Frau in Wien-Ottakring mit Eisenstange getötet: Mann festgenommen

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Die Spurensicherung am Tatort in Wien-Ottakring.
Die Spurensicherung am Tatort in Wien-Ottakring. - © APA
In der Nacht auf Mittwoch ist in Wien-Ottakring eine 54-jährige Frau von einem 21-jährigen Mann mit einer Eisenstange attackiert und getötet worden.

“Der Täter wurde unmittelbar nach der Tat in der Nähe des Tatorts in der Brunnengasse von Beamten der WEGA festgenommen”, sagte Polizei-Sprecher Christoph Pölzl der APA.

54-Jährige am Brunnenmarkt attackiert

Das spätere Opfer, eine 54 Jahre alte Frau, war gegen 2.30 Uhr gemeinsam mit einer Kollegin am Brunnenmarkt auf dem Weg zur Arbeit, als sie vom tatverdächtigen 21-Jährigen getötet wurde. “Er hat die Frau direkt am Marktgebiet vor einem Stand massiv attackiert”, schilderte Polizeisprecher Christoph Pölzl. Die als Reinigungskräfte tätigen Frauen wollten in ein Wettlokal am Brunnenmarkt. Sie stiegen unweit davon aus dem Auto und erblickten dabei bereits den Mann mit der Eisenstange. “Sie sind dann extra auf die andere Straßenseite gewechselt, gab die 41-Jährige in ihrer Einvernahme an”, schilderte Pölzl. Plötzlich sei der Mann jedoch zwischen zwei Marktständen herausgekommen und habe sofort brutal auf die 54-Jährige eingeschlagen.

Arbeitskollegin brachte sich in Sicherheit

Die 54-Jährige erlitt durch mehrere wuchtige Schläge mit der breiten Eisenstange schwere Kopfverletzungen, sie starb noch an Ort und Stelle. Die 41-jährige Arbeitskollegin der 54-Jährigen konnte sich in Sicherheit bringen, sie verständigte ebenso wie ein Zeuge die Polizei. Der 21-Jährige flüchtete. “Er wurde aber gleich ums Eck von der WEGA festgenommen”, sagte Pölzl. Er leistete keinen Widerstand.

Motiv unklar

Die Arbeitskollegin der Reinigungsfrau wurde noch in der Nacht einvernommen, sie musste psychologisch betreut werden. Warum der 21-Jährige Asylwerber aus Kenia, der rechtskräftig abgelehnt wurde und sich daher illegal in Österreich aufhielt, die ihm unbekannte Frau attackierte, war vorerst unklar. Die genauen Hintergründe der Tat waren am Mittwochvormittag noch unklar, die Einvernahme des 21-Jährigen noch ausständig. Auch eine Psychose des Mannes wurde nicht ausgeschlossen.Fest stand jedoch, dass “es kein Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnis” zwischen Verdächtigem und Opfer gibt, sagte Pölzl.

Die Polizei stellte die Tatwaffe, eine rund zehn Kilo schwere Metallstütze mit einer Länge von rund einem Meter, noch am Brunnenmarkt sicher. Die Spurensicherung war Mittwochfrüh noch an Ort und Stelle.

(apa/red)

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