Wiener Kindergarten: Zusammenschluss für kleine Kindergruppen

Wiener Kindergarten: Zusammenschluss für kleine Kindergruppen
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Noch Mitte Juni hatten die “Elternverwalteten Kindergruppen” das neue Wiener Fördermodell bezüglich eines Gratiskindergartens beklagt, da dieses große Betreiber bevorzuge. Nun wollen sich rund 60 Gruppen zu einem neuen Trägerverein zusammenschließen, um so dank höherem Verwaltungszuschuss die Beiträge für die Eltern zu senken, wie “wien.orf.at” berichtet. Die Sache könne sich bereits heute Abend bei einer Generalversammlung entscheiden, so Obmann Nicolaus Cortolezis gegenüber der APA.

In jedem Fall solle die Entscheidung innerhalb der kommenden zwei, drei Wochen fallen. “Wir haben ein Konzept für einen Trägerverein ausgearbeitet”, berichtete Cortolezis. Dessen Titel solle “Verein der Wiener Kindergruppen” lauten und sowohl elternverwalteten als auch selbstorganisierten Kindergruppen offenstehen, die sich vor allem durch eine geringe Gruppengröße auszeichnen. Bisher hätten von rund 150 infrage kommenden gemeinnützigen Vereinen über 60 Gruppen mit rund 800 Kindern ihr Interesse bekundet.

Sollte es nicht gelingen, einen Trägerverein zu gründen, müssten die Einrichtungen dank des städtischen Zuschusses von 226 Euro pro Kind zwar deutlich weniger, aber immer noch rund 130 Euro pro Monat an Beiträgen einheben. Der Grund: Während große Trägerorganisationen mit einer Gruppenanzahl von 50 bis 149 monatlich 1.000 Euro Verwaltungszuschuss pro Gruppe bekommen und Träger mit mehr als 150 Gruppen sogar 1.500 Euro, sind es für kleine Organisationen mit bis zu 49 Gruppen nur 500 Euro.

“Der wirklich beitragsfreie Kindergarten geht sich in Wien also nur für die wirklich großen Träger aus”, so Cortolezis. Immerhin könne man, sollte man dank Trägerverein den 1.000 Euro schweren Verwaltungszuschuss lukrieren, die Elternbeiträge auf 50 bis 70 Euro senken. Der genaue Betrag hänge von den Synergien ab, die man heben könne.

Grundsätzlich solle allerdings auch mit Trägerverein möglichst viel Verantwortung bei den einzelnen Gruppen verbleiben: “Die Probleme sollen dort gelöst werden, wo sie entstehen.” Allerdings sollen alle Förderungen zentral über den Verein abgewickelt und die Einhaltung der Förderrichtlinien gewährleistet werden. Auch will man die Weiterbildung der Betreuerinnen organisieren. Außerdem biete man die Sicherheit, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, so Cortolezis.

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