Eine Pop-Elfe für Österreich: Zoe reist zum ESC

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In diesem Jahr hatte Zoe also mehr Glück: Beim zweiten Anlauf konnte  die Tochter von Papermoon-Sänger Christof Straub Österreich überzeugen, wie einst Conchita Wurst.

Die 19-jährige Zoe setzte sich am Freitagabend in der ORF-Show “Wer singt für Österreich?” mit ihrem Song “Loin d’ici” gegen die Konkurrenz durch und ergatterte das österreichische Ticket für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm.

Österreich entschied beim Speedvoting

In diese Stichwahl nach der ersten Runde hatte es von den neun Konkurrenten noch die erst 17-jährige Elly V geschafft, die mit ihrer Nummer “I’ll be Around” auf zeitgenössische Beats und eine ausgefeilte LED-Choreografie setzte, was von der Fachjury im ersten Wertungsdurchgang noch mit 37 Punkten und damit deutlich höher als die spätere Siegerin bewertet wurde, die 28 Punkte erhielt. Die vierköpfige Jury, zu der neben ESC-Gewinnerin Conchita Wurst Sängerin Madita, Produzentin Julie Frost und “Kleine Zeitung”-Journalist Christian Ude als Vertreter von acht heimischen ESC-Journalisten gehörten, war allerdings beim 90-minütigen Stechen nicht mehr stimmberechtigt.

ABD0003_20160213 - WIEN - …STERREICH: Die SŠngerin Zoe gewinnt am Freitag, 12. Februar 2016, die Finalshow "Eurovision Song Contest - Wer singt fŸr …sterreich?" in Wien. Die franzšsische SŠngerin Zoe vertritt damit …sterreich beim 61. Eurovision Song Contest in Stockholm. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH

Buntes Teilnehmerfeld

Zuvor hatte sich ein buntes Teilnehmerfeld um das Österreich-Ticket für den größten Musikwettbewerb der Welt beworben. Dabei wurden alle zehn Kandidaten mit einem kurzen Interviewzuspieler in die Show eingeführt, die sich als bisher aufwendigste Vorauswahl des ORF präsentierte, setzte man doch bei der Dramaturgie auf zahlreiche Elemente des ESC aus dem Vorjahr – inklusive flächendeckender LED-Wand als Bühnenhintergrund.

Vincent Bueno, der sich im Einführungsinterview als “Liebesmaschine” vorstellte, vertraute mit “All We Need Is That Love” auf aufwendigen Tanz, während die 19-jährige Lizza mit “Psycho” auf weiße Gitarre im Nicole-Stil und überraschend große Stimme setzte. Wahl-Steirer Orry Jackson griff für “Pieces in a Puzzle” auf Bühnenelemente mit LED-Tricks zurück, die bereits Vorjahressieger Mans Zelmerlöw zum Sieg verholfen hatten. Die älteste Vertreterin Lia replizierte samt Schmachtballade und wallendem Kleid auf klassische Song-Contest-Beiträge südeuropäischer Länder.

Viel Routine bei der Show

Das beim Song Contest schon beinahe obligatorische Duo aus Sängerin und begleitender Geigerin stellten Farina Miss mit Jedward-Frisur und Violinistin Celine Roscheck von der Bühnendecke hängend, während Azrah, die über die Wildcard ins Teilnehmerfeld gekommen war, mit “The One” eine Eigenkomposition im bodenständigen Habitus vorstellte. Mit sehr eigenständiger, markanter Stimme versuchte sich Sankil Jones (“One more Sound”) Gehör zu verschaffen, was auch für Bella Wagner und ihre antikriegsbewegte Nummer “Put your Weapons down” galt, die in der ersten Abstimmungsrunde auf Platz 3 landete.

Das ist unglaublich!!! #teamzoe ich bin Euch unendlich dankbar!!!! #WSFÖ #ESC2016_ZOE #loindici

Posted by ZOË on Friday, February 12, 2016

Als Moderatoren-Duo waren mit Andi Knoll und Alice Tumler dabei wieder zwei ESC-Veteranen verpflichtet, kommentiert Knoll doch bereits seit 1999 das Event für den ORF aus dem jeweiligen Austragungsland, während Tumler im Vorjahr beim Heim-ESC in der Wiener Stadthalle Teil des Moderatorinnen-Trios war. Und auch bei der musikalischen Einlage setzte man auf einen ESC-Routinier, präsentierte Jurorin Conchita Wurst doch als Vorbereitung für ihre im April startende Tournee “That’s what I am” mit kleiner Band.

Zoe singt für Österreich

Beim ESC 2016, der in der Stockholmer Globe Arena ausgetragen wird, heißt es nun also von österreichischer Seite “Loin d’ici”, also “Fern von hier”. Mit diesem Lied muss Zoe nun am 10. Mai die nächste Hürde überwinden und im 1. Semifinale unter die ersten Zehn kommen, um im großen Finale am 14. Mai starten zu dürfen. Das Frankreich für das 1. Halbfinale stimmberechtigt ist, dürfte dabei jedenfalls kein Nachteil sein.

>> Alle Nachrichten und Informationen zum Eurovision Song Contest auf VIENNA.at

(Red./APA)

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