Wiener Freiluftplanetarium Sterngarten besteht seit zehn Jahren

Planetarium Wien
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Der Initiator und Betreiber Hermann Mucke ist mit der Auslastung mehr als zufrieden. Am kommenden Samstag findet eine Festveranstaltung statt.

Seit nunmehr zehn Jahren besteht das Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg in Wien Mauer. Initiator und Betreiber Hermann Mucke vom Astronomischen Büro lädt für Samstag ab 20.00 Uhr zu einem Fest auf dem Gelände, eine Diaschau über die Entstehung des Sterngartens wird gezeigt werden. Die Eröffnung des Freiluftplanetariums ging am 9. Oktober 1997 über die Bühne.

Der astronomische Garten wurde auf einem rund 51.000 Quadratmeter umfassenden Stück Stadtwildnis südlich der Wotruba-Kirche errichtet. Die zentrale Plattform misst sieben mal sieben Meter. Die Geländerbrüstung in einer Höhe von eineinhalb Meter markiert den sogenannten mathematischen Horizont. Blickt man vom Mittelpunkt der Plattform auf eine Kugel an der Spitze des rund 16 Meter hohen Nordpfeilers, befindet sich diese genau an der Stelle des Himmelsnordpols, um den sich das Firmament während der Nacht zu drehen scheint.

Bei Sonnenschein fällt der Schatten der Kugel auf eine Skala, das sogenannte Analemma. Darauf läßt sich das jeweilige Datum ablesen, auch die Tierkreiszwölftel und Jahreszeitenanfänge sind eingezeichnet. Sonnensäulen markieren jene Stellen, an denen die Sonne zu den Winter- und Sommersonnenwenden und zu den Tag- und Nachtgleichen auf- und untergeht. Der Südpfeiler zeigt die Mittagshöhen der Sonne zu den Jahreszeitenanfängen.

Mehr als zufrieden ist Mucke mit der Auslastung des Sterngartens. Er ist stets frei zugänglich ist, daher gibt es keine Zählungen von Besuchern. „Alleine bei unseren Führungen finden sich regelmäßig 50 bis 200 Leute ein, je nach Witterung“, so der Astronom gegenüber der APA.

Neueste Errungenschaft ist ein gesteuerter Laser, mit dem Besucher unter sachkundiger Anleitung die scheinbaren Bewegungen des Sterne nachvollziehen können. Der Laser wird dazu beispielsweise auf einen Stern ausgerichtet, anschließend lässt sich verfolgen, wie der Stern wegwandert oder korrekter: wie sich die Erde weiterdreht.

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