Bei diesen Wiener S-Bahn-Stationen ist die Miete am günstigsten

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Bei diesen Wiener S-Bahn-Stationen ist die Miete am günstigsten
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Das Wiener S-Bahn-Netz erschließt große Teile des Umlandes der Bundeshauptstadt und sorgt für beste Verbindungen. Darüber hinaus hat es Einfluss auf die Mietpreise – wie die erste S-Bahn-Mietpreiskarte für Wien und Wien-Umgebung aufzeigt. Bei welchen S-Bahn-Stationen wohnt man günstig, wo zahlt man viel Miete? Alle Infos hier.


Bei welchen U-Bahn-Stationen man wieviel Miete zahlt, wurde ja kürzlich bereits erhoben. Doch wissen Sie, wieviel Wohnungen bei S-Bahn-Haltestellen wie Gersthof, Hetzendorf, Liesing oder Breitensee innerhalb des Stadtgebietes und Hollabrunn, Ebreichsdorf oder Himberg jenseits der Stadtgrenze kosten? Und dass Gerasdorf oft teurer als Klosterneuburg oder Perchtoldsdorf ist  – und sich der Praterkai dank Donaumarina und Co. zur Toplage in Wien entwickelt?

S-Bahnen für Wiener unverzichtbar

Das S-Bahnnetz ist für den Großraum Wien praktisch die wichtigste Lebensader des öffentlichen Verkehrs. Mit insgesamt neun S-Bahnlinien und ihren rund 180 Stationen pendeln täglich hunderttausende Niederösterreicher und Burgenländer zur Arbeit oder zum Studieren nach Wien – und die Wiener gleichzeitig ins Umland. Nach der so erfolgreichen U-Bahn-Mietpreiskarte hat zoomsqure deshalb nun auch eine S-Bahn-Mietpreiskarte für Wien und Wien Umgebung veröffentlicht – Überraschungen sind garantiert.

Was kostet Wohnen in S-Bahn-Nähe?

Damit wird zunächst erstmals sichtbar, was Wohnungen bei allen S-Bahnstationen innerhalb Wiens kosten. Das ist deshalb besonders interessant, weil viele Wohnungen in Wien keine eigene U-Bahn, aber sehr wohl eine S-Bahnstation in ihrer Nähe haben, die die täglichen Wege erheblich erleichtert. Prominente S-Bahnstationen weitab der U-Bahn von Gersthof, Liesing, Rennweg, Speising oder Strebersdorf bekommen somit erstmals Immobilienpreise für das Umfeld der jeweiligen Haltestelle zugeordnet.

Mieten: Teuerste S-Bahn-Stationen in Wien

Die Nobellage Nußdorf liegt hier nur knapp vor Süßenbrunn und Praterkai: Zu den teuersten S-Bahn-Stationen innerhalbs Wiens ohne U-Bahn-Anschluss zählen unter anderem Nußdorf mit 16 Euro Miete pro Quadratmeter, Gersthof (15 Euro), der Praterkai nahe der Donaumarina (15,5 Euro), Süßenbrunn (15 Euro) im 22. Bezirk oder Hadersdorf / Weidlingau (14 Euro) kurz vor der Stadtgrenze bei Purkersdorf.

Günstigste S-Bahnlagen: St. Marx, Brünner Straße oder Penzing

Deutlich günstiger lebt es sich in der Bundeshauptstadt unter anderem an der S7 bei St. Marx (10,9 Euro), bei der Station Geiselbergstrasse (11,3 Euro) und rund um den Zentralfriedhof (10,8 Euro). Auch die S3-Stationen Strebersdorf (10,9 Euro), Jedlersdorf (12,5 Euro) oder
Brünner Straße (12,6 Euro) sind durchaus noch erschwinglich. Gleiches gilt am anderen Ende der Vorortelinie S45 in Breitensee, Penzing oder Hütteldorf, wo die Wohnpreise durchaus noch moderat sind.

S-Bahn-Mietpreiskarte für Wien und Umland

Einfach klicken, um die S-Bahn-Mietpreiskarte für Wien und Wien-Umgebung zu vergrößern und die Mietpreise zu jeder einzelnen Station zu sehen.

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Gerasdorf toppt bei den Wohnpreisen dank U-Bahnnähe sogar Klosterneuburg & Perchtholdsdorf: Außerhalb der Stadtgrenze und trotzdem noch innerhalb des S-Bahnnetzes der Verkehrsregion Ost (VOR) gibt es gleich einige hochpreisige Lagen unweit von S-Bahnstationen. Zum einem sind das Richtung Süden Perchtholdsdorf (12,8 Euro), Maria Enzersdorf (12,7) nahe der SCS, Mödling (12,7) und Baden (12,2 Euro). Zum anderen die Achse kurz hinter der Stadtgrenze Richtung Klosterneuburg und Kritzendorf (je 12,4 Euro). Toplagen sind aber für viele sicher überraschend Gerasdorf und Kapellerfeld unweit der Grenze zum 22. Bezirk. Erklärbar ist das wohl vor allem mit der unmittelbaren Nähe zur U1-Endstation Lepoldau. Klar ist aber auch das absolute Bestlagen wie der Ölberg in Klosterneuburg auch weiterhin preislich klar vor Gerasdorf & Co. liegen werden.

Boomstadt Parndorf als Wohnlage günstig

Echte Schnäppenlagen im Einzugsgebiet von Wien sind unter anderem Herzogenburg (8,3 Euro) an der S40 Richtung St. Pölten oder Hollabrunn (8,3 Euro). Ebenfalls spannend im Wiener Umfeld sind beipielsweise Sollenau (8,4 Euro) oder vielleicht sogar etwas überraschend das boomende Parndorf im Burgenland mit günstigen 7,5 Euro Miet pro Quadratmeter. Komplettiert werden diese deutlich günstigeren S-Bahn-Stationen durch Hainburg an der Donau (8,4 Euro).

Niedrige Mieten: Geheimtipp Strasshof nahe der Donaustadt

Ein echter Geheimtipp, für alle die unweit des 22. Bezirks ihre Zelte aufschlagen wollen ist Strasshof. Während man im 22. Bezirk beispielsweise in Süßenbrunn wie schon erwähnt 15 Euro hinblättern muss, sind es nur wenige Fahrminuten entfernt an der S1 bei Strasshof oder Silberwald mit 8,4 Euro nur etwas mehr als die Hälfte davon. Die günstigste S-Bahn-Station im gesamten Netz ist übrigens Laa an der Thaya (6,9 Euro) nur unweit der tschechischen Grenze.

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