1. Mai-Feiern werden von Parteien für Wahlkampf genutzt

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Die Maiaufmärsche werden im heurigen Jahr für den Wahlkampf genutzt.
Die Maiaufmärsche werden im heurigen Jahr für den Wahlkampf genutzt. - © APA
Die Parteien nutzen die Feierlichkeiten am 1. Mai vor allem für eines: Werbung in eigener Sache. Im Burgenland, der Steiermark und auch in Wien stehen in dieses Jahr nämlich wichtige Wahlen an.

Das Wetter wird nach derzeitigem Stand zwar regnerisch kühl und damit nicht zum Feiern, die Wiener Roten wird das trotzdem nicht davon abhalten, den “Tag der Arbeit” erneut am Rathausplatz hochleben zu lassen. Ab 9.00 Uhr wird dort zum Maiaufmarsch geladen, wobei das offizielle Motto diesmal auf ein Jubiläum verweist: “125 Jahre 1. Mai – Unser Tag”.

Maiaufmarsch am Wiener Rathausplatz

Die Tradition sieht vor, dass zum Auftakt wieder die diversen Bezirksdelegationen im Sternmarsch Richtung Rathaus wandern. Zur Schlusskundgebung darf wieder die Parteispitze das Wort ergreifen. Bundeskanzler Werner Faymann und Wiens Bürgermeister Michael Häupl sind für Reden ebenso angesagt wie Vizebürgermeisterin Renate Brauner und ÖGB-Präsident Erich Foglar. Für alle, die es nicht dorthin schaffen, aber sehen möchten: Der Maiaufmarsch wird heuer hier als Livestream-Übertragung mitzuverfolgen sein.

Die Wiener SPÖ bringt am 1. Mai nach wie vor rund 100.000 Menschen auf die Straße. Dabei hätten heuer einige Genossen beinahe die Gefolgschaft verweigert: Nach dem Lehrer-Sager von Bürgermeister Häupl (“Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig”) hatte der Zentralverein der Wiener LehrerInnen noch in der Vorwoche angekündigt, nicht mitmarschieren zu wollen. Nach den besänftigenden Worten des Stadtchefs am Wiener SPÖ-Parteitag am vergangenen Samstag zeigten sich die Pädagogen allerdings wieder versöhnlich.

Gerangel um Hauptlpatz in Graz

In Graz gab es zeitweise ein Gerangel, wer denn jetzt am Hauptplatz den 1. Mai feiern darf. Letztlich wird es die SPÖ sein, die ihren Wahlkampfauftakt mit Landeshauptmann Franz Voves eben dort vorm Rathaus begeht. Die KPÖ, die nachgegeben hatte, marschiert von der anderen Murseite über den Hauptplatz zum Eisernen Tor, wo Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler den Wahlkampf eröffnen wird.

Gewählt wird auch bald im Burgenland. Die dortige ÖVP mit Spitzenkandidat Franz Steindl hat sich als Startschuss fürs Stimmensammeln ein Familienfest rund um das Eisenstädter ÖVP-Haus ausgedacht. Die Freiheitlichen begehen ihren offiziellen Wahlkampfauftakt in Rohrbach und brechen dann zu ihrer “Heimvorteil-Tour” durchs Burgenland auf.

Wahlkampftöne der Parteien am 1. Mai

Bundesparteichef Heinz-Christian Strache wird da nicht dabei sein, er wird nämlich mit FP-Landesrat Manfred Haimbuchner in Linz beim traditionellen Frühschoppen am Urfahraner Jahrmarkt für deftige Worte sorgen. In Oberösterreich wird im September gewählt, was Linz klarerweise zu einem beliebten Treffpunkt macht. Und so finden sich dort am 1. Mai auch die Grünen ein, Parteichefin Eva Glawischnig und Landesrat Rudi Abschober diskutieren mit Jugendlichen über Bildungspolitik. Den 1. Mai als “Tag der Bildung” ausgerufen haben auch die NEOS, die in ihren Räumlichkeiten im 7. Wiener Gemeindebezirk zu einem “Fest für die Talente dieses Landes” laden. Das Team Stronach verzichtet nach derzeitigem Stand auf eine Aktion zum “Tag der Arbeit”.

Nicht so die ÖVP, die zieht es auf den Flughafen Wien-Schwechat. Eine Delegation, bestehend aus Parteichef Reinhold Mitterlehner, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Generalsekretär Gernot Blümel und dem EU-Abgeordneten Othmar Karas, wird sich dort bei einem Pressegespräch den Themen Wirtschaft und Beschäftigung annehmen.

(APA/Red)

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