Wirtschaftskammer Wien warnt vor betrügerischen Aufsperrdiensten

Akt.:
1Kommentar
Die WKW warnt vor betrügerischen Aufsperrdiensten in Wien.
Die WKW warnt vor betrügerischen Aufsperrdiensten in Wien. - © Wirtschaftskammer Wien
Die Wirtschaftskammer Wien warnt vor unseriösen Aufsperrdiensten, die auf Google für Türöffnungen um nur 7 Euro werben, dann aber eine Rechnung von mehreren hundert Euro vorlegen.

Trickreiche Firmen aus dem Ausland haben Wien als attraktiven Markt entdeckt. Immer häufiger tappen Kunden in die Falle der betrügerischen Aufsperrdienste.

Unseriöse Türöffner: Polizei machtlos

Einer Wienerin wurden sagenhafte 1.685 Euro netto verrechnet, wofür ein seriöses Unternehmen nur einen Bruchteil verlangt hätte, nennt die Wirtschaftskammer Wien als Beispiel in ihrer Aussendung. Zudem wird vermutet, dass Schlösser teilweise absichtlich beschädigt werden, um sie dann überteuert ersetzen zu können.

Eine zu hohe Rechnung ist allerdings kein Fall für die Polizei, weist die WKW hin. Nur wer bedroht wird, weil er nicht zahlen möchte, kann eine Straftat melden. Allerdings gehen diesbezüglich kaum Anzeigen bei den Behörden ein. „Vermutlich wollen die meisten eingeschüchterten Geschädigten nicht riskieren, dass Drohungen wahr gemacht werden und zahlen deshalb lieber die geforderten Summen um die Betrüger ehest wieder los zu werden“, meint Susanna Neuwirth von der Wiener Landesinnung für Metalltechnik. Sie betreut die Hotline des Kuratorium für Einbruchschutz und Objektsicherung (KEO) und erhält an manchen Tagen mehrere Beschwerden dieser Art. „Eine couragierte Kundin berichtete kürzlich, dass sie sofort die Polizei rief, worauf die Unternehmer die Flucht ergriffen“, teilt Neuwirth mit.

Checkliste zum Schutz

Achten Sie auf folgende Punkte:

  • im Internet die ersten Einträge ignorieren
  • seriöse Unternehmen bieten ab 70 Euro an
  • auf KEO-Gütesiegel achten
  • komplette österreichische Rechnungsadresse checken (Manchmal wird österreichische Adresse mit z.B. Straßenname ohne Hausnummer nur vorgetäuscht)
  • es werden 20% MwSt verrechnet (nicht 19%)
  • keine 0800er-Nummer wählen
  • keinen Auftrag über deutsches Call-Center erteilen
  • keine Nummern von Pickerln im Stiegenhaus anrufen
  • keine Pfandgegenstände (z.B. Dokumente) mitgeben, wenn man nicht zahlen kann

Info-Hotline, Kuratorium für Einbruchschutz und Objektsicherung (KEO):
01 / 513 513 5

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


1Kommentar

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel