Grüne wollen Schwarz-Blau in Oberösterreich verhindern

Grüne wollen Schwarz-Blau in Oberösterreich verhindern.
Grüne wollen Schwarz-Blau in Oberösterreich verhindern. - © APA
Bei der wahlparty der oberösterreichischen Grünen in Linz wurde noch einmal das Ziel der Wahl verkündet: Schwarz-Blau verhindern. “Wir werden mit aller Kraft die blauen Raubritter verhindern”, sagte Bundesparteichefin Eva Glawischnig vor Hunderten Anhängern und Funktionären.

Die Stimmung am Ufer der Donau war bei freundlichem Herbstwetter ausgelassen. Es gab neben Essen und Getränken auch Wahlutensilien wir grüne Sonnenbrillen, grüne Fahnen und grüne Schokoherzen. Zur Dekoration wurden die Plakate aus dem Wahlkampf aufgestellt. Auch die bösen Gen-Monster-Paprika dienten in Form von aufblasbaren Figuren als Deko. Für Partystimmung sorgen am Beginn französische Chanson-Klänge und nach den politischen Reden die Band “Kommando Elefant”.

Grüne erwarten gutes Ergebnis bei OÖ-Wahl

Die Grünen würden am Sonntag ein viel besseres Ergebnis haben als vorausgesagt. “Ich weiß das, weil am Ende ist alles gut, und ist nicht alles gut, dann ist das noch nicht das Ende”, sprach Glawischnig den Grünen, die um ihren Regierungssitz bangen müssen, Mut zu. “Ich bin heute da, um euch zu ermutigen und euch Energie zu geben.” Man müsse verhindern, dass die FPÖ in Regierungsverantwortung komme. Denn was dabei herauskomme, habe man in Kärnten gesehen. “Kärnten wurde zu einem Selbstbedienungsladen nach dem Motto ‘ich zuerst”.” Daher seien die “blauen Raubritter mit aller Kraft” zu verhindern, so Glawischnig.

Rudi Anschober warnt vor Schwarz-Blau

Auch Spitzenkandidat Rudi Anschober schoss sich in seiner Rede auf die FPÖ ein. In unsicheren Zeiten wie jetzt brauche es eine besonnene, ruhige Politik. Angesichts der vielen Flüchtlinge seien viele Menschen “verunsichert, schwanken zwischen Hilfsbereitschaft und Sorgen, Angst und Verunsicherung.” In solchen Zeiten brauche man keinen “unsicheren Wechsel, sondern einen klaren Kurs mit ruhiger starker Hand”. Die Flüchtlingswelle sei eine “humanitäre Herausforderung, die durch politisches Versagen massiv verschärft wurde”. Gemeinsam könne man das aber bewältigen. Er sei stolz auf die zahlreichen Unterstützer, aber es gebe auch “Hetzer, die auf dem Rücken von Menschen in Not Politik machen; und das ist erbärmlich”. Es sei auch “unerträglich”, dass die ÖVP mit diesen Menschen koalieren würde, kritisierte Anschober einmal mehr, dass Landeshauptmann Josef Pühringer eine Koalition mit den Freiheitlichen nicht ausschließt.

Am Wahlsonntag gehe es um eine Richtungsentscheidung zwischen zwei Gegensätzen, um eine Entscheidung zwischen einer Kultur des Miteinanders, der Fortführung der Energiewende, einer Bildungsoffensive und der Politik der FPÖ, die die Energiewende stoppen, Zivilvereine aushungern und Strafen für Schüler einführen wolle. “Das darf nicht die Zukunft des Landes sein.” Dabei könnten “ein paar Hundert Stimmen entscheidend sein”. “Es geht um viel und es wird knapp.” Aber “wir waren noch nie so viele, wir waren noch nie so stark”, so Anschober.

(APA)

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