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9. September 2012 20:22; Akt.: 9.09.2012 20:22

Erntedankfest am Wiener Heldenplatz: 300.000 Besucher feierten

Umweltminister Nikolaus Berlakovich, VK Michael Spindelegger und Finanzministerin Maria Fekter beim Erntedankfest am Heldenplatz Umweltminister Nikolaus Berlakovich, VK Michael Spindelegger und Finanzministerin Maria Fekter beim Erntedankfest am Heldenplatz - © APA
Dieses Wochenende ging am Wiener Heldenplatz das Erntedankfest des Bauernbundes über die Bühne. Die zweitägige Veranstaltung stand auch heuer wieder im Zeichen von Zünftigkeit und Brauchtum – Kulinarik und Volksmusik inklusive.

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Landluft schnuppern mitten in der Großstadt – das bot diesen Samstag und Sonntag der Wiener Heldenplatz, wo das traditionelle Erntedankfest gefeiert wurde. Das heuer erstmals von der Österreichischen Jungbauernschaft organisierte Event zog rund 300.000 Besucher an.

Positive Bilanz am Ende des Events

“Es war ein grandioser Erfolg, es waren wirklich viele Leute. Es hat alles super gepasst”, zog Jungbauern-Obmann Stefan Kast am Sonntag im APA-Gespräch zufrieden Bilanz.
In den vergangenen Jahren hat der Bauernbund das Fest ausgetragen, nun organisiert es dessen Jugendorganisation, die Jungbauernschaft. “Die österreichische Landwirtschaft ist jung. Der Bauernbund hat das aufgegriffen und das Erntedankfest in jüngere Hände gegeben”, begründete Kast die “Hofübergabe”. Die Veranstaltung fand heuer zum zwölften Mal statt. 

Faber: “Bitte, Danke, Bussi, Amen”

Zu den Höhepunkten am heutigen Sonntag zählte die Segnung der Feldfrüchte, die von Dompfarrer Toni Faber vorgenommen wurde. Dabei verriet er den Zuhörern sein neuestes Lieblingsgebet, das er bei einem Kindergeburtstag gelernt hatte: “Bitte, Danke, Bussi, Amen.” Vor dem feierlichen Umzug der geschmückten Erntewägen, hielten mehrere ÖVP-Spitzenpolitiker Reden.

Vizekanzler und Bundesparteiobmann Michael Spindelegger warb dabei für ein Ja zur Wehrpflicht bei der Volksbefragung im Jänner und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich unterstrich die Notwendigkeit von EU-Förderungen für die heimischen Landwirte. Auch der Chef der Wiener Landespartei, Manfred Juraczka, sowie Bauernbundpräsident Jakob Auer, ergriffen das Wort.

Erntedankfest-Motto: “Essen ist Heimat”

Im Mittelpunkt des zweitägigen Festes, dessen diesjähriges Motto “Essen ist Heimat” lautete, standen einmal mehr Brauchtum und Zünftigkeit. Bei angenehm spätsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein hatten die Besucher die Möglichkeit ihre Geschick auf der Traktorwippe auf die Probe zu stellen. Publikumsmagnet waren die “Motorsägenkünstler”, die verschiedene Skulpturen aus Holz zauberten. Wissenswertes gab es am Schweinelehrpfad und bei zahlreichen Ständen, die zum Beispiel über Eier und Bio-Lebensmittel informierten.

Die kleinen Festbesucher durften Basteln, Bilderrätsel lösen oder beim Zapfen-Schätzen mitmachen. Viel Besucherinteresse zogen auch “Speis und Trank” auf sich: Die kulinarische Palette reichte von Pfefferhauswürstel vom Pinzgauer Rind über Waldviertler Karpfen und Likör aus der Wachauer Marille bis hin zum “Steirer-Eis” in den ungewöhnlichen Sorten Apfel-Kren oder Käferbohne. Für das musikalische Begleitprogramm beim Heldenplatz sorgten unter anderem eine Reihe von Blaskapellen.

(apa/red)



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