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Anti-Abschiebungs-Demo auf Rossauer Lände: Angeblich Polizeigewalt

Bei der Demo auf der Rossauer Lände soll es Auseinandersetzungen gegeben haben
Bei der Demo auf der Rossauer Lände soll es Auseinandersetzungen gegeben haben ©Leserreporter Ernst W.
Am Mittwochabend fand vor dem Anhaltezentrum Rossauer Lände in Wien eine Demonstration gegen die Abschiebung von Flüchtlingen statt. Darüber, was dort geschah, gehen die Angaben auseinander - es soll Polizeigewalt und einen verletzten Demonstranten bzw. Polizisten gegeben haben. VIENNA.AT hat mit der Polizei gesprochen.
Bei der Demo

Wie der VSStÖ (Verband Sozialistischer Student_innen) in einer Aussendung nach der Demonstration berichtete, sollen am Mittwochabend rund 150 Menschen vorm Anhaltezentrum Rossauer Lände gegen die Abschiebung von sechs Flüchtlingen protestiert haben, die von dort weggebracht wurden. Die Polizei ging angeblich “mit ungewohnter Gewalt gegen friedliche Demonstrierende vor”, hieß es. 

Pfefferspray gegen Demonstranten?

Schlagstöcke und Pfefferspray seien zum Einsatz gekommen, mehrere Teilnehmer leicht und ein Demonstrant dabei laut VSStÖ “ernstlich” verletzt worden sein. Diese Angaben decken sich mit jenen von Leserreporter Ernst W., der ebenfalls bei der Demo vor Ort war.

“Es gab heftige Proteste und Blockadeaktionen, sodass die Polizei teilweise recht restriktiv vorging,” so W. Zu der angeblich verletzten Person meinte er: “Unsere Wahrnehmung war, dass diese Person wohl durch einen Pfeffersprayeinsatz verletzt wurde, da auch wir den Pfeffernebel wahrnahmen.”

“Ein solches gewaltvolles Vorgehen von der Polizei darf nicht geduldet werden. So etwas darf in Wien nicht passieren!”, so Marina Hanke, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, in der Aussendung.

Polizei berichtet friedlichen Verlauf

VIENNA.AT fragte daraufhin bei Polizeisprecherin Adina Mircioane und Polizeisprecher Thomas Keiblinger nach und erhielt eine vollkommen andere Darstellung des Sachverhalts. 80 Demonstranten sollen sich gegen 19:30 Uhr vor der Rossauer Lände versammelt und laut Mircioane die Ausfahrt blockiert haben.

Es habe einen weitgehend friedlichen Verlauf der Demonstration ohne besondere Zwischenfälle oder Vorkommnisse gegeben, bei dem seitens der Beamten keinerlei Waffen eingesetzt worden sein sollen, weder Pfefferspray noch Schlagstöcke, so Keiblinger.

Angeblich ein Polizist verletzt

“Die Abfahrt von der Kaserne wollten die Demonstranten behindern. Es kam aber zu keinem Waffengebrauch, keinen verletzten Demonstranten, der Verkehr wurde nicht behindert”, so der Polizeisprecher. Es habe zwar einen Verletzten gegeben, dabei habe es sich jedoch um einen Polizisten gehandelt.

Klatschten Beamte bei Abschiebung?

Auch einen anderen schwerwiegenden Vorwurf des VSStÖ dementiert Keiblinger entschieden – die Organisation hatte berichtet, dass es bei der Abfahrt des Abschiebetransports, den die Demonstranten durch einen Sitzstreik vor dem Gebäude zu verhindern suchten, Applaus von Polizistinnen und Polizisten gegeben hätte.

“Das ist lächerlich. Das ist mehr als phantasievoll,” meinte Keiblinger zu den Vorwürfen. “Ob die abgeschoben werden oder nicht, ist den Polizisten völlig egal. Die Beamten sind dienstlich dort und nehmen ihre Aufgaben wahr, ohne jegliches persönliches Interesse”, stellte Keiblinger zum Verhalten der Polizisten bei der Demonstration auf der Rossauer Lände klar.

(DHE)

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