Bauchstich vor Schule in Wien-Währing: 14-Jähriger schwer verletzt

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Der Jugendliche wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Der Jugendliche wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. - © APA (Sujet)
Am Mittwochvormittag eskalierte ein Streit unter Jugendlichen in Wien. Vor einer Schule attackierte ein 16-Jähriger einen 14-Jährigen, der offenbar zuvor Geld von ihm gefordert hatte, mit einem Messer und fügte ihm dabei schwere Verletzungen im Bauchbereich zu.

Am Mittwoch, den 2. Mai 2018, um circa 07.45 Uhr, ist es vor einer Schule in der Vinzenzgasse in Wien-Währing zu einem Streit zwischen zwei Jugendlichen gekommen. Die beiden Jugendlichen hatten sich laut Polizei vor der Schule verabredet, um eine Geldangelegenheit zu regeln. Der 14-Jährige soll Bares vom Älteren verlangt haben. Der 16-Jährige griff im Zuge des Streits zu einem Messer und stach dem Jüngeren in den Bauch.

16-jähriger Schüler attackiert 14-Jährigen in Wien-Währing mit Messer

Der 16-jährige Tatverdächtige attackierte seinen 14-jährigen Kontrahenten, der von ihm Geld verlangt hatte, vor der Polytechnischen Schule im Bereich Schopenhauerstraße/Vinzenzgasse mit einem Messer und fügte ihm einen Bauchstich zu.

Der mutmaßliche Täter ist Schüler der Polytechnischen Schule in der Schopenhauerstraße 81, er wurde noch am Tatort festgenommen. Nach inoffiziellen Angaben war das Opfer dort suspendiert worden. Ein Sprecher des Stadtschulrats zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Schulpsychologe, Sozialarbeiter und Jugendwohlfahrt waren in der Schule im Einsatz.

Der 14-Jährige wurde von der Rettung mit schweren Verletzungen in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht. Ob die Verletzung lebensgefährlich ist, konnte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Das Landeskriminalamt, Außenstelle West, führt die Ermittlungen wegen absichtlich schwerer Körperverletzung.

Bereits tödliche Messerattacke an Schule im Jahr 2005

Bereits am 15. September 2005 war die Polytechnische Schule in Währing Schauplatz einer Bluttat gewesen: Ein 16-Jähriger war in der Großen Pause mit einem Fixiermesser auf einen 14 Jahre alten Mitschüler losgegangen und hatte diesen “ohne wirklichen Anlass” erstochen, wie es in der Urteilsbegründung des Erstgerichts hieß. Der Jugendliche wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Polizei geht von Mordversuch aus

Nach Einvernahme geht Polizei von Mordversuch aus. Offensichtlich fühlte sich der 14-Jährige in seiner Ehre gekränkt, weil der 16-Jährige seine Schwester vor Mitschülern als hübsch bezeichnet hatte. Daraufhin forderte der 14-Jährige vom 16-Jährigen mehrmals Geld und bedrohte ihn mit dem Tod, falls er ihm dieses nicht geben würde. Nachdem der 16-Jährige dem 14-Jährigen laut eigener Aussage einmalig 100 Euro gegeben hatte, forderte dieser noch mehr Geld. Für den heutigen Morgen vereinbarten beide einen Treffpunkt, wobei der 16-Jährige ein Küchenmesser bei sich hatte.

Opfer nach wie vor in Lebensgefahr

Der Gesundheitszustand des 14-Jährigen – der gerade operiert wird – ist laut Angaben des Krankenhauses nach wie vor kritisch. Ein Staatsanwalt stellte die Untersuchungshaft in Aussicht. Der Tatverdächtige wird im Laufe des heutigen Abends in eine Justizanstalt überstellt.

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