Wiener verschenken sieben Millionen Blumen zum Valentinstag

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Sieben Millionen Blumen kaufen alleine die Wiener zum Valentinstag.
Sieben Millionen Blumen kaufen alleine die Wiener zum Valentinstag. - © APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
Zum Fest der Liebenden – dem Valentinstag – greifen die Turteltauben gerne etwas tiefer in die Tasche. Allein in Wien werden am 14. Februar rund sieben Millionen Blumen verschenkt. Der Tagesumsatz von Gärtnern und Blumengeschäften steigt dabei um das Vierfache gegenüber eines durchschnittlichen Tages.

Im Trend liegen heuer etwa angetriebene Blütenzweige, ließ das Blumenbüro in einer Aussendung wissen. 90 Prozent der Pflanzen kommen zu dieser Jahreszeit aus Europa, vor allem aus Italien und den Niederlanden. Wie jedes Jahr bildet der Valentinstag aber auch den Auftakt der Blumensaison für die heimischen Gärtner und Floristen.

Ein anhaltender Trend sei auch für Topfpflanzen wie Hyazinthen, Primeln, Narzissen oder Azaleen zu beobachten. Mit ihren fröhlichen Farben verbreiten sie Frühlingsstimmung, auch wenn die warme Jahreszeit noch auf sich warten lässt.

Jede Blume steht für etwas anderes

“Sag es durch die Blume” ist jedoch nicht nur das Motto des Valentinstags, sondern war früher eine verbreitete Kommunikationsform. Dabei hat die Blumensprache durchaus etwas mit moderner Symbolik bzw. Smartphones gemein: Sie sollte den Kontakt ermöglichen, wenn das direkte Gespräch unter Liebenden nicht möglich war. Wünsche, Bitten und Hoffnungen wurden auf Blumen übertragen – so wie heute auf Emoticons.

Doch während wohl jeder die witzigen Symbole richtig zu deuten weiß, entstand bei den Blumen mit der Zeit eine richtige Geheimsprache, bei der nicht nur den Farben und Sorten, sondern jedem einzelnen Detail an einem Blumenstrauß eine eigene Bedeutung beigemessen wurde. Das System war regional verschieden und kompliziert wie eine Fremdsprache, so dass eigene Wörterbücher über die Sprache der Blumen verfasst wurden.

Mit Rosen, Nelken und Lilien immer richtig

Möchte man am Valentinstag ein Zeichen der Liebe überreichen, liegt man traditionell mit roten Rosen und Nelken sowie Feuerlilien auf jeden Fall richtig. Auch Tulpen in gelb haben eine tiefere Bedeutung: “Im Märchenreich des Glücks sind wir in unserer Liebe”, so die Übersetzung. Während die Botschaft der Rose “Du hast mein Herz besiegt” von jeder Dame als Liebeserklärung erkannt wurde, könnte der Jasmin – “Sei zufrieden mit der Versicherung meiner Freundschaft” – einige Verwirrung stiften.

Gelbe Rosen und Narzissen meiden

Gelbe Rosen werden ebenfalls keine Freudenstürme ausbrechen lassen – stehen diese doch für abnehmende Liebe und Zweifel. Weniger punkten wird man auch mit Dahlien, denn diese sagen “Ich bin schon vergeben”. Auch die Narzisse, die für Eitelkeit steht, ist eine eher unpassende Gabe, möchte man seine Zuneigung ausdrücken.

Als Aufforderung zu mehr (ehelicher) Treue könnte hingegen die Symbolik einer weißen, sogenannten Madonnenlilie interpretiert werden: “Rein und fleckenlos sei Dein Herz.” Wenn auch derartige Appelle nichts mehr fruchten, bleibt nur der Abschied mit einer einzigen Nelke, die kurz und bündig bedeutet, dass man für den Partner “verloren ist”.

(APA/red)

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