Fünfköpfige Familie erlitt CO-Vergiftung in Wohnung in der Brigittenau

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Die Familie wurde aus der Wohnung gerettet.
Die Familie wurde aus der Wohnung gerettet. - © APA (Sujet)
Gefährliche CO-Konzentration: Am Montagabend konnte die Berufsrettung Wien eine Familie aus ihrer Wohnung in der Brigittenau retten.

Die Berufsrettung wurde am Montag, den 26. Juni 2017 gegen 22.15 Uhr zu einem Notfall in die Treustraße nach Brigittenau gerufen. Ein 37-jähriger Familienvater klagte plötzlich über Übelkeit und Schwindel und schaffte es, zum nächsten Rettungsstützpunkt zu gelangen und dort die Einsatzkräfte zu alarmieren. Als die Sanitäter der Berufsrettung am Wohnort des Mannes ankamen, schlug ihr CO-Melder, der sich auf dem Rettungsrucksack befindet, Alarm.

Brigittenau: Familie erlitt Kohlenmonoxid-Vergiftung

Das Team reagierte sofort, überprüfte die Umgebung auf weitere Gefahren und holten die fünfköpfige Familie so schnell wie möglich aus der Wohnung. Die Mutter (34), der Vater (37) und die drei Söhne (8, 12 und 15) klagten über Übelkeit und Schwindel.

Die Familie wurden im Katastrophen-Zug mit Sauerstoff versorgt und anschließend von mehreren Teams der Berufsrettung Wien zur weiteren Überwachung in Spitäler gebracht. Lebensgefahr habe laut Rettung zu keinem Zeitpunkt bestanden, alle Familienmitglieder seien “wach und ansprechbar” gewesen.

Warnung vor mobilen Klimageräten

Auch Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wien wurden zum Notfallort gerufen. Sie belüfteten die Wohnung, deaktivierten alle Geräte und kontrollierten den Nachbarbereich mittels CO-Messgeräten. “Wir warnen vor mobilen Klimageräten”, so Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. Diese stören den Abzug der Therme und müssen immer vom Rauchfangkehrer geprüft und abgenommen werden – wie jede Veränderungen in Wohnräumen, die Einfluss auf den Abzug haben können. Dazu zählen etwa auch neu eingebaute Türen und Fenster.

Die regelmäßige Wartung des Thermengeräts sei ebenfalls sehr wichtig. “Eine Therme muss sauber verbrennen können”, so Figerl. “Wenn das Gerät nicht gut gewartet und verschmutzt ist, ist es noch sensibler.”

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