Faymann schwor die Genossen beim Landesparteitag auf die Wien-Wahl ein

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Werner Faymann am SPÖ-Landesparteitag in Wien.
Werner Faymann am SPÖ-Landesparteitag in Wien. - © APA
Bundeskanzler Werner Faymann hat seine Parteigenossen bereits rund ein halbes Jahr vor der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien beim SPÖ-Landesparteitag auf den bevorstehenden Urnengang eingeschworen: “Das ist ein Jahr einer harten Auseinandersetzung für die Zukunft des roten Wien.”

Wenn alle, die der Meinung seien, dass Wien eine lebenswerte Stadt sei, auch Bürgermeister Michael Häupl wählen, dann gehe die Wahl auch so aus, wie sie ausgehen solle, ist Faymann überzeugt: “Nämlich, dass die Sozialdemokraten auch in Zukunft die stärkste Kraft sind und am besten alleine bestimmen können, wie sich diese wunderbare Stadt weiterentwickelt.”

“In einer Demokratie entscheidet nur der Wahltag”

Gleichzeitig warnte er in seiner rund 15-minütigen Rede beim SPÖ-Landesparteitag im Wiener Messezentrum die rund 1.000 Delegierten und Gäste: “Liebe Freunde, in einer Demokratie entscheidet nur der Wahltag. Nicht die Umfragen vorher und nachher, nicht die Kommentare von Besserwissern, nicht das, was politische Gegner gerne machen: Einen in Sicherheit wiegen.” In der Politik und am Wahltag zähle nicht, ob man es für möglich halte, dass der Zweite oder Dritte Bürgermeister werden wolle. “Ich habe auch nicht für möglich gehalten, dass der Dritte einmal Bundeskanzler werden wollte und auch geworden ist”, erinnerte er an die schwarz-blaue Bundesregierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) im Jahr 2000.

Faymann wirft Blick über die Grenzen Wiens

Faymann ging in seiner Rede mit dem Titel “Sozial, fair, gerecht – in Wien, Österreich und Europa” auch über die Grenzen der Bundeshauptstadt hinaus. Er legte dar, wie wichtig die Sozialdemokratie seines Erachtens für die Menschen in Österreich und Europa ist. Angesichts der im Jahr 2008 ausgebrochene Wirtschaftskrise seien die sozialen Fragen der Chancen und der Gerechtigkeit in der Europäischen Union besonders wichtig geworden. Die starke soziale Gesellschaft, das Ziel der Sozialdemokratie, sei aktueller denn je in Europa. “Die Zukunft der Freiheit ist, die Chance sich selbst zu verwirklichen und von der Arbeit leben zu können”, zeigte sich Faymann überzeugt.

Versprechen der SPÖ

Und was Österreich betrifft: Man werde sehr genau schauen, ob etwas fair oder unfair sei. So werde man das Frauenpensionsalter nicht vorzeitig erhöhen oder Nulllohnrunden nicht zulassen, versprach der Bundeskanzler. Auch erinnerte er daran, dass die SPÖ es geschafft habe, die “Steuersenkung” durchzusetzen: “Weil wir uns dafür eingesetzt haben, von selbst ist gar nichts gekommen.” (APA)

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