Wiener SPÖ-Parteimanagerin Novak fordert Kopftuchverbot an Schulen

Das Kopftuchverbot an Wiener Schulen hat mit Barbara Novak eine neue Befürworterin.
Das Kopftuchverbot an Wiener Schulen hat mit Barbara Novak eine neue Befürworterin. - © APA/DPA/FRANK RUMPENHORST
In der Diskussion um das Kopftuchverbot muslimischer Schülerinnen in Wien meldete sich nun Neo-SPÖ-Managerin Barbara Novak zu Wort. Diese sprach sich für ein Kopftuchverbot in Schulen aus.

Die neue Wiener SPÖ-Landesparteisekretärin Barbara Novak plädiert für ein Kopftuchverbot an Schulen. Dies sei auch geltende Beschlusslage in ihrem Bezirk, hat sie in Interviews betont. Die Neo-Parteimanagerin ist Chefin der Döblinger Roten. Auf ihren Antrag hin, so berichtete sie, werde auch in der Wiener SPÖ-Frauenorganisation darüber diskutiert.

Kopftuch bei Zwang verbieten

Novak zeigt sich laut eigenen Angaben überzeugt, dass bei jungen Mädchen nur Zwang im Spiel sein könne, wenn sie ein Kopftuch tragen. Sie solidarisiere sich jedenfalls mit Musliminnen, die sich vom Kopftuch befreien würden – wie derzeit im Iran, meinte die SP-Politikerin.

FPÖ will “gemeinsame Linie” bei Kopftüchern finden

Der Wiener Integrations- und Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) hat sich bis dato stets ablehnend gezeigt, was ein generelles Verbot betrifft. Wenn Zwang im Spiel sei, müsse aber das Jugendamt einschreiten, wurde im Rathaus zuletzt betont. Der geschäftsführende Landesobmann der FPÖ Wien und geschäftsführende blaue Parlamentsklubobmann, Johann Gudenus, forderte die SPÖ am Mittwoch mittels Aussendung auf, eine gemeinsame Linie zu finden – und sprach sich einmal mehr für ein Kopftuchverbot in Bildungseinrichtungen aus.

(APA/red)

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