Austria und Rapid in der Europa League-Gruppenphase: Das sind die Gegner

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Das sind die Europa League-Gruppen von Rapid Wien, Austria Wien und Red Bull Salzburg.
Das sind die Europa League-Gruppen von Rapid Wien, Austria Wien und Red Bull Salzburg. - © AP
Am Freitag wurden die Gruppen der Europa League ausgelost. Das sind die Gegner von Austria Wien, Rapid Wien und Red Bull Salzburg.

Österreichs Fußball-Clubs haben am Freitag prominente Gegner für die am 15. September beginnende Europa-League-Gruppenphase erhalten. Meister Red Bull Salzburg trifft in der Gruppe I auf Schalke 04, FK Krasnodar und OGC Nizza.

Vizemeister Rapid bekommt es im Pool F mit Athletic Bilbao, KRC Genk und US Sassuolo zu tun. Austria spielt in der Gruppe E gegen Viktoria Pilsen, AS Roma und Astra Giurgiu.

Austria jubelt über “höchst attraktive” Gruppe

Die Austria darf sich auf prominenten Besuch aus Italien einstellen. Mit der AS Roma zogen die Wiener bei der Gruppenauslosung in Monaco am Freitag einen attraktiven Gegner. Weitere Kontrahenten sind mit Viktoria Pilsen und Astra Giurgiu die wie Roma in der Champions-League-Qualifikation gescheiterten Landesmeister aus Tschechien und Rumänien.

“Es ist genau das, was wir uns gewünscht haben – mit AS Roma haben wir einen Gegner, der europaweit bekannt ist. Insgesamt ist es eine interessante und höchst attraktive Gruppe mit wirklich guten Chancen für uns”, meinte Austria-Vorstand Markus Kraetschmer in einer ersten Reaktion. Trainer Thorsten Fink sah die Dinge ein wenig nüchterner. Der Deutsche war besonders froh, dass sein Team keine weiten Auswärtsreisen auf sich nehmen wird müssen.

Kein leichtes Unterfangen

“Wir freuen uns auf diese Gruppe, wenngleich wir uns erst einen Überblick über alles verschaffen müssen. Roma ist natürlich der Favorit, dann kommt Viktoria Pilsen, anschließend sehe ich uns und die Rumänen”, sagte Fink. Erster Spieltag ist der 15. September, abgeschlossen wird die Gruppe am 8. Dezember. Die ersten Zwei schaffen den Sprung ins Sechzehntelfinale.

Sportlich wird dies kein leichtes Unterfangen. Die Roma mit Altstar Francesco Totti geht nicht nur für Fink als Favorit ins Rennen. Der Dritte der abgelaufenen Serie A unter Trainer Luciano Spalletti startete in der Qualifikation für die Champions League, verpasste diese im Play-off gegen den FC Porto (1:1, 0:3) schlussendlich aber klar. Besonders über ein Wiedersehen freuen darf sich Austrias Clublegende Herbert Prohaska, ein Ex-Star der Römer.

Gegen Viktoria Pilsen und Astra Giurgiu rechnen sich die Austrianer aber offenbar etwas aus, Alexander Grünwald sah die nationalen Topclubs aus Tschechien und Rumänien “auf Augenhöhe”. Kapitän Robert Almer sprach indes von schwierigen Aufgaben. “Jedes Spiel wird uns alles abverlangen”, mutmaßte Österreichs Teamkeeper.

Auch Rapid zufrieden mit “interessanter” Europa-League-Gruppe

Bei Rapid hat die Auslosung der Gruppenphase Zufriedenheit ausgelöst. Athletic Bilbao sei zwar der klare Favorit in Gruppe F, die Chancen auf den zweiten Platz und den damit verbundenen Einzug ins Sechzehntelfinale seien im Dreikampf mit Genk und Sassuolo aber durchaus intakt, lautete der Tenor bei den Hütteldorfern.

Trainer Mike Büskens bezeichnete sich als Spanien-affin. “Von daher ist es ein Top-Los.” Bilbao sei einer starker Club mit einem Umfeld, “in dem Fußball gelebt wird. Fußballerisch ist die Mannschaft auf ganz hohem Niveau”, erklärte der Deutsche.

Das Resümee des 48-Jährigen lautete: “Es ist eine interessante Gruppe mit Bilbao als Favorit und drei Mannschaften, die um den zweiten Platz kämpfen werden.” Ähnlich äußerte sich Sportdirektor Andreas Müller auf Puls 4. “Wir müssen den Dreikampf so gestalten, dass wir gute Chancen auf den zweiten Platz habe. Ich glaube, dass Bilbao der klare Favorit in der Gruppe ist.”

“Ein Team auf Augenhöhe mit uns”

Bilbao schaffte es in der Vorsaison bis ins Europa-League-Viertelfinale, in dem erst im Elfmeterschießen gegen den späteren Sieger FC Sevilla Endstation war. Die vergangene Spielzeit in Spanien schlossen die Basken als Fünfter ab.

Mit Genk machte Rapid bereits vor drei Jahren in der Europa-League-Gruppenphase Bekanntschaft. Damals gab es auswärts ein 1:1 und daheim ein 2:2. Am Ende kam Genk als Gruppensieger weiter, die Hütteldorfer schieden als Dritter aus.

Christopher Dibon war damals in beiden Duellen mit dem belgischen Vorsaison-Vierten mit von der Partie. “Das ist ein Team, das mit uns auf Augenhöhe ist, aber wir brauchen einen guten Tag, um sie zu biegen”, vermutete der Innenverteidiger.

Der vierte Gruppen-Kontrahent stammt zwar aus der Serie A, stellt aber dennoch ein eher unbeschriebenes Blatt dar. US Sassuolo Calcio, der Club aus der 40.000-Einwohner-Stadt südlich von Modena und nordwestlich von Bologna, stieg 2013 erstmals in die höchste italienische Liga auf und schaffte dort in der vergangenen Saison Endrang sechs, noch vor Clubs wie AC Milan, Lazio oder Sampdoria.

“Höchst attraktive Gruppe”

Sassuolo wurde Rapid aus dem letzten Topf zugelost, in dem es aus sportlicher Sicht durchaus angenehmere Kontrahenten gegeben hätte. Immerhin blieben den Grün-Weißen weite Auswärtstrips erspart. “Was die Reisen betrifft, können wir wirklich zufrieden sein”, gab Müller zu.

Zufrieden war auch Rapids Wirtschafts-Vorstand Christoph Peschek. “Das ist eine höchst attraktive Gruppe”, sagte der Wiener. Laut Peschek werden die Europa-League-Tickets ab Dienstag angeboten, Abonnenten und Mitglieder haben Vorkaufsrecht.

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(APA/Red.)

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