Che-Guevara-Büste im Donaupark hat eine neue Nase

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Che-Guevara-Büste im Donaupark hat eine neue Nase
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Dem Denkmal war im April die Nase abgesägt worden. Nach erfolgreicher “Nasen-OP” in Deutschland ist die Büste Che Guevaras nun rechtzeitig zu seinem 81. Geburtstag an ihren Platz im Donaupark zurückgekehrt.

Ches’ Anhänger können nun am Montagabend ab 18.00 Uhr den gestrigen 81. Geburtstag Che Guevaras vor der runderneuerten Büste mit Gesängen und Ansprachen feiern.

Die Wiederanbringung der Nase sei technisch ein schwieriges Unterfangen gewesen, weshalb die Büste auch ins Ausland habe gebracht werden müssen, berichtete Hans Mikosch, Vorsitzender der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft. Schließlich sei durch die Attacke mit dem Seitenschneider Material verloren gegangen: “Deshalb konnte sie nicht gelötet werden, sonst hätte Che jetzt eine zu kurze Nase.” So musste der Zinken, den man kurz nach der Attacke im Park wiedergefunden hatte, angeschweißt werden. Die Narbe ist dabei kaum zu entdecken, wenn man Che nicht sehr genau ins Gesicht schaut. Bezahlt wurde der 3.800 Euro teure plastikchirurgische Akt von der Kulturabteilung der Stadt.

Die Attentäter, welche im April die Nase der Büste abgeschnitten, das Denkmal mit Toilettenpapier umwickelt sowie die bestehende Plakette durch die Aufschrift “Che Guevara – Terrorist” ersetzt hatten, wurden bisher nicht ausgeforscht. Es habe sich jedoch mit ziemlicher Sicherheit um einen Anschlag rechter Kreise auf die Demokratie gehandelt, zumal Che Guevaras Konzepte heute nach wie vor aktuell seien. “Dafür wird Che auch heute noch gehasst. Aber seine Ideen sind unbesiegbar”, so Mikosch.

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