Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Traiskirchen ist rückläufig

In Traiskirchen sind derzeit circa 550 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht.
In Traiskirchen sind derzeit circa 550 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. - © APA (Sujet)
Mit insgesamt 544 ist die Zahl der in Traiskirchen untergebrachten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Im Schnitt befinden sich die Kinder 33 Tage lang in der “Bundesbetreuungsstelle Ost”.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Traiskirchen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken: 544 hielten sich im April in der “Bundesbetreuungsstelle Ost” auf. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) an die Grünen hervor.

Im April 544 unbegleitete Minderjährige in Traiskirchen

Deren Kernfrage, nämlich, wie viele Minderjährige “verschwunden” sind, konnte nicht präzise beantwortet werden. Die Grünen wollten anhand von Europol-Zahlen, wonach in Europa an die 10.000 geflüchtete Kinder und Jugendliche registriert, dann aber nicht auffindbar waren, Details zur Situation in Österreich wissen. Laut Sobotka werden aber in den Bundesbetreuungsstellen “keine statistisch auswertbaren Aufzeichnungen” bei Abwesenheit geführt.

Mit 1. April 2016 sind ihm zufolge 487 minderjährige Nicht-EU-Bürger in der österreichischen Fahndungsdatenbank (EKIS) ausgeschrieben. Da könne aber wiederum nicht ausgewertet werden, wie viele von ihnen unbegleitete Kinder bzw. Jugendliche sind.

Unbegleitete Minderjährige im Schnitt 33 Tage in Traiskirchen

Unbegleitete Minderjährige sind 2016 im Schnitt 33 Tage in Traiskirchen untergebracht. Ihre Anzahl hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich verringert: Waren es im Mai 2015 1.120, im Juli – der Höchststand – 1.651 und im Dezember 2015 noch 1.065, sank die Zahl heuer von 846 im Jänner auf den bisherigen Tiefststand von 408 im März.

38 Personen sind in der “Bundesbetreuungsstelle Ost” ausschließlich für ihre Betreuung abgestellt, so Sobotka. Generell würden junge Flüchtlinge nur “vorübergehend” in der Bundesbetreuung untergebracht, bis die zuständige Kinder- und Jugendhilfe übernimmt, betonte er.

(APA/Red)

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