Busunglück in Kuba forderte zwei Todesopfer: Mehrere Österreicher verletzt

Oberösterreicher starb bei Unfall von Rundreisebus in Kuba
Oberösterreicher starb bei Unfall von Rundreisebus in Kuba - © APA/ESCAMBRAY/VICENTE BRITO
Die Ärzte in Kuba kämpfen nach wie vor um das Leben jener Österreicherin, die bei dem Busunglück in Kuba schwer verletzt wurde. Ein 63-jähriger Oberösterreicher verlor bei dem Unfall sein Leben.

In einem Krankenhaus in Kuba kämpfen Ärzte um das Leben einer Österreicherin, die beim Unfall eines Touristenbusses auf der Karibikinsel lebensgefährlich verletzt worden ist. Ein Oberösterreicher (63) und der Buschauffeur (37) starben. Unter den vielen Verletzten befanden sich sechs weitere Österreicher.

Österreicher  beim Busunfall in Kuba

In dem Bus mit insgesamt 27 Urlaubern vor allem aus Deutschland saßen nach Angaben von Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums in Wien, acht österreichische Touristen – ein Paar aus der Steiermark, eines aus Tirol und vier Oberösterreicher. Der 63-jährige Johann E. aus dem Innviertel überlebte den Unfall am Samstagabend (Ortszeit) zwischen Santiago de Cuba im Südosten der Insel und Trinidad im Zentrum nicht. Bei der lebensgefährlich verletzten Reisenden soll es sich dem Vernehmen nach um seine Frau handeln.

Botschafterin vor Ort

Von den sechs weiteren Österreichern mussten zunächst drei Verletzte stationär aufgenommen werden, einer von ihnen sollte am Montag im Lauf des Tages das Spital bereits verlassen können, sagte Schnöll der APA. Die übrigen drei österreichischen Urlauber waren zwar ebenfalls verletzt worden, benötigten aber nur medizinische Erstversorgung. Die österreichische Botschafterin in Havanna, Gerlinde Paschinger, kümmert sich an Ort und Stelle um die Anliegen der Betroffenen.

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Die Österreicher waren als Individualreisende auf Kuba unterwegs gewesen, dem Veranstalter Thomas Cook lagen für die vier Paare vier individuelle Buchungen für die Rundreise vor.

Urlauber werden versorgt

Mehr als die Hälfte der Passagiere konnte das Spital bis Montag wieder verlassen. “Sie werden zur Zeit in einem Hotel in Sancti Spiritus weiter versorgt und medizinisch beobachtet”, sagte Mathias Brandes, Sprecher des Reiseveranstalters Thomas Cook, der APA. Aus Deutschland machten sich zwei psychologisch geschulte Mitarbeiter des Unternehmens auf den Weg, um sich in der zentralkubanischen 138.000-Einwohner-Stadt um die Urlauber zu kümmern. “In den nächsten ein oder zwei Tagen werden die Ärzte entscheiden, welche Gäste reisefähig sein. Jetzt müssen wir die Situation erst einmal abwarten.”

Der Unfall des Busses mit Rundreise-Kunden von Thomas Cook und Neckermann Reisen wurde bei der Ortschaft Jatibonico offenbar von einem Lastwagen ausgelöst. Der Lkw touchierte mit seinem Auflieger-Anhänger eine Eisenbahnbrücke. Offenbar hatte der Fahrer den Warnhinweis übersehen, der die Durchfahrt für Fahrzeuge mit mehr als 4,20 Metern Höhe untersagt. Der Container stürzte daraufhin auf den Bus.

Besorgte Angehörige erhalten über eine Hotline aktuelle Informationen über das Unglück, unter 0800-100-353 für Österreich und 0800-555-28-28 für Deutschland.

>> Österreicher bei Busunfall in Kuba gestorben

(APA)

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