Zwei Mordversuche mit Messern werden in Wien vor Gericht verhandelt

In der ersten Mai Woche gibt es in Wien zwei Mordversuchsprozesse.
In der ersten Mai Woche gibt es in Wien zwei Mordversuchsprozesse. - © APA
In der kommenden Woche werden in Wien gleich zwei Prozesse wegen Mordversuchen vor Gericht verhandelt: Ein 20-Jähriger soll in Floridsdorf seine Großmutter attackiert haben, ein 27-Jähriger in Meidling seine Ex-Freundin.

Die Attacke gegen die Großmutter in Floridsdorf geschah erst vergangenen Februar. Die verletzte 69-Jährige wählte noch selbst den Notruf und berichtete, ihr bei ihr wohnender Enkel habe ihr am Rücken eine Verletzung zugefügt. Der Frau war zunächst gar nicht bewusst, dass sie lebensgefährlich verletzt wurde. Laut Gerichtssprecherin Christina Salzborn handelte es sich um ein Messer mit einer 18 Zentimeter langen Klinge, die abbrach und im Rücken stecken blieb.

20-Jähriger gesteht Attacke auf Großmutter

Ihr Enkel stellte sich kurze Zeit später der Polizei, der junge Mann gab die Tat zu. Dem Angriff ging offenbar kein Streit voraus. Der 20-Jährige, der bei seiner Oma in deren Wohnung in der Brünner Straße lebte, befand sich seit längerem in psychiatrischer Behandlung. Phasenweise soll der junge Mann sehr verwirrt sein und geäußert haben, Stimmen zu hören, weshalb die Staatsanwaltschaft eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragte. Den Vorsitz des Schwurgerichts führt Beate Matschnig.

Weiterer Prozess wegen Messerattacke in Wien

Ebenfalls am Dienstag wird der Prozess wegen einer weiteren Messerattacke fortgesetzt. Ein 27-Jähriger – die Verhandlung hatte bereits im März begonnen – soll im Juli 2014 in Wien-Meidling seine Ex-Freundin mit der Waffe attackiert haben, was er entschieden in Abrede stellte. Die 30-jährige Frau tauchte mit zwei männlichen Begleitern beim Angeklagten auf, weil sie angeblich Kleider und Post aus der Wohnung holen wollte. Dabei sei er mit einem Pfefferspray besprüht und einem Küchenmesser sowie einer Plastikpistole bedroht worden.

Er habe sich mit einem Schweizer Messer unzureichend gewehrt und sei schließlich aus Angst und fast nackt ins Freie und davongelaufen. Auf der Straße soll er der Frau mit dem Messer tief in den Hals geschnitten haben. Das Schwurgericht (Vorsitz: Stefan Apostol) wird nach einigen Zeugenaussagen voraussichtlich am Dienstag ein Urteil fällen. (APA)

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