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Dauerfrost in Österreich: Fünf nützliche Tipps für Autofahrer

Zugefrorene Scheiben sollte man niemals mit heißem Wasser enteisen.
Zugefrorene Scheiben sollte man niemals mit heißem Wasser enteisen. ©Patrick Pleul dpa/lbn
Schnelle Hilfe bei vereisten Scheiben, eingefrorenem Türschloss oder zugefrorenen Türdichtungen? Angesichts der vorherrschenden Minusgrade gibt der ARBÖ nützliche Tipps, um das Autofahrerleben in der frostigen Zeit zu erleichtern.
Markanter Kälteeinbruch in Österreich
Wochenende bringt bis zu -22 Grad
Tipps: Warm durch den Winter

Nach einem bislang milden Winter muss ab dem Wochenende in vielen Regionen Österreichs mit Dauerfrost gerechnet werden. Stellenweise sinken die Temperaturen nachts bis auf minus 22 Grad. Der ARBÖ informiert deshalb, was während dieser frostigen Phase das Autofahrerleben erleichtert, und worauf man besser verzichten sollte.

Bis zu minus 22 Grad: Dos und Don’ts bei extremer Kälte

1. Vereiste Scheiben

No-Go: Zugefrorene Scheiben mit heißem Wasser enteisen. Durch die extremen Temperaturunterschiede können die Scheiben nämlich springen und im schlimmsten Fall sogar einen Scheibentausch unumgänglich machen.

Tipp: Autolenker, deren Autoscheiben zugefroren sind, sollten Eiskratzer oder spezielle Sprays zum Enteisen der Scheiben verwenden. Wichtig ist, dass die gesamte Scheibe gereinigt wird, und nicht nur ein “Guckloch”, da dies zu Strafen oder Problemen mit der Versicherung führen kann. Damit die Scheiben während der Fahrt nicht einfrieren, sollte das Heizungsgebläse für die Windschutzscheibe eingeschalten werden und die mit Frostschutz befüllte Scheibenwaschanlage regelmäßig verwendet werden. Darüber hinaus kann bereits durch eine Frontscheibenabdeckung im Vorfeld vorgesorgt werden.

2. Eingefrorenes Schloss

No-Go: Den Schlüssel mit dem Feuerzeug anwärmen. Durch die extreme Hitze des Feuers können der Schlüssel oder der Transponder (Chip zur Startfreigabe) kaputt werden.

Tipp: Autolenker sollten Türschlossenteiser stets mitführen, allerdings in der Jackentasche/Handtasche und nicht im Auto aufbewahren. Solche Sprays tauen ein eingefrorenes Schloss schnell wieder auf, und die Fahrt kann begonnen werden.

3. Zugefrorene Türdichtungen

No-Go: Zugefrorene Türdichtungen mit Gewalt aufreißen, da so die gesamte Dichtung aus der Verankerung gerissen werden kann.

Tipp: Am besten im Vorfeld die Türdichtungen mit Fettcremen oder speziellen Türdichtungscremen einreiben. So kann dieses Problem leicht vermieden werden. Wenn die Türe aber tatsächlich eingefroren ist, so bleibt nur der Einstieg über eine andere Fahrzeugtüre oder die Benutzung von Enteisungssprays. Allerdings sollten dabei nur Produkte verwendet werden, die den Gummi der Türdichtung nicht angreifen.

4. Motor warmlaufen lassen

No-Go: Nicht nur, dass dadurch die Umwelt unnötig belastet wird, drohen auch Geldstrafen.

Tipp: Moderne Motoren müssen nicht minutenlang warmlaufen, sondern sind sofort einsatzbereit. Wichtiger ist, dass im Vorfeld der Kältewelle die Batterie auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft wird, damit böse Überraschungen ausbleiben.

5. Verbraucher reduzieren

No-Go: Sämtliche Verbraucher wie Heckscheibenheizung, Sitzheizung- oder Lenkradheizung ständig laufen lassen.

Tipp: Sobald die Hände warm sind oder die Heckscheibe enteist ist sollten Stromverbraucher auch wieder ausgeschalten werden, da es die Batterie unnötig belastet. Durch den hohen Stromverbrauch kann besonders bei Kurzstrecken die Lichtmaschine nicht ausreichend nachladen, wodurch die Leistungskapazität der Batterie eingeschränkt ist.

ÖAMTC: Bei tiefen Temperaturen richtigen Winterdiesel tanken

Die Wintertauglichkeit von Diesel ist gesetzlich geregelt. Konkret ist festgelegt, dass Diesel von 1. Oktober bis 28. oder 29. Februar bis zu minus 20 Grad und von 1. März bis 31. März noch bis zu minus 15 Grad fließfähig sein muss. Aber schon bei einstelligen Minusgraden kann es bei ununterbrochenem Stehen im Freien mit kurzen Fahrten und ungünstiger Lage des Kraftstofffilters zu Startproblemen kommen.

“Bei Kälte flockt der Paraffinanteil im Diesel aus, die Filter legen sich zu und die Kraftstoffversorgung funktioniert nicht mehr. Dadurch springt der Motor nicht an, obwohl Batterie und Starter in Ordnung sind”, erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Für den Experten ist das ein Grund, an der Zapfsäule vorbeugend zum qualitativ besseren Extrem-Winterdiesel (Premium-Kraftstoff) zu greifen, sobald sich Temperaturen im zweistelligen Minusbereich ankündigen.

Verschmutzte Filter und Wasser im Kraftstoffsystem behindern zusätzlich den Kraftstoffdurchfluss und können Startschwierigkeiten verursachen. Vermeiden kann man derartige Probleme laut ÖAMTC nur durch ein regelmäßiges Service, bei dem unter anderem Filter gereinigt oder ausgetauscht werden.

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