Zelle angezündet: Prozess wegen versuchten Mordes in Wien startet

Der Algerier stand bereits im August 2017 vor Gericht.
Der Algerier stand bereits im August 2017 vor Gericht. - © APA (Sujet)
Ein 34-Jähriger muss sich am Donnerstag am Wiener Landesgericht wegen versuchten Mordes verantworten. Er soll im Oktober 2016 eine Matratze in seiner Zelle angezündet haben, bei dem Brand wurden drei Mitgefangenen schwer, einer sogar lebensgefährlich verletzt.

Am Donnerstag wird am Wiener Landesgericht der Schwurprozess gegen einen 34-jährigen Algerier wiederholt, der am 16. Oktober 2016 seine Zelle in der Justizanstalt (JA) Josefstadt angezündet hatte. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.

Häftling zum zweiten Mal vor Geschworenen

Der Mann war bereits im vergangenen August vor Geschworenen gestanden – die drei Berufsrichter setzten damals deren Wahrspruch wegen Irrtums der Geschworenen aus.

Die Laienrichter hatten mehrheitlich den Tötungsvorsatz verneint. Der Algerier hatte in einer Vier-Personen-Zelle eine Matratze angezündet, um seine Verlegung in einen anderen Haftraum zu erzwingen. Er war mit seinen Mitgefangenen nicht zufrieden, da er sich aufgrund sprachlicher Barrieren nicht mit ihnen verständigen konnte.

Mehrere Mitgefangene bei Brand verletzt

Bei dem Brand wurden die drei Mitgefangenen schwer, einer sogar lebensgefährlich verletzt. Elf Justizwachebeamte erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten im Spital behandelt werden. Die angezündete Zelle wurde komplett zerstört. Sachschaden: 50.000 Euro.

(APA/Red)

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