Zwei Jahre Haft für Häftlings-Vergewaltigung

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Jene drei Burschen, die im August 2003 im Wiener Gefängnis einen 14-jährigen Mithäftling vergewaltigt hatten, wurden am Donnerstag rechtskräftig verurteilt.

Der knapp 17 Jahre alte Haupttäter erhielt zwei Jahre unbedingt. Seine zwei jeweils 15- jährigen Komplizen, die zunächst zugesehen und sich dann am sexuellen Missbrauch beteiligt hatten, fassten 17 bzw. 18 Monate unbedingt aus.

Der Richter verwies in der Urteilsbegründung auf die schlechten Haftbedingungen, die das Sexualverbrechen zumindest begünstigt hätten: „Unsere Justizanstalt ist derart überfüllt, dass es den Beamten nicht möglich ist, jeden Häftling zu beobachten, um solche Vorfälle zu verhindern.“

Der 14-Jährige war beim Stehlen in einem Kaufhaus in der Mariahilfer Straße erwischt worden und in der U-Haft gelandet. Dort wurde er nach kurzer Zeit in eine andere Zelle verlegt, nachdem ihn ein afrikanischer Jugendlicher „angetapserlt“ hatte.

Der rumänische Bub kam in eine Vier-Mann-Zelle, in der bereits drei ältere Burschen aus seinem Heimatland saßen. Nur wenige Stunden später wurde er von allen drei Mithäftlingen vergewaltigt.

Der Vorfall wurde erst Tage später bekannt. Der 14-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins AKH überstellt. Mittlerweile ist er nach Rumänien zurückgekehrt, wo ihm Amnesty International eine Therapie finanziert.

Redaktion: Claus Kramsl

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