Angebliches Flüchtlingscamp auf der Wiener Donauinsel sorgt für Gerüchte

Was Sie hier sehen, ist definitiv kein Flüchtlingscamp auf der Donauinsel
Was Sie hier sehen, ist definitiv kein Flüchtlingscamp auf der Donauinsel - © Leserreporter Andreas L.
So entstehen Gerüchte: Bei seiner Fahrt zur Wiener Donauinsel wurde Leserreporter Andreas L. in der S-Bahn zum Ohrenzeugen eines hoch emotionalen Streits, bei dem einige der Fahrgäste sich über ein vermeintliches Flüchtlingscamp auf der Donauinsel echauffierten.

“Die Diskussion drehte sich darum, dass einige Fahrgäste wirklich der Meinung waren, dass es sich bei den zahlreichen Zelten, die man von der S-Bahn aus auf der Donauinsel sah, um ein Flüchtlingscamp handelte. Die Personen, die darüber diskutierten, haben sich aufgeregt, dass da diese Zelte stehen und gemeint, dass es sicher ein speziell für Muslime errichtetes Camp sei, weil sie den Stadtort offenbar mit der Moschee auf der Donauinsel in Verbindung brachten”, schrieb uns Andreas L.

Kein Flüchtlingscamp, sondern Afrika Tage auf der Donauinsel

“Die drei schlafenden Personen, die man da gesehen hat, erhitzten leider zusätzlich die Gemüter. Ich hab mir aber gleich gedacht, dass es nicht nach einem Flüchtlingscamp aussieht, sondern wahrscheinlich eine Veranstaltung sein wird.”

Damit liegt unser Leserreporter vollkommen richtig, denn von einem Flüchtlingscamp kann keine Rede sein – auf der Donauinsel finden noch bis zum 16. August die Afrika Tage statt. Was die S-Bahn-Fahrgäste sahen, waren die dort aufgestellten Zelte des afrikanischen Basars.

Vorurteile und Gerüchte

“Mir machte diese lautstarke Diskussion wirklich etwas Angst, weil anscheinend immer mehr Menschen Vorurteile abgeben, ohne zu wissen oder wenigstens zu hinterfragen, was wirklich los ist – wobei aber die unerträgliche Hitze mit Sicherheit auch etwas dazu beiträgt, dass sich die Gemüter schneller im Streit erhitzen”, meinte unser Leserreporter.

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