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7. Dezember 2011 08:47; Akt.: 7.12.2011 10:28

Durch diese finst’re Gasse muss Döbling gehen

So viel sieht der Passant in etwa am Fritz-Hartl-Weg bei Nacht So viel sieht der Passant in etwa am Fritz-Hartl-Weg bei Nacht - © privat
“Während Einkaufsstraßen festlich geschmückt und beleuchtet sind, gibt es mitten im Nobelbezirk Döbling einen Weg, der ab Einbruch der Dunkelheit vollkommen unbeleuchtet ist und polizeilich nicht überwacht wird!”, schreibt eine aufgebrachte Leserin. 

Die Vorgeschichte zu den Anrainer-Problemen mit dem Fritz-Hartl-Weg sind allerdings nicht ganz neu. Schon seit Monaten versuchen die Döblinger, Gehör bei Bezirksvorsteher Adolf Tiller zu finden. Umsonst, wie sie sagen.  

“Der Fritz Hartl Weg ist wohl Privateigentum, doch muss auf speziellen Wunsch der Bezirksvertretung ein öffentlicher Durchgang ermöglicht werden. Jahrelang haben die Anrainer für die Beleuchtung, Reinigung, Haftung und Sicherheit selbst gesorgt”, so die aufgebrachte Anwohnerin weiter. Doch in den letzten Jahren habe der Vandalismus so zugenommen, dass die Beleuchtung schneller zerstört wurde als sie wiederhergestellt war. Die Bewohner einer nahen Reihenhausanlage sahen sich unter diesen Umständen nicht imstande, die Beleuchtung auf eigene Kosten instand zu halten. 

“Sämtliche Versuche, mit der Bezirksvertretung zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen (entweder Beleuchtung, Reinigung, Haftung und Sicherheit durch die öffentliche Hand oder Absperrung des Weges, sodass er nur von Anrainern betreten werden kann) sind bisher im Sande verlaufen”, so die Anrainervertreterin weiter. “Es ist unzumutbar, dass einerseits Geld für Bauvorhaben in Döbling vorhanden ist (Pflanzung von Bäumen vor der Konditorei Oberlaa Sieveringer Straße, Kreisverkehr, neues Amtshaus), aber die Anrainer und vor allem auch deren Kinder in völliger Dunkelheit zu ihren Häusern stolpern müssen.”

Weiters wird kritisiert, dass bei baulichen Anliegen im Umkreis von Bezirksvorsteher Tiller außerordentlich schnell gehandelt würde, die berechtigten Anliegen der Bevölkerung jedoch ignoriert. 

Tiller: “Bin bereit, Döbling zu helfen”

Bezirksvorsteher Adolf Tiller findet klare Worte, wenn es um den Fritz-Hartl-Weg geht: “Es handelt sich bei diesem Weg um Privateigentum, und da können wir als Stadt gar nichts machen. Wenn die Anrainer jedoch einen Plan vorlegen, dann bin ich bereit zu helfen.” Ohne die Anrainer ginge jedoch gar nichts – die MA33, verantwortlich für die Beleuchtung in der Stadt, dürfe auf Privatgrund einfach nicht aktiv werden. 

Tiller weiß auch von einem weiteren, technischen Problem: Denn die vorhandene Beleuchtungsanlage ist nicht standardkonform ausgeführt. Was so viel bedeutet wie, dass die Erdkabel neu verlegt werden müssten, um eine Ausleuchtung zu ermöglichen, bei der sich die Lichtkegel der vorhandenen Laternen berühren (was im Moment nicht der Fall ist). Doch auch für die entsprechenden Erdarbeiten in Döbling wären die Anrainer verantwortlich. 


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