Beim Wakeboarden Unterarm abgetrennt: Wienerin nicht in Lebensgefahr

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Bei Sportunfall Unterarm abgetrennt - Frau auf Normalpflegestation
Bei Sportunfall Unterarm abgetrennt - Frau auf Normalpflegestation - © DPA/Bilderbox.at (Sujet)
Jene 41-jährige Wienerin, die sich beim Wakeboarden an der Neuen Donau den Unterarm abgetrennt hatte, befindet sich nach AKH-Sprecherin Karin Fehringer auf der Normalpflegestation. Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls.

Bei dem Unfall habe die 41-Jährige schwere Verletzungen erlitten, Lebensgefahr bestehe aber keine, sagte Fehringer der Autria Presse Agentur (APA). Die Polizei konnte noch keine Zeugen ausfindig machen, die das Geschehen mitverfolgt hatten.

Tragischer Unfall beim Wakeboarden

Der Unfall passierte um 12.30 Uhr. Die 41-Jährige hatte sich mit dem Wasserlift über die Donau ziehen lassen, als ihr der Arm zwischen Ellbogen und Handgelenk abgetrennt wurde. Ob die Frau mitgeschleift wurde oder das Seil um den Arm gewickelt worden ist, war einen Tag später noch unklar. “Es gab überhaupt niemanden, der etwas zum Unfall hat sagen könnten”, sagte Keiblinger. “Wer den Vorfall beobachtet hat, soll sich bitte unverzüglich bei der nächsten Polizeistation melden”, bat der Pressesprecher.

Passanten halfen der Frau

“Zwei Passanten zogen die Frau aus dem Wasser”, schilderte Keiblinger. Sie leisteten gemeinsam mit dem Liftbetreiber und dem Liftwart Erste Hilfe. Polizisten und Feuerwehrmänner suchten dann im sechs Meter tiefen Wasser nach der Hand. Knapp zwei Stunden nach dem Unfall wurde diese von einem Feuerwehrtaucher gefunden. Die Hand wurde mittels Eis gekühlt und von der Funkstreifenbesatzung Viktor 6 ins AKH gebracht. Die behandelnden Ärzte konnten den Unterarm aber nicht mehr annähen.

Frau wurde Unterarm abgetrennt

Weitere Informationen zum Unfallhergang erhofft sich die Polizei nun von der Einvernahme der Frau. Wann diese vernehmungsfähig sein wird, war am Montag noch unklar. Bereits befragt wurde der Liftbetreiber, doch er hatte den Unfall nicht beobachtet. Laut Homepage des Betreibers fährt der Lift mit 28 bis 31 km/h. Die Anlage ist seit 2010 in Betrieb. Die Seilbahn ist elf Meter hoch und 832 Meter lang.

Dem Betreiber des Wakeboard-Liftes Michael Machek hat sich zu dem Vorfall zu Wort gemeldet: “Es ist uns nach derzeitigem Recherchestand kein vergleichbarer Unfall auf anderen Wakeboardliftanlagen bekannt; seit 1982 gab es rund 2,3 Mio Fahrten auf unserer Anlage, ohne nennenswerte Zwischenfälle. Unsere Anlage wird jährlich ab- und wieder aufgebaut und von einem Ziviltechnikbüro kommissioniert; ebenso wird ein jährlicher Elektrobefund erstellt und die Genehmigungen sämtlicher involvierter Magistratsbehörden eingeholt bzw. erneuert. Zum derzeitigen Zeitpunkt können wir ein technisches Gebrechen ausschließen und gehen von einer Verkettung unglücklicher Zufälle aus”. Weiter wünscht er dem Unfallopfer gute Genesung und “unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei ihr und ihrer Familie”.

>> Tragischer Unfall an der Neuen Donau

(APA)

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