Mann bei Wiener U-Bahn-Station niedergestochen: 19-Jähriger vor Gericht

Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes in Wien verantworten.
Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes in Wien verantworten. - © APA/HELMUT FOHRINGER
Am 30. Mai 2017 soll ein 19-jähriger Afghane einen Mann in der Nähe der U1-Station Keplerplatz in Wien niedergestochen haben. Am Dienstag müssen sich Geschworene am Wiener Landesgericht mit dem Fall auseinandersetzen. Dem 19-Jährigen wird versuchter Mord vorgeworfen.

Er soll einen Mann niedergestochen haben, nachdem dieser als unbeteiligter Zeuge versucht hatte, einen Streit zwischen Afghanen und Tschetschenen zu schlichten. Die Auseinandersetzung hatte bereits in einer Garnitur der U1 ihren Ausgang genommen, als mehrere Afghanen in Richtung eines Mannes pöbelten, den sie aufgrund eines T-Shirts mit kyrillischen Schriftzeichen für einen Tschetschenen hielten.

Streit eskalierte Mit Messerstecherei

Nach dem Verlassen der U-Bahn eskalierte die Situation, als einer der vier Afghanen ein Küchenmesser zückte. Abgesehen vom Streitschlichter, der einen Bauchstich abbekam, wurde auch ein Tschetschene verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat neben dem mutmaßlichen Messerstecher wegen Beitragstäterschaft auch dessen Begleiter angeklagt, die dank Zeugenaussagen und Videoaufzeichnungen ausgeforscht werden konnten.

APA/Red.

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