Großdemo gegen Abschiebung am Samstag auf der Mariahilfer Straße

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Am ersten Adventssamstag findet eine Demo gegen Abschiebung in Wien statt
Am ersten Adventssamstag findet eine Demo gegen Abschiebung in Wien statt - © APA
Die “Plattform für eine menschliche Asylpolitik” ruft am Samstagnachmittag zu einer Demonstration gegen Abschiebung auf und wird mit mehreren tausend Teilnehmern vom Westbahnhof über die Mariahilfer Straße zum Ballhausplatz ziehen.

Am ersten Adventssamstag, dem 26. November, wird um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz von der aus 150 Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen bestehenden Plattform unter dem Motto “Gegen Abschiebung” zum demonstrieren aufgerufen.

Demo “Gegen Abschiebungen” am Samstag vom Westbahnhof zum Ballhausplatz

“Es ist ein ungeheurer Skandal, was die Regierung und die Behörden hier treiben!”, ist Plattformsprecher Michael Genner von Asyl in Not empört. “Da werden schwerstkranke und suizidgefährdete Menschen aus Spitälern gezerrt, Kinder und Jugendliche mit Polizei aus Schulklassen gerissen oder wie in Kumberg sogar mit Hubschraubern und Hundestaffeln gejagt. Diese Menschenjagd muss ein Ende haben!” Genner stellt klar, dass der Wahnsinn sofort beendet werden kann: “Österreich könnte sich jederzeit für die hier gestellten Asylanträge zuständig erklären.” Die Plattform fordert außerdem ein Rückkehrrecht für alle, die bereits abgeschoben wurden und das Recht auf neuerliche Prüfung der Aufnahme ins Asylverfahren für alle, die aus Angst vor der Polizei untergetaucht sind.

Plattform fordert auch Rückkehrrecht für Abgeschobene

Moderiert wird die Veranstaltung von Schriftstellerin Susanne Scholl. Sprechen werden betroffene Initiativen und Flüchtlinge aus Städten und Gemeinden, darunter das syrische Flüchtlingspaar Mariam und Tagleb sowie ihre Unterstützer Ewald und der neunjährige Jakob Dokter aus dem steirischen Kalwang. Jakobs Hilferuf auf Youtube hat österreichweit für Aufsehen gesorgt. Bereits am 13. November fanden in ganz Österreich Mahnwachen gegen Abschiebungen statt. Viele Initiativen aus Österreich haben bereits angekündigt, an der Demonstration sichtbar teilzunehmen. “Die Regierung kann und darf diesen Aufschrei nicht mehr ignorieren!”, so Genner abschließend.

 Verlauf der Demonstration: Die Route im Detail

Der Beginn der Demonstration ist am Sammelort Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof mit 14 Uhr geplant, ab ca. 14:30 Uhr wird sich die Protestbewegung über die Mariahilfer Straße und Babenbergerstraße auf den Ring in Richtung Burgtheater zum Josef Meinrad Platz bewegen. Die kommenden Stationen sind dann die Löwelstraße und anschließend das Bundeskanzleramt bzw. der Ballhausplatz, wo ein Ende der Versammlung mit ca. 18 Uhr angegeben wird.

Sperre des Rings ab 16 Uhr

Verkehrssperren und Verkehrsableitungen sind angesichts der Marschroute auf dieser selbst zu erwarten, auch angrenzende Straßenzügen werden kurzfristig abgeriegelt. Ab ca. 16 Uhr wird der Ring ab der Operngasse bis zum Burgtheater gesperrt. Mit Stillstand ist auf der Zweierlinie rund um Schwarzenbergplatz und Karlsplatz, auf der Operngasse und Linken Wienzeile sowie auf dem Ring ab der Urania zu rechnen.

Weitere Demo am Samstag

Für 17.00 Uhr ist eine weitere Demo mit dem Titel “Für die Streichung der PKK aus der Terrorliste” angekündigt, die ebenfalls über die Ringstraße führt. Wobei laut ARBÖ-Aussendung die Verkehrsader am Abend offen bleibt, sollten hier weniger als 200 Teilnehmer gezählt werden. Denn diese würden dann auf Nebenfahrbahnen bzw. am Gehweg marschieren.

(Red.)

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