Heizen mit Süßem: “Schnitten-Heizung” in der Wiener Manner-Fabrik

Mannerschnitten-Produktion speist ab heute Abwärme vom Backen ins Fernwärmenetz ein
Mannerschnitten-Produktion speist ab heute Abwärme vom Backen ins Fernwärmenetz ein - © APA/Georg Hochmuth
So süß war ein wohlig warmes Zuhause noch nie: Die Abwärme des Backprozesses der Manner-Fabrik im 17. Wiener Gemeindebezirk wird seit heute, Montag, in das Wien-Energie-Fernwärmenetz eingespeist.

Die Schnitten-Heizung wird ein Megawatt Leistung liefern und soll 600 Haushalte in der unmittelbaren Umgebung versorgen.

Schnitten-Heizung: Paradebeispiel für innovative Energielösung

Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) drückte den Startknopf: “Die Kooperation der Wiener Traditionsunternehmen Manner und Wien Energie ist ein Paradebeispiel für innovative Energielösungen in unserer Stadt. Davon profitieren die Umwelt und die Menschen” freute sich die Politikerin. Für die Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) ist die Kooperation ein “Meilenstein”, erwartet man sich davon doch CO2-Einsparungen von 1.000 Tonnen pro Jahr.

Manner hat laut eigenen Angaben seit 2012 insgesamt 40 Mio. Euro in den Ausbau des Produktionsstandortes im 17. Bezirk investiert. Durch die Kooperation sei man jetzt “globaler Süßwarenhersteller und lokaler Energieproduzent”, so Vorstand Thomas Gratzer. Die notwendige Netzinfrastruktur für die Fernwärmeeinspeisung und den Wärmetauscher in der Fabrik hat Wien Energie auf eigene Kosten installiert. Für die Investition von insgesamt 400.000 Euro wurde eine Umweltförderung von der Stadt Wien beantragt.

(apa/red)

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