Experten-Analyse: Wahlprogramme zur Nationalratswahl für Laien oft unverständlich

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Die Wahlprogramme zur Nationalratswahl sind für Laien häufig unverständlich.
Die Wahlprogramme zur Nationalratswahl sind für Laien häufig unverständlich. - © APA (Sujet)
Eine Analyse von Kommunikationswissenschaftern der Universität Hohenheim in Stuttgart kommt zu dem Ergebnis, dass die Wahlprogramme der Parteien für die Nationalratswahl häufig nicht verständlich sind für Otto Normalverbraucher. Mithilfe einer Analyse-Software wurde u.a. nach überlangen Sätzen, Fachbegriffen, Fremdwörtern und zusammengesetzten Wörtern gefahndet.

Im Durchschnitt liegt die Verständlichkeit der Programme zur Nationalratswahl bei 10,2 Punkten, hieß es. Damit haben die österreichischen Parteien zumindest im Vergleich zu ihren deutschen Pendants die Nase vorn. Bei der Bundestagswahl erreichten die Programme der Parteien lediglich 9,1 Punkte im Schnitt. Beide Werte sind “enttäuschend”, meinte Frank Brettschneider von der Uni Hohenheim: “Denn alle Parteien haben sich in den letzten Jahren Transparenz und Bürgernähe auf ihre Fahne geschrieben”.

Insgesamt hat das Programm der NEOS mit einem Wert von 11,9 am besten abgeschnitten. Auf dem zweiten Platz folgt die SPÖ mit 11,5 Punkten. Die ÖVP erreicht 10,1 Punkte, die FPÖ 9,8 Punkte. Die Grünen belegen mit 7,7 Punkten den letzten Platz. Beanstandet wurden unter anderem Bandwurmsätze mit bis zu 51 Wörtern bei Grünen und ÖVP, Wortungetüme wie “Untersuchungsausschussverfahren” (Grüne) oder Fachbegriffe wie “Valorisierung” (FPÖ), “Disconnect Weeks” (ÖVP) und “One-Stop-Shop” (Grüne, SPÖ und ÖVP).

(APA/Red)

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