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Bundeskriminalamt fahndet online wieder nach Wiener Ex-Judoka Seisenbacher

Das Bundeskriminalamt fahndet wieder nach Seisenbacher.
Das Bundeskriminalamt fahndet wieder nach Seisenbacher. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Es wird weiter öffentlich nach Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher gesucht. Sein Name und Fotos schienen am Dienstag, 12. September, erneut bei den Personenfahndungen auf der Internetseite des Bundeskriminalamts auf.
Auslieferung möglich
Ukraine: Gericht muss handeln
Seisenbacher in Kiew verhaftet
Prozess geplatzt
Bilder vom Prozess
Anklage gegen Judoka
Verdacht von Missbrauch

Die öffentliche Fahndung nach dem Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher bleibt vorerst aufrecht. Nachdem der Ex-Judoka in der Vorwoche in Kiew nach Ende einer 40-Tage-Frist aus der Auslieferungshaft entlassen worden war, schienen sein Name und Fotos am Dienstag erneut bei den Personenfahndungen auf der Internetseite des Bundeskriminalamts auf. Das ist ein üblicher Vorgang, hieß es bei der Justiz. Der mit Vorwürfen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen konfrontierte Wiener war am 1. August in einer Wohnung in Kiew festgenommen worden. Weder die Festnahmeanordnung noch die Fahndung seien seither widerrufen worden, betonte Christina Salzborn, Sprecherin des Wiener Landesgerichts für Strafsachen auf APA-Anfrage. Nachdem der 57-Jährige seit Freitag nicht mehr in Auslieferungshaft sitzt und auch nicht an die österreichische Justiz überstellt wurde, wurde die Fahndung wieder ins Netz gestellt. Der Online-“Kurier” hatte zuerst darüber berichtet.

Nach Seisenbacher wurde international gefahndet

Nach Seisenbacher war international gefahndet worden, nachdem er sich seinem Prozess, der am 19. Dezember 2016 am Landesgericht Wien starten hätte sollen, per Flucht entzogen hatte. In einem Wiener Judo-Verein soll er – so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft – zwischen 1997 und 2004 zwei im Tatzeitraum jeweils unmündige Mädchen missbraucht haben. Seisenbacher hat sich zu den Anschuldigungen nicht öffentlich geäußert. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

APA/Red.

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