Diskussion um Schanigärten: Eckpunkte ja, Kompromiss nein

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Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner bemüht sich um eine Lösung
Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner bemüht sich um eine Lösung - © APA/HERBERT NEUBAUER
Nach einer Diskussion rund um die Lockerung bezüglich der Schanigärten-Regelung steht fest, das die Stadt Wien einen Vorschlag dahingehend erarbeiten wird. Wobei Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner anmerkte, das das Finden einer gemeinsamen Lösung nicht einfach sein wird.

Sowohl Vertreter verschiedener Organisationen als auch der Wiener Bezirke fanden sich mit Brauner zu einem Runden Tisch zusammen, um die Thematik zu besprechen. Die SPÖ-Stadträtin betitelte die Diskussion als konstruktiv und auch als sachlich.

Eine Umfrage im Vorfeld

Wobei Brauner im Gespräch mit der APA nach dem Treffen gestand: “Wie der [Vorschlag] aussieht, kann ich Ihnen noch nicht sagen – es ist ein bisschen die Quadratur des Kreises.” Denn beim Runden Tisch einigte man sich zwar auf einige Eckpunkte, einen konkreten Kompromiss gab es nicht. Im Vorfeld des Treffens führte die Stadt unter den Teilnehmern eine Umfrage durch, bei der sie verschiedene Varianten zur Disposition stellte: das Aufstellen von Stehtischen ohne Sitzgelegenheiten und Service (Variante A), das Aufstellen von Tischen und Sesseln entlang der Hausmauer (Variante B), eine Kürzung der Wintersperre (Variante C) und die ganzjährige Öffnung der Schanigärten (Variante D). Dabei wurde mehrheitlich für eine abgespeckte Form der Open-Air-Gastronomie plädiert, nicht jedoch für die von den Gastronomen favorisierte Ganzjahresöffnung.

Bemühen um eine Lösung

Der Vorschlag, den die Stadt nun erarbeiten will, soll einen breiten Konsens finden, wobei Brauner klarmachte: “So einfach wird es nicht werden.” Die Diskussion am Runden Tisch sei “vom Bemühen um eine Lösung” gekennzeichnet gewesen, lobte die Ressortchefin. Inhaltlich habe sich das Gespräch aber in einer umfassenden Bandbreite bewegt – von der Forderung nach einer ganzjährigen Öffnung bis hin zum Wunsch nach keiner Änderung. Im Detail hätte es dann noch zahlreiche Argumente gegeben, deren Beachtung ebenfalls gefordert wurde – angefangen von den Größen der Lokale und Gehsteige über die Interessen der Wirtschaft, der Anrainer und der Parkplatzsuchenden bis hin zur Rücksichtnahme auf andere Nutzer des öffentlichen Raums. Gleichzeitig habe es den Wunsch nach einer “einfachen und unbürokratischen Regelung” gegeben, erzählte Brauner.

Vielleicht schon bei der kommende Saison umsetzbar

Zumindest einige Eckpunkte seien nun, nach dem Treffen, unbestritten: Die Variante C könne ausgeschieden werden, im Winter dürfe die Parkspur von der neuen Regelung nicht betroffen sein und es dürfe nur ein Verfahren geben – also nicht “ein Sommergartenverfahren und ein Wintergartenverfahren”. “Unsere Aufgabe ist es, zu versuchen aus diesen vielen Anforderungen und der sehr differenzierten und sehr konstruktiven Diskussion einen Vorschlag zu erarbeiten”, kündigte die Stadträtin die nächsten Schritte an. Dieser solle dann “bilateral” mit den verschiedenen Interessensgruppen besprochen werden. Ziel sei, “dass wir in den nächsten Wochen eine Lösung haben, die – wenn wir eine finden und da bin ich optimistisch, dass wir eine finden – für die nächste Saison schon funktioniert”.

(APA/Red.)

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