Fliegerbombe in Wien-Liesing: U6 blockiert, umfangreiche Evakuierungen

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Wegen einer Fliegerbombe kam es zu umfangreichen Evakuierungen
Wegen einer Fliegerbombe kam es zu umfangreichen Evakuierungen - © Wiener Linien (Sujet)
Am späten Donnerstagnachmittag wurde unweit der U6-Trasse in Wien-Liesing eine offensichtlich noch scharfe Fliegerbombe entdeckt.

Das 25o-Kilogramm schwere Kriegsrelikt ( ursprünglich war man von einem 500-Kilo-Sprengkörper ausgegangen) wurde laut Polizeisprecher Harald Sörös gegen 16.45 Uhr bei Grabungen entdeckt. Wegen der Größe der Bombe wurde das Areal großflächig abgesperrt. Die Wiener Linien richteten einen Schienenersatzverkehr ein. Die Station Alterlaa konnte jedoch nicht angefahren werden. Die Altmannsdorfer Straße war zwischen Anton-Baumgartner-Straße und Perfektastraße laut ÖAMTC ebenfalls gesperrt, ebenso die Rößlergasse. Am Altmannsdorfer Ast baute sich ein umfangreicher Stau auf.

Scharfe Fliegerbombe in Wien führte zu U6-Sperre, Stau

Sörös zufolge war der Zünder an der Bombe noch vorhanden, der Sprengkörper war scharf. Ein sprengstoffkundiger Beamter der Polizei und der Entminungsdienst des Bundesheeres standen am Abend bereit, um mit der Entschärfung zu beginnen. Zuvor waren aber umfangreiche Evakuierungen notwendig. Das betraf mehrere Gemeindebauten in der Putzendoplergasse sowie einen Bau in der Rößlergasse.

Der Betrieb der U6 war in dem Bereich eingestellt, die Linie verkehrte nur zwischen den Stationen Floridsdorf und Am Schöpfwerk. Auf der ebenfalls gesperrten Altmannsdorfer Straße hatte sich der Katastrophenzug der Wiener Berufsrettung aufgebaut. Auch ein Zelt für 120 Personen zur Betreuung der Anrainer war aufgestellt. Dazu hatten die Wiener Linien vier Gelenkbusse abgestellt.

Durch die Sperre der Altmannsdorfer Straße und der Anton-Baumgartner-Straße kam es laut ÖAMTC zu umfangreichen Staus. Betroffen war vor allem der Altmannsdorfer Ast. Für die U6 hatten die Wiener Linien einen Schienenersatzverkehr eingerichtet, der aber die Station Alterlaa nicht anfahren konnte. Wann die Bombe entschärft werden konnte, war gegen 19.40 Uhr noch offen. “Das hängt davon ab, wie schnell die Evakuierungen abgeschlossen werden können”, sagte Sörös zur APA.

(APA/Red.)

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