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16. September 2009 10:23; Akt.: 16.09.2009 10:23

Augarten: Sängerknaben verklagen Besetzer

Augartenspitz: Der Stein des Anstoßes. Augartenspitz: Der Stein des Anstoßes. - © Archipel Wien
Weil der Augartenspitz keine öffentliche Fläche ist und die Sängerknaben dafür Miete zahlen, wird jetzt geklagt. Außerdem ist die Rede von angepöbelten Frauen und Kindern. Die Besetzer wollen standhaft bleiben.

 (2 Kommentare)

Die Wiener Sängerknaben haben am Mittwoch Unterlassungs- und Räumungsklagen gegen die Aktivisten eingebracht, die seit Monaten gegen den geplanten Bau eines Konzertsaals am Augartenspitz protestieren und den geplanten Baugrund besetzt halten. Man habe die Besetzer schließlich mehrfach ersucht, ihre Aktionen abzubrechen, unterstrich Sängerknaben-Präsident Walter Nettig in einer schriftlichen Stellungnahme: “Keinesfalls können und werden wir es zulassen, dass Sängerknaben und deren Familien angepöbelt und bedroht werden.”

Überdies werde der Eingangsbereich des Augartenspitzes mit Gerümpel verbarrikadiert. Jedoch würden sich die Sängerknaben weder gesetzwidrigen Aktionen beugen, noch sich einschüchtern lassen, betonte Nettig: “Der fortwährende Rechtsbruch durch eine kleine Gruppe radikaler Aktivisten, die sowohl die demokratischen Spielregeln als auch die Rechtsgrundlagen unseres Staates ignorieren, hat dem internationalen Image Wiens bereits geschadet.”

“Eine Unterstellung”

Der fragliche Augartenspitz sei eben keine öffentliche Fläche, sondern gehöre der Republik. Die Sängerknaben bezahlten dafür Miete, wobei seit Jahren eine gültige Flächenwidmung vorliege und das Konzertsaal-Projekt die Zustimmung der Stadt und des Bundesdenkmalamts finde sowie die Bewilligungen für Probebohrungen vorlägen.

Die als Begründung für die Klagen vorgebrachten Anwürfe weisen die Aktivisten zurück. Man habe niemals Frauen und Kinder angepöbelt, betonte Raja Schwahn-Reichmann vom “Josefinischen Erlustigungskomitee”: “Das ist eine Unterstellung – die ist nachprüfbar nicht wahr.” Man werde nun entscheiden, wie man weiter vorgehe. Klar sei aber jedenfalls: “Wir werden standhaft bleiben.”


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