Hausverbot für Flüchtlinge in Hallenbad im Bezirk Korneuburg

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In einem Hallenbad im Bezirk Korneuburg haben Asylwerber ohne Begleitung keinen Zutritt mehr
In einem Hallenbad im Bezirk Korneuburg haben Asylwerber ohne Begleitung keinen Zutritt mehr - © APA (Symbolbild)
Für einigen Wirbel sorgte ein offizieller Beschluss, den ein Hallenbad im Bisamberg im Bezirk Korneuburg bekanntgab. Asylwerber, die ohne Betreuer unterwegs sind, haben dort seit Kurzem Hausverbot.

Wie ORF.at berichtete, erließ das Florian-Berndl-Bad in Bisamberg (Bezirk Korneuburg) das Hausverbot für unbegleitete Flüchtlinge aufgrund eines Vorfalles vom Donnerstag, bei dem es zu einem Verstoß gegen die Hausordnung gekommen war.

Asylwerber lärmten laut Polizei im Bad in Bisamberg

Wie VIENNA.at im Gespräch mit Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion NÖ in Erfahrung brachte, soll sich der Vorfall folgendermaßen abgespielt haben: Am Donnerstagabend seien acht Asylwerber aus Afghanistan in dem Bad gewesen und dort negativ aufgefallen, indem sie lärmten und wiederholt vom Rand ins Becken sprangen, was laut Hausordnung des Bades verboten ist. Einer der Männer sei auch in der Frauen-Umkleidekabine angetroffen worden, so Baumschlager. Deshalb seien die Männer aus dem Hallenbad verwiesen worden.

Flüchtling hatte sich in die Damenkabine verlaufen

Gegenüber der Polizei habe der betreffende Mann angegeben, sich in die Damenkabinen lediglich “vergangen” zu haben, wie der Polizeisprecher ausführte. Es sei zu keinerlei sexuellen oder sonstwie strafbaren Übergriffen gekommen und liege daher kein polizeilich relevanter Vorfall vor. Auch Anzeige sei nicht erstattet worden. Baumschlager zufolge habe das Bad daraufhin das Hausverbot verhängt und kontrolliere nun mittels am Eingang positionierter Securitys, dass keine Asylwerber ohne Begleitung mehr das Bad betreten würden.

Hausverbot gegen Flüchtlinge im Hallenbad verhängt

Seitens der Gemeinde Korneuburg, die das Bad gemeinsam mit der Gemeinde Bisamberg betreibt, wurde berichtet, dass es sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art gehandelt habe und man nun im Gespräch mit der vor Ort Flüchtlinge betreuenden Organisation sei, so ORF.at. Baumschlager konnte dies gegenüber VIENNA.at nicht bestätigen, verwies aber auf einen angeblich ähnlich gelagerten Fall im städtischen Hallenbad in Wien-Hietzing. Pressesprecher Patrick Maierhofer von der Wiener Polizei konnte dies auf Anfrage von VIENNA.at nicht bestätigen. Einen polizeilich relevanten Vorfall habe es im Hietzinger Bad nicht gegeben.

Bis auf weiteres bleibt es aber für Flüchtlinge ohne Betreuer bei dem Hausverbot im Hallenbad in Korneuburg.

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