreik fortzusetzen und kritisieren die “zynische und grausame Haltung der Politik” gegenüber ihrem Protest. Für Mittwoch ist erneut ein Demonstrationszug angekündigt.

Bei einer Temperatur von drei Grad Celsius harren rund 40 Flüchtlinge, die am 24. November aus Traiskirchen nach Wien gekommen waren, noch immer in der Wiener Votivkirche aus. “We don’t fight for warm beds. We want our future. We want to do something for our live. We request from the government to give us a chance and to hear and answer to our demands”, so erklären sie ihr Anliegen in einer Aussendung am Dienstag. Sie wollen in Österreich bleiben und wünschen sich eine ernsthafte Diskussion über die Zustände in den Erstaufnahmezentren und anderen Unterkünften für Flüchtlinge. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner solle eine solche Diskussion jedoch mit den Worten “Warme Quartiere, aber keine Gespräche” abgeschmettert haben, so die Unterstützer der Flüchtlinge.

Flüchtlinge bleiben in der Votivkirche

Am Mittwoch wird die neu gewählte Präsidentin der Frauenorden Österreichs, Beatrix Mayrhofer, die Flüchtlinge in der Votivkirche besuchen. Sie kritisiert, dass mit der Räumung des Camps die Armut und Not vor den Touristen und Bürgern verborgen werden soll. “Die Sperrung der Kirche durch den Pfarrer hat genau denselben Effekt”, ergänzt eine Unterstützerin des Protests. Ebenfalls ab Mittwoch swird ein täglicher Deutsch-Intensivkurs für die Flüchtlinge angeboten.

Demo am Mittwoch geplant

Die Unterstützer des Flüchtlings-Camps in der Wiener Votivkirche haben für Mittwoch eine neue Solidaritätsdemonstration angekündigt. Der Protestzug soll um 16.00 Uhr vom Sigmund Freud Park aus starten. Bereits am vergangenen Samstag waren Hunderte Unterstützer des Flüchtlings-Camps auf die Straße gegangen. (APA/ Red.)

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