Erste Bank Open: Nishikori kommt nach Wien, Murray “ante portas”

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Das Fan-Interesse an den Erste Bank Open ist bereits jetzt enorm.
Das Fan-Interesse an den Erste Bank Open ist bereits jetzt enorm. - © APA/Georg Hochmuth
Turnierdirektor Herwig Straka hat für die Erste Bank Open in Wien die Unterschrift von Kei Nishikori in der Tasche und vertraut auf ein Antreten der Nummer eins Andy Murray. Indes gehen die Tickets weg wie warme Semmeln.

Zum dritten Mal geht das Erste Bank Open vom 21. bis 29. Oktober als ATP-500-Turnier in Szene. Turnierdirektor Herwig Straka, der dieser Tage beim Masters-1000-Turnier in Rom weilt, freute sich am Dienstag in der “Ewigen Stadt” über den Handschlag von Kei Nishikori für die Wiener Stadthalle. Der aktuelle Weltranglisten-Neunte hat diese Woche den Vertrag unterschrieben und spielt erstmals in Wien.

“Ich habe schon länger probiert, ihn zu bekommen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Er ist ein neues Gesicht und auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant, weil für uns ist der Markt im Fernen Osten interessant auch aus Sponsorensicht”, erklärte Straka in Rom gegenüber der APA. Straka sei nicht so ein Freund davon, dass man viele starke Aufschlag-Spieler holt. “Er ist auch von der Spielanlage her interessant und war immer schon ein Wunschkandidat.” Nishikori hat den Vertrag selbst unterschrieben, freilich auf Japanisch mit leserlichem Kei Nishikori darunter.

Wien: Budgeterhöhung bei den Ersten Bank Open

Aus Veranstaltersicht freilich imminent wichtig ist, dass man von Österreichs angehendem Weltstar Dominic Thiem bereits die fixe Zusage hat. Zudem ist Straka auch relativ sicher, dass der aktuelle Weltranglisten-Leader Andy Murray ein weiteres Mal nach Wien kommt. “Murray ist ante portas. Ich habe ihm auch selbst gesagt, dass wir mit ihm finalisieren wollen, ehe wir große andere Spieler holen”, versicherte der Steirer im Foro Italico, dem Austragungsort des dieswöchigen Masters-1000-Turniers in Rom. “Er hat viel für Wien gemacht. Er ist einmal um sehr wenig Geld gekommen und hat zweimal das Turnier gewonnen. Er ist ein echt guter Botschafter.”

Während das mit einem enormen Budget von 15 Millionen Schweizer Franken (13,71 Mio. Euro) ausgestattete Turnier in Basel viele seiner Stars wie Roger Federer, Stan Wawrinka und auch Nick Kyrgios schon bekanntgegeben hat, muss Wien seine Stars langsamer holen. “Basel hat eine stabilere Sponsoren-Einnahmen-Situation. Wir wüssten es auch im Jänner, Februar, aber wir haben das Geld nicht, dass wir alle kaufen, die wir wollen”, erklärt Straka, der 2017 immerhin schon über ein Budget von acht Millonen Euro verfügt (gegenüber 6,8 im Vorjahr). “Wir haben drei neue Sponsoren zwischen 75.000 und 200.000 Euro, die wir demnächst bekanntgeben werden.” Was fehlt ist aber weiterhin ein ganz großer internationaler Geldgeber.

Gespräche mit Đoković, mündlicher Vertrag mit Thiem

Auch mit Novak Đoković hat Straka gemeinsam mit Turnierbotschafter Thomas Muster in Monte Carlo gesprochen. Der Serbe plant allerdings aktuell neuerlich, in der Woche, in der Wien und Basel gespielt werden, zu pausieren. “Aber an dem bin ich dran”, versprach Straka.

Über Geldmodalitäten auch in Sachen Thiem wollte Straka freilich nicht sprechen. “Es gibt einen sehr fairen Deal für beide Seiten, er kriegt gutes Geld, aber es ist okay”, sagte der Turnierboss, der diesbezügliche Gespräche freilich immer mit Coach und Manager Günter Bresnik führt. Der Vertrag wird übrigens immer schon mündlich abgeschlossen. “Ich verstehe, warum Dominic Kitzbühel wegen der Turnierkalendersituation leider nicht spielt.”

Kartenvorverkauf läuft hervorragend

Der Kartenvorverkauf für Wien läuft ausgezeichnet, schon sechs Monate vorher sind alle Logen ausverkauft, und auch der Ticketabsatz ist um etwa 35 Prozent gestiegen. Dies ist für Straka nicht nur mit den Erfolgen Thiems begründbar. “Die Leute haben generell das Vertrauen in das Turnier, dass einfach gute Spieler kommen, auch wenn wir unsere Spieler nur langsam verlautbaren können.”

Sollten bei den geplanten großen Umstrukturierungen ab der Saison 2019 nicht Basel und Wien doch noch in verschiedene Wochen gelegt werden, wird es mit einer Verpflichtung Roger Federers für Wien wohl ebenso schwer wie für Basel ein Antreten Thiems. Als einen der nächsten Spieler würde Straka gerne auch Deutschland Jungstar Alexander Zverev nach Wien lotsen. “Er steht ganz oben auf meiner Liste.”

In Wien möchte Straka die Sidevents weiter ausbauen, das im Vorjahr recht erfolgreiche “Tiebreak Tens” erneut holen (vielleicht schon am Freitag) und die Aufmerksamkeit für das Turnier auch in der Stadt mit diversen Aktionen erhöhen.

(APA, Red.)

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