AUA-Betriebsversammlung: Angebot klar abgelehnt, “kreativer Protest” droht

Höhepunkt des Protestes war ein Marsch über das Flughafengelände.
Höhepunkt des Protestes war ein Marsch über das Flughafengelände. - © APA
Bei der AUA-Betriebsversammlung am Mittwoch haben die Arbeitnehmer das Angebot der Firma klar abgelehnt. Sollte es kein Einlenken geben, werde die Belegschaft mit “kreativen Protest” darauf reagieren.

Im Arbeitskonflikt bei der AUA stehen die Zeichen weiterhin auf Konfrontation. Bei einer bis auf den letzten Platz gefüllten Betriebsversammlung am Mittwoch, den 6. Dezember 2017, haben die über 1.000 anwesenden Arbeitnehmer das Angebot der AUA über eine sechsprozentige Gehaltserhöhung für drei Jahre und Zuschläge bei Arbeitszeitflexibilisierung klar abgelehnt, teilte die Gewerkschaft vida nach Ende der Versammlung mit.

Protestmarsch über Flughafengelände in Wien Schwechat

Höhepunkt des heutigen Protestes war ein rund einstündiger Marsch über das Flughafengelände hin zur Firmenzentrale.

“Die Betriebsversammlung war überwältigend gut besucht und hat eine klare Absage an das Angebot des Arbeitgebers gebracht”, so AUA-Betriebsrat Rainer Stratberger. Gemeinsam mit den Mitarbeitern habe man ein Kollektivvertrags-Paket geschnürt, dass nun dem AUA-Management vorgestellt werde. Sollte es kein Einlenken geben, werde die Belegschaft mit “kreativen Protest” darauf reagieren. Wie dieser ausschauen könnte wollte Stratberger nicht verraten.

Entlohnung bei AUA-Angebot zu gering

Knackpunkt sei nach wie vor die künftige Entlohnung, die weit zu gering sei. Man sei jedenfalls noch deutlich voneinander entfernt, ergänzte Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida.

Ein AUA-Sprecher begrüßte in einer ersten Reaktion die weitere Verhandlungsbereitschaft der Arbeitnehmervertreter und betonte, dass man immer offen für neue Gespräche sei, schließlich sei das Arbeitgeber-Paket einmal ein erstes Angebot gewesen.

Flüge gestrichen und Verspätungen

Auf den Flugbetrieb hatte die Betriebsversammlung größeren Einfluss. Schon im Vorfeld hat die AUA heute 20 der 81 Flüge aus dem Programm genommen, außerdem kam es noch zu einigen Verspätungen.

(APA/Red)

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