Die Stimmen zum Spiel: FK Austria Wien gegen SV Grödig

Das sind die Meinungen zum Spiel FK Austria Wien gegen SV Grödig.
Das sind die Meinungen zum Spiel FK Austria Wien gegen SV Grödig. - © APA
Nach dem 2:1-Sieg gegen den SV Grödig am Samstag, der durchaus höher ausfallen hätte können, war die Wiener Austria angesichts des anhaltenden Aufschwungs durchwegs zufrieden. Wäre da nicht die Missstimmung bei einigen Fans, für die die Entwicklung offenbar nicht schnell genug geht.

Es überraschte nicht, dass Austria-Trainer Thorsten Fink am Samstagabend von einem verdienten Sieg seines Teams sprach. “Wir haben offensiv eine hervorragende Partie abgeliefert“, sagte der Deutsche, der nur die mangelnde Chancenverwertung kritisierte. Taktisch, passtechnisch und läuferisch aber hätten seine Spieler exakt das umgesetzt, was er verlangt habe. “Wir haben jetzt vier Punkte Abstand zum Tabellenvierten, das war unser Ziel. Darauf kann die Mannschaft stolz sein und nächste Woche mit breiter Brust ins Derby gehen.”

Mit breiter Brust zum Wiener Derby

“Wir fahren auf jeden Fall mit viel Rückenwind zum Derby und werden wieder versuchen, die Nummer eins in Wien zu werden”, schickte Doppelpack-Schütze Alexander Gorgon freundliche Grüße an den Erzrivalen. “Es war vor der Saison das Ziel, dass wir zumindest Dritter werden. Was im Laufe der Saison noch alles möglich ist, das lassen wir offen.” “Wir haben uns jetzt eine gute Ausgangsposition geschaffen”, meinte auch Mittelfeldspieler Alexander Grünwald.

Ganz nüchtern lässt sich nach dem ersten Drittel der Meisterschaft eine positive Zwischenbilanz ziehen. Die violette Renaissance nach dem mehr als enttäuschenden siebenten Platz in der Saison 2014/15 ist geglückt. Die Aufbauarbeit, die Sportdirektor Franz Wohlfahrt, Fink und sein Trainerteam investiert haben, macht sich bezahlt. Langsam, aber sicher kehrt die Aura des Erfolgs nach Favoriten zurück.

Die Austria hält nach zwölf Runden bei 24 Punkten – das sind elf mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison. In der Generali Arena hat man nur ein Match verloren, das Derby gegen Rapid. Erstmals seit November 2013 hat die Austria wieder drei Spiele am Stück gewonnen. Dazu ist eine klare Philosophie des Trainers erkennbar sowie eine Mannschaft, die diese verinnerlicht hat und in weiten Teilen schon umsetzt. “Thorsten ist noch nicht lange hier, trotzdem denke ich, dass die Austria auf einem guten Weg ist”, zollte auch Grödig-Trainer Peter Schöttel Respekt.

Von einem möglichen Titel-Dreikampf will Fink vorerst dennoch nichts wissen. “Man hat ja gesehen, wie stark Red Bull Salzburg ist. 8:0 gegen Admira – das ist eine ganz andere Liga, als wir es sind.” Auch Rapid sieht der Ex-Bayern-Akteur nach wie vor auf einem anderen Level. “Von zehn Spielen gewinnt Rapid vielleicht neunmal”, meinte Fink. “Aber einmal gewinnen wir.”

Austria-Fans pfiffen ihre Mannschaft aus

Die Jubelstimmung wurde am Samstag nur von der Hektik auf den Rängen gestört. Als bei der Austria mit Fortdauer der zweiten Hälfte nach vorne immer weniger klappte, waren zunehmend Pfiffe hörbar. “Das ist für mich was Neues. Aber ich verteidige meine Mannschaft bis aufs Blut. Ich denke, dass wir heute hervorragend gespielt haben. Deswegen ist das nicht gerechtfertigt”, betonte Fink.

“Wenn du 2:0 zu Hause führst, dann ändert sich das Spiel ein bisschen”, erklärte Gorgon. “Du kannst jetzt nicht als Fan erwarten, dass wir da noch drei, vier, fünf Tore schießen. So gut sind wir vielleicht noch nicht, dass wir einen Gegner zermürben und über ihn drüberfahren. Da würden wir uns von den Rängen schon ein bisschen mehr Geduld erhoffen.”

Durch die unerfreulichen Nebengeräusche werde man sich aber nicht aus dem Konzept bringen lassen. “Wir nehmen das hin und versuchen, weiter gut zu arbeiten”, versprach Fink.

(APA/Red)

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