Angel of Pleasure: “Engelsgleiche” Mode aus Wien

Von Amina Beganovic
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Verspielte Eleganz und liebevolle Details sind Markenzeichen des Labels. Verspielte Eleganz und liebevolle Details sind Markenzeichen des Labels. - © Angel of Pleasure
Romantische Verspieltheit trifft auf selbstbewusste Eleganz: Das Label “Angel of Pleasure” wartet mit einer breiten Auswahl an Designs auf, die alle die Liebe zum Detail gemein haben. Ein Gespräch mit Designerin Magdalena Auff, die Wiens “engelhaftes” Label ins Leben rief.

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Eine kleine, aber schicke Wohnung im 19. Bezirk, versteckt mitten in einer Döblinger Seitengasse. Der Arbeitsraum ist Atelier und Büro gleichzeitig, neben dem Computer gesellt sich die Nähmaschine, aus dem Regal an der Wand quellen die Stoffmuster nur so hervor. “Ich suche bereits etwas Größeres, hier hab ich selbst vor lauter Material bald keinen Platz mehr“, lacht Designerin Magdalena Auff. 

Die sympathische junge Wienerin mit den langen blonden Haaren bewegt sich aber geschickt an den Hindernissen vorbei und fischt aus einem Kleiderständer elegante Jacken und Mäntel, glänzende Seidenkleider und verspielte Röcke hervor. “Das sind Stücke der aktuellen Herbstkollektion, die ich auf der Vienna Fashion Week 2012 präsentieren werde.” Heuer ist sie bereits das 3. Mal dabei.

One-Woman-Erfolgsgeschichte in Wien

Magdalena Auff gründete das Label Angel of Pleasure im Jahr 2009. Was als „Nähen und Entwerfen für Freunde und Bekannte” begann, entwickelte sich unter den heimischen Modefans nach und nach zum Geheimtipp. „Es hat alles irgendwie eine Eigendynamik entwickelt“, so die Designerin, die auch den Titel „Schneidermeisterin“ trägt, wie die eingerahmte Urkunde auf ihrer Wand beweist.

Sogar auf der Berliner Fashionweek hat Auff bereits ausgestellt – um Mode aus Österreich zu repräsentieren. „Zwischen Berlin und Wien liegen in Sachen Fashion noch Welten. Aber es gibt hier dafür auch viel Potenzial. Dadurch, dass der Wiener Markt noch nicht so übersättigt ist, haben junge Designer auch mehr Chancen, “ spricht sie aus eigener Erfahrung.

Ihr Unternehmen: Ein One-Woman–Betrieb. Ab und an vielleicht mit Unterstützung von Praktikanten, und mit der Hilfe ihrer Schwester, die ihre PR übernimmt. Sonst arbeitet Auff völlig autonom als ihre eigene Chefin. „Natürlich ist das sehr stressig, gerade kurz vor einer großen Modenschau. Da arbeite ich oft wochenlang durch. Aber man hat auch mehr Freiheiten.“

Und wie sieht Angel of Pleasure aus?

Ihre Mode zeichnet sich durch Eleganz und Romantik aus, die Kostüme erinnern ein wenig an die junge Jacky Kennedy. Weicher Jersey mischt sich mit Seide, Pailletten und Strass-Steinchen. Die Schnitte sind klassisch, bleiben aber dennoch verspielt weiblich.

„Die Designs von Angel of Pleasure sind für Frauen, die nicht unbedingt sofort aus der Menge herausstechen möchten. Man erkennt das Besondere an den Details auf den zweiten Blick. Die Voraussetzung für ein gelungenes Design ist für mich nicht, dass es so außergewöhnlich ist, sondern, dass es einfach genau an der Trägerin passt.“

 Mehr Informationen zu dem Label hier.



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