Wind-O-Bona: Wir haben Wiens ersten Windkanal im Prater getestet

Von David Mayr
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Seit diesen Freitag ist der Wiener Prater um eine spektakuläre Attraktion reicher. VIENNA.at hat sich vorab in Wiens ersten Windkanal geworfen und sich von Böen von bis zu 170 km/h durch die Luft wirbeln lassen.

15 Meter hoch, 4,3 Meter im Durchmesser und Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Stundenkilometer – das sind die Eckdaten von Wind-O-Bona, der brandneuen Attraktion des Wiener Praters. Donnerstagvormittag wurde der erste Windkanal der Bundeshauptstadt der Presse vorgestellt, seit Freitag ist er für das vergnügungshungrige Publikum zugänglich.

Zwei Jahre war an dem Projekt gearbeitet worden, aufgrund der großen Dimensionen und der Lage inmitten von anderen Ständen nicht immer ohne Probleme. Zur Eröffnung freut sich der Praterverband, “dass wir den Traum vom Fliegen zurück in den Prater geholt haben”.

Der sicherste Flugtunnel der Welt

Der neue Windkanal in Wien ist nicht nur einer der höchsten, er gilt auch als sicherster Flugtunnel der Welt. Dies liege vor allem an den hohen Qualitätsstandards, nach denen er konzipiert wurde, wodurch eine besonders gleichmäßige Windzufuhr von den Turbinen gegeben ist, erklärte Marketing-Managerin Claudia Göstel gegenüber VIENNA.at. Der Windkanal eignet sich dabei nicht nur für den Adrenalinkick suchende Anfänger, auch professionelle Skydiver, Fallschirmspringer, die Cobra und das Bundesheer nutzen ihn zu Trainingszwecken.

Um zu wissen, worüber wir hier eigentlich schreiben, ließen wir uns die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel nicht entgehen und testeten das Flug-Gefühl im Wind-O-Bona am eigenen Leib. Nach einem kurzen Sicherheitsbriefing werden Anzug, Helm und Schutzbrille angelegt – und schon geht es in den Windkanal. Wie es unserem Reporter beim Selbstversuch ergangen ist, können Sie im Video ab 0:15 Sekunden sehen.

Während sich die Profis um unseren Instructor Pieter von Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h grazil durch die Lüfte tragen lassen, hat ein Anfänger bereits bei 170 km/h schwer mit der Kontrolle des eigenen Körpers und den abrupten Richtungsänderungen zu kämpfen. Eine kleine Bewegung des Handgelenks reicht, um davonzudriften, eine unkoordinierte Verschmälerung des Körpers bringt einen schnell dem Boden entgegen.

Ab Freitag kann sich im Wiener Prater jeder dem Erlebnis “Indoor Skydiving” hingeben. Mit einem Starterpreis von 49 Euro für zwei Minuten Flugzeit ist dies kein ganz billiges Vergnügen. Für Adrenalinjunkies und Abenteuerlustige ist der Prater aber in jedem Fall um eine einzigartige Attraktion reicher.

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