ZOOM Kindermuseum steckt in Schwierigkeiten

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ZOOM Kindermuseum steckt in Schwierigkeiten
Ausgerechnet eine so lobenswerte Initiative wie der Gratiseintritt für Kinder in Bundesmuseen – geplant ab 1.1.2010 – droht zum Stolperstein für das Kindermuseum im Wiener Museumsquartier zu werden.

Zoom-Leiterin Elisabeth Menasse-Wiesbauer findet die Idee, Kinder ab 1.1. nächsten Jahres gratis in die Bundesmuseen zu lassen, selber lobenswert. Trotzdem fürchtet sie um die Zukunft ihres eigenen Angebots. Denn das Zoom-Kindermuseum ist nicht gratis und könnte sich das auch nicht leisten.

Schul- und Kindergartenklassen, die derzeit 70 Prozent der Zoom-Besucher stellen, könnten ausbleiben und, zum Wohle elterlicher Geldbeutel, andere, “normale” Museen vorziehen. Das geht der Presse zufolge auch aus einer Lehrerumfrage hervor: Ein Gratisangebot würde im Interesse finanziell benachteiligter Kinder immer vorgezogen werden.

Der Ausweg für das Zoom: Finanzspritzen von Stadt und/oder Bund. Eine solche Lösung ist sogar für die zuständigen Stadtpolitiker denkbar.  Auch die Bundesmuseen selbst können die Auswirkungen der Gratis-Initiative noch nicht einschätzen. Das Technische Museum zählt pro Jahr rund 150.000 Kinder. Wie bei den meisten Bundesmuseen war dort der Eintritt für Kinder unter sechs schon bisher frei. Die übrigen Einnahme-Ausfälle muss der Bund übernehmen.

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